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Bewerbung aus der Selbstständigkeit

Mit unseren Tipps (zurück) in die Festanstellung!

Die Bewerbung aus der Selbstständigkeit ist für viele Freiberufler und Personaler ein heikles Thema. Schließlich geht es darum, plausibel darzulegen, warum Sie Ihre Freiheit als eigener Chef gegen eine untergeordnete Position in einem anderen Unternehmen austauschen wollen. In diesem Artikel finden Sie alle Tipps, die Sie für Ihre Bewerbung aus der Selbstständigkeit benötigen.

Es gibt unglaublich viele gute Gründe, um als sein eigener Chef, oder seine eigene Chefin, tätig zu sein. Sie können Ihre eigenen Arbeitszeiten festlegen, der erzielte Gewinn geht ausschließlich in Ihr Portemonnaie, Ihren Arbeitsplatz können Sie sich weitestgehend selbst aussuchen und Ihre Arbeit? Da können Sie sich gezielt bei Projekten bewerben, die ausschließlich Sie interessieren.

Doch jede Medaille hat zwei Seiten, so auch das Dasein als eigener Chef – vor allem für diejenigen, die zum Beispiel nach der Ausbildung oder dem Studium aus der Not heraus freiberuflich tätig geworden sind. Von der Projektplanung über die Entwicklung von Finanzplänen bis hin zur Buchhaltung und kleinen Arbeitsaufgaben, wie das Säubern der Büroräume, bleiben alle Aufgaben an einer einzelnen Person hängen. Gerade für diejenigen, die sich nicht freiwillig für diesen Weg entschieden haben, werden diese Aufgaben schnell zu einer Last. Folglich wird es Zeit für eine berufliche Neuorientierung!

Die Herausforderung der Bewerbung aus der Selbstständigkeit

Kleiner Angestellter vor riesigem wütenden Chef

© aleutie - Fotolia.de

Insofern Sie sich selbstständig gemacht haben, nun aber die Festanstellung in einem Unternehmen als Ziel haben, müssen Sie sich hinsichtlich zweier Dinge bewusst werden.

Punkt 1: Sie haben zwangsläufig nicht mehr die Freiheit, zwischen allen möglichen Projekten hin- und herzuswitchen. Das heißt für Sie, dass Sie sich darüber bewusst werden müssen, in welchem Bereich Sie letztlich tätig werden wollen. Erst so können Sie letztlich gezielt Ihr Anschreiben für entsprechende Positionen fertigmachen.

Punkt 2: Wappnen Sie sich für die Vorurteile der Personalverantwortlichen! Denn im Gegensatz zu den USA, wo der Wechsel zwischen Festanstellung und Selbstständigkeit selbstverständlich ist und als positiv wahrgenommen wird, sind die deutschen Personaler skeptisch. Mit folgenden 5 großen Ressentiments aus der Personalabteilung müssen Sie rechnen:

Vorteile gegenüber Bewerbern aus der Selbstständigkeit

  1. Flucht vor dem Dasein als gescheiterte Existenz

    Personaler denken häufig bei der Bewerbung eines Selbstständigen daran, dass dieser sein eigenes Geschäft sozusagen erfolgreich gegen die Wand gefahren hat. Folglich ist die Bewerbung aus der Selbstständigkeit die letzte Instanz vor der Insolvenz.

  2. Jemand aus der Selbstständigkeit ist nie zufriedenzustellen

    Als Freiberufler besteht häufig die Möglichkeit, die zu bearbeitenden Projekte selbst auszuwählen. Anders ist es in einem Unternehmen. Dort müssen die Projekte bearbeitet werden, die einem vorgesetzt werden. Folglich ist die Zufriedenheit des Mitarbeiters gering und die Wechselmotivation hoch.

  3. Dieser Mitarbeiter ist nicht zu motivieren

    Einhergehend mit dem oben genannten Punkt ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass der Mitarbeiter bei nicht selbst ausgesuchten Projekten zu motivieren ist. Dementsprechend ist auch in diesem Fall die Wechselmotivation recht hoch.

  4. Ein Ex-Selbstständiger kann sich nicht mehr integrieren

    Sie müssen damit rechnen, dass Sie als ehemalige/r Selbstständige/r direkt als ein Eigenbrötler wahrgenommen werden, der nicht dazu in der Lage ist, sich in ein Team einzufügen.

  5. Schnell wieder weg

    Basierend auf den genannten Gründen gehen Personaler davon aus, dass Bewerber aus der Selbstständigkeit kein Interesse daran haben, lange in einem Unternehmen zu bleiben. Dementsprechend lohnen sich die Kosten für die Einarbeitung des Mitarbeiters kaum, wodurch Sie als Ex-Selbstständiger uninteressant werden.

Es gilt jetzt jedoch nicht, den Kopf in den Sand zu stecken! Mit den richtigen Argumenten im Anschreiben und einem aussagekräftigen Lebenslauf haben Sie gute Chancen, einen Personaler von Ihren Qualitäten als Mitarbeiter zu überzeugen.

Unser Tipp: Fügen Sie Ihrer Bewerbung aus der Selbstständigkeit noch ein professionelles Motivationsschreiben hinzu! Wenn Sie sich diesbezüglich unsicher sind, helfen wir Ihnen bei der sogenannten dritten Seite. Kontaktieren Sie uns dazu einfach über das Kontaktformular!

Bewerbung aus der Selbstständigkeit: So gelingt’s!

Wie bereits erwähnt ist gerade die Argumentation für die Bewerbung aus der Selbstständigkeit wichtig. Daher sollten Sie für Ihre künftige Karriere in einem festen Job gründlich überlegen, wo genau Sie Ihre Stärken sehen und aus welchen Gründen Sie in eine Festanstellung wechseln wollen. Mit diesem Grundwissen können Sie sich unbesorgt an die kommenden beiden Punkte wagen:

Das Anschreiben:

Ansammlung von Bewerbungsmappen

In Ihrem Anschreiben müssen Sie den Fokus auf Ihre Stärken legen. Vermeiden Sie Sätze, die Sie als einen Einzelkämpfer, der kein Interesse an Teamarbeit hat, darstellen. Zeigen Sie vielmehr, dass Sie sich bei projektbezogenen Arbeiten gut in bestehende Teams integrieren konnten. Verweisen Sie ebenfalls darauf, dass Sie sich in den Jahren Ihrer selbstständigen Arbeit nicht nur ein zielführendes Arbeiten, sondern ebenfalls einen gewissen Kundenstamm aufgebaut haben. Mögliche Kernkompetenzen, die Sie aufgrund Ihrer Erfahrung mitbringen, sind zum Beispiel Eigeninitiative, Marktgespür und Selbstdisziplin.

Vergessen Sie überdies hinaus nicht zu erwähnen, warum Sie sich für den neuen Job interessieren. Was reizt Sie an diesem Unternehmen? Wieso haben Sie sich speziell dafür entschieden?

Aber: Fangen Sie nicht an zu lügen! Das fällt spätestens im Vorstellungsgespräch auf und kann über kurz oder lang Ihrer Karriere schaden.

Der Lebenslauf:

Ausgedruckter Lebenslauf mit Füller obenauf

© A_Bruno - Fotolia

Wählen Sie für Ihren Lebenslauf einen strukturierten Aufbau. Bleiben Sie auch in Ihrem Lebenslauf bei der Wahrheit. Wenn Sie vor der Selbstständigkeit von einem Job zum nächsten in relativ kurzer Zeit gekommen sind, dann erwähnen Sie diese Stationen wahrheitsgemäß in Ihrer Vita. Kommen Sie jedoch nicht in die Versuchung, diese Jobsprünge zu der Zeit Ihrer Selbstständigkeit zu zählen. Gleiches gilt für die Arbeitslosigkeit. Bleiben Sie ebenfalls an diesem Punkt bei der Wahrheit.

Im Hinblick auf Ihre aktuelle Tätigkeit sollten Sie Ihre Aufträge erwähnen, beziehungsweise die Projekte sowie die entsprechenden Firmen nennen, für die Sie gearbeitet haben. Diesbezüglich empfiehlt es sich für Sie, nach einem Empfehlungsschreiben bei Ihren Auftraggebern zu fragen. Dieses dient Ihnen im Nachhinein als Ersatz für ein Arbeitszeugnis.

Zu guter Letzt: Wenn Sie in den Jahren als Selbstständiger an vielen verschiedenen Projekten gearbeitet haben, empfiehlt es sich, wenn Sie Ihrer Bewerbung eine sogenannte Projektliste als Ergänzung zum Lebenslauf hinzufügen. Dadurch halten Sie Ihren Lebenslauf wesentlich übersichtlicher und können gleichzeitig auf die unterschiedlichen Qualifikationen ihrerseits verweisen.

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