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Tabellarischer Lebenslauf

Ein tabellarischer Lebenslauf ist der Standard unter den Lebensläufen und erfreut sich insbesondere aufgrund seiner Übersichtlichkeit bei Personalverantwortlichen großer Beliebtheit. Er enthält die Informationen über Ihren Werdegang in tabellarischer Form und umfasst dabei in der Regel eine bis drei DIN A-4 Seiten. In vielen Fällen wird der tabellarische Lebenslauf sogar noch vor dem Anschreiben gelesen und sollte daher mit äußerster Sorgfalt angefertigt werden.

Marcel Zwonarz - Bewerbungsexperte

Über den Autor

Seit mehr als 10 Jahren bin ich Teil des Teams von „Die Bewerbungsschreiber“. In dieser Zeit durfte ich einige tausend Menschen aller Karrierelevel auf ihrem Weg zum Traumjob unterstützen. Als Teamleiter stelle ich zudem sicher, dass aktuelle Trends und Entwicklungen rund um das Thema Bewerbung für Sie umgesetzt und unsere hohen Qualitätsstandards eingehalten werden. Gerne unterstütze ich auch Sie bei Ihrem Bewerbungsvorhaben!

Marcel Zwonarz - Bewerbungsexperte

Aufbau und Inhalt des tabellarischen Lebenslaufs

Der tabellarische Lebenslauf ist die gebräuchlichste Form des Lebenslaufs. Zusammen mit dem Anschreiben bildet er die Kernelemente einer Bewerbung und sollte daher auf keinen Fall in Ihren Bewerbungsunterlagen fehlen. Beim tabellarischen Lebenslauf werden die wichtigsten Eckdaten Ihres Werdegangs in tabellarischer Form aufgeführt. Dieser strukturierte Aufbau birgt den Vorteil, dass zahlreiche Informationen übersichtlich auf wenigen Seiten untergebracht werden können.


Auf einen Blick sollten Sie Ihre praktischen Erfahrungen, fachlichen Kompetenzen sowie Soft Skills präsentieren, damit Personalverantwortliche möglichst schnell Ihre Eignung für die Stelle abschätzen können. Um Ihre Inhalte übersichtlich darzustellen und zu strukturieren, sollten Sie Ihren Lebenslauf mithilfe von Überschriften in folgende Abschnitte einteilen:

  • Persönliche Daten

  • Beruflicher Werdegang / Berufserfahrung
  • Bildung / Schul- & Berufsausbildung / Studium / Schulischer Werdegang
  • Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Ggf. weitere optionale Kategorien

  • Ort, Datum und Unterschrift

Das Gegenstück zum prägnanten tabellarischen Lebenslauf bilden der ausführliche Lebenslauf bzw. handschriftliche Lebenslauf. Hier wird der Werdegang in Aufsatzform als Fließtext dargestellt. Sie sollten einen ausführlichen Lebenslauf nur dann einreichen, wenn dieser ausdrücklich in der Stellenanzeige gefordert wird.  

Persönliche Daten

Der tabellarische Lebenslauf beginnt stets mit den Angaben zu Ihrer Person. Bei den persönlichen Daten wird zwischen verpflichtenden und freiwilligen Angaben unterschieden.


Zu den Pflichtangaben zählen Ihr Vor- und Nachname, Ihre Adresse (Straße, PLZ, Ort) und weitere Kontaktdaten wie Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Telefonnummer. Informationen, die Sie optional hinzufügen können, sind Ihr Geburtsdatum und Geburtsort, Ihr Familienstand, Ihre Staatsangehörigkeit und Konfession. Letztere Informationen müssen gemäß dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nicht angegeben werden, um mögliche Benachteiligungen der Bewerber*innen aufgrund der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, Alters oder der Religion zu vermeiden.


In manchen Fällen kann es jedoch Sinn ergeben, diese freiwilligen Angaben im Lebenslauf zu integrieren. Wenn Sie sich beispielsweise bei einer Organisation bewerben, die sich in kirchlicher Trägerschaft befindet, ist die Angabe Ihrer Konfession zielführend. 

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Beruflicher Werdegang

Den wichtigsten Teil des tabellarischen Lebenslaufs bildet für Berufstätige die Kategorie „Berufserfahrung“. Hier listen Sie in antichronologischer Reihenfolge Ihre einzelnen beruflichen Stationen auf.


Die Angabe umfasst dabei ...

  • ... den Zeitraum, in dem Sie die Tätigkeit ausgeübt haben

  • ... den Namen des Unternehmens und den Standort

  • ... den Titel Ihrer Position

  • ... Ihre Tätigkeitsbeschreibungen und Erfolge

Dabei stehen die Details zu Ihrer jeweiligen Position rechts, während der Zeitraum im Format MM/JJJJ – MM /JJJJ links angeordnet wird. Zu der jeweiligen Position geben Sie stichpunktartig an, welche Tätigkeiten Sie ausgeübt haben. Erfolge sollten möglichst in Form von konkreten Kennzahlen genannt werden (z.B. Steigerung der Kundenzufriedenheit um 15 % innerhalb von 2 Jahren). Dabei sollten Sie die Tätigkeiten zuerst nennen, die für die Stelle, auf die Sie sich bewerben, besonders relevant sind. 

Berufserfahrung im tabellarischen Lebenslauf

Beispiel für die Darstellung des beruflichen Werdegangs im tabellarischen Lebenslauf.

Bildung

Als Berufsanfänger*in, Student*in oder Auszubildende*r ist dieser Abschnitt besonders wichtig, da die praktischen Erfahrungen in der Regel geringer ausfallen. In diese Kategorie fallen Schulabschlüsse, Studium, Ausbildung sowie mögliche Stipendien. Gegebenenfalls kann auch der geleistete Wehr- oder Zivildienst hier eingeordnet werden. Die Überschrift dieser Kategorie kann dann je nach erfolgtem Bildungsweg variieren.

Bildungsweg im tabellarischen Lebenslauf

Beispiel für die Darstellung des Bildungswegs im tabellarischen Lebenslauf.

Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten

Inhaltlich schließt der tabellarische Lebenslauf meist mit der Kategorie ab, die auf Sprach- und EDV-Kenntnisse der Bewerber*innen eingeht. Für bestimmte Berufe kann es auch notwendig sein, den Besitz eines Führerscheins zu erwähnen. Grundsätzlich gilt: Nennen Sie nur Kompetenzen, die einen Bezug zur angestrebten Tätigkeit haben.

Weitere Fähigkeiten und Kenntnisse im tabellarischen Lebenslauf

Beispiel für die Darstellung Weiterer Fähigkeiten und Kenntnisse im tabellarischen Lebenslauf.

Optionale Kategorien

Ihr Lebenslauf sollte ebenso wie Ihr Anschreiben individuell erstellt und auf Ihre eigene Situation und die Stelle, auf die Sie sich bewerben, angepasst sein. Daher gibt es neben den Kategorien, die einen festen Bestandteil des Lebenslaufs bilden, auch optionale Kategorien, die Sie Ihrem Lebenslauf bei Bedarf und Relevanz hinzufügen können.


Folgende optionale Kategorien existieren für den tabellarischen Lebenslauf:

  • Praktika: Wenn Sie beispielsweise gerade aus der Uni kommen und noch keine Berufserfahrung vorzuweisen haben, können Praktika helfen, die nötigen Fähigkeiten zu belegen. Eine eigene Kategorie im Lebenslauf sollten Sie dafür jedoch nur erstellen, wenn Sie bereits mehrere relevante Praktika absolviert haben.

  • Weiterbildungen / Seminare: Neben Praktika sind vor allem auch absolvierte Weiterbildungen und Seminare hilfreich, um als Berufseinsteiger*in fehlende Berufserfahrung auszugleichen. Aber auch Personen, die sich bereits länger im Beruf befinden, können durch das Nennen relevanter Seminare und Weiterbildungen den Fokus auf bestimmte Qualifikationen legen und sich dadurch womöglich den entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen.

  • Ehrenämter / Ehrenamtliche Tätigkeiten: Grundsätzlich sorgen ehrenamtliche Tätigkeiten immer für einen guten Eindruck bei Personalverantwortlichen. Wichtig ist dabei nur, dass es sich um eine konstante und über einen längeren Zeitraum ausgeübte Tätigkeit handelt. Im besten Fall weist sie ebenfalls eine Relevanz für die ausgeschriebene Stelle auf. Wenn Sie ein Ehrenamt im Lebenslauf angeben, sollten die Informationen bezüglich der Einrichtung, in der Sie die Arbeit geleistet haben, der Art und der Dauer der Tätigkeit vorhanden sein.

  • Hobbys / Interessen: Hobbys und Interessen sollten Sie nur angeben, wenn Sie sich ohne Berufserfahrung bewerben und Ihre Soft Skills durch die Angabe dieser belegen oder dadurch für einen guten Gesprächseinstieg sorgen möchten. Wenn ein ausgeübtes Hobby einen besonderen Bezug zur Stelle hat, kann es in Einzelfällen sinnvoll sein, dieses zu nennen.
  • Zertifikate / Auszeichnungen / Stipendien: Sollten Sie im Rahmen Ihres Bildungswegs ein Stipendium erhalten haben, sollten Sie dieses in jedem Fall im Lebenslauf nennen. Dabei ist es wichtig, dass Sie den Zeitraum und die exakte Bezeichnung des Stipendiums angeben und Ihrer Bewerbung die entsprechenden Nachweise beifügen. Auslandserfahrung:

  • Auslandserfahrung: Auslandserfahrung wird aktuell auf dem Arbeitsmarkt immer wichtiger. Deshalb bietet es sich auf jeden Fall an, absolvierte Auslandsaufenthalte im Lebenslauf zu erwähnen. Damit sind jedoch keine Urlaube gemeint, sondern beispielsweise Jobs oder Praktika im Ausland. Auch Sprachreisen oder Teile des Studiums oder der Ausbildung, die im Ausland absolviert wurden, sollten Sie im Lebenslauf nennen. Oftmals wird diese Erfahrung jedoch den Kategorien Berufserfahrung und Bildung zugeordnet. Sollten Sie mehrere Auslandsaufenthalte vorweisen können, können Sie eine eigene Kategorie mit der Überschrift „Auslandserfahrung“ dafür anlegen.

  • Referenzen: Bei Bewerbungen innerhalb Deutschlands ist es für gewöhnlich keine Pflicht, Referenzen anzugeben. Dennoch kann es in manchen Fällen von Vorteil sein. Wenn Sie sich dazu entscheiden, sollten Sie im Vorhinein immer Rücksprache mit den Personen halten, die Sie als Referenz angeben, sodass diese auch bereit sind, für Rückfragen zur Verfügung zu stehen. Sie können dann die Referenzgeber*innen inklusive Kontaktdaten in der gesonderten Rubrik „Referenzen“ angeben.

Ort, Datum und Unterschrift

Zum Schluss erfolgt die Angabe des Orts und Datums. Die handschriftliche Unterschrift wird daruntergesetzt, um zu signalisieren, dass Ihre Angaben der Wahrheit entsprechen.


Weitere, umfassende Informationen zum Aufbau des Lebenslaufs finden Sie auf unserer speziell dafür eingerichteten Themenseite. 

Laura Brändle - Bewerbungsexpertin

Der Lebenslauf muss individuell an die in der Stellenbeschreibung geforderten Anforderungen angepasst sein. Es geht darum, Kompetenzen und Qualifikationen herauszustellen, die für die angestrebte Position relevant sind. Sind beispielsweise Französischkenntnisse besonders wichtig, sollten diese bei der Auflistung Ihrer Sprachkenntnisse ganz oben stehen.

Laura Brändle - Bewerbungsexpertin


Kostenlose Lebenslauf Vorlagen in Microsoft Word

Ob Schüler*in, Student*in, Berufseinsteiger*in oder Professional: Wir haben Ihnen zu jeder Bewerbungssituation eine kostenlose Mustervorlage für den tabellarischen Lebenslauf zum Download bereitgestellt. Die Vorlagen sind als Word-Dokument (.docx) verfügbar und individuell anpassbar. Außerdem sind sie für CV-Parser optimiert, sodass Ihr Lebenslauf Muster auch maschinell ausgelesen und verstanden werden kann.


Laden Sie sich Ihre Bewerbungsvorlage für den tabellarischen Lebenslauf jetzt kostenlos herunter:


Designtipps vom Profi

Tabellarischer Lebenslauf Vorlage Layout

Lebenslauf Layout im Premium-Design „Manager“.

Nicht nur der Inhalt, sondern auch das Layout und Design spielen beim tabellarischen Lebenslauf eine wichtige Rolle.


Schließlich haben Personaler*innen meist nur wenig Zeit, um Ihre Bewerbung zu sichten - der erste Eindruck muss also stimmen.


Das A und O beim Layout des tabellarischen Lebenslaufs ist daher die Übersichtlichkeit der präsentierten Informationen, damit Personalverantwortliche rasch einen Überblick über Ihren Werdegang erhalten.


Mit einem ansprechenden Bewerbungsdesign können Sie sich zudem von möglichen Mitbewerber*innen abheben und dafür sorgen, dass Ihre Unterlagen positiv im Gedächtnis bleiben.

Mit folgenden Tipps können Sie einen gelungenen Lebenslauf gestalten:

  • Nutzen Sie Fettdruck und kursive Schrift, um bestimmte Informationen hervorzuheben (z.B. den Titel Ihrer Position).

  • Verwenden Sie verschiedene Schriftgrößen (maximal drei), um eine übersichtliche Struktur zu schaffen.

  • Arbeiten Sie beim Design überwiegend mit Weiß und nur mit ein bis zwei Akzentfarben, die ggf. auf das Corporate Design der Firma abgestimmt sind.

  • Kombinieren Sie Überschriften, falls es sich anbietet (z.B. „Ausbildung“ und „Weiterbildung“ zu „Aus- und Weiterbildung“ zusammenfassen).

  • Sie können sich am DIN 5008-Format orientieren (dies ist aber keine Pflicht).

  • Verwenden Sie grafische Elemente wie Linien, um den Inhalt abzugrenzen.

  • Verzichten Sie auf zu viele und grelle Farben für das Design.
  • Vermeiden Sie ungleiche Abstände zwischen den Abschnitten.
  • Verzichten Sie auf zu viele unterschiedliche Schriftarten.
  • Nutzen Sie einen Zeilenabstand von 1 bis 1,5 cm und verzichten Sie auf zu große Abstände.
Jakub Stejskal - Grafiker & Designer

Entscheidend bei der Schriftart in der Bewerbung ist eine gute Lesbarkeit. Am besten eignen sich serifenlose Schriftarten wie Arial und Calibri oder Serifenschriften wie Times New Roman, die nicht verschnörkelt sind. Hinsichtlich der Schriftgröße empfehle ich eine dreistufige 11 – 13 – 15 oder 12 – 14 – 16 pt Staffelung.

Jakub Stejskal - Grafiker & Designer

Formatierung für CV-Parser

Eine übersichtliche und korrekte Formatierung ist nicht nur aus optischen Gründen wichtig. Immer mehr Konzerne und Unternehmen setzen sogenannte CV-Parser ein, um Lebensläufe auszulesen. Diese Computerprogramme können die Daten aus dem Lebenslauf jedoch nur richtig erkennen, wenn diese korrekt formatiert dargestellt werden.


Wird der Lebenslauf nicht korrekt ausgelesen, wird Ihre Bewerbung unter Umständen aussortiert, obwohl Sie die nötigen Qualifikationen für die Stelle mitbringen. Eine klare, einheitliche Struktur ist daher entscheidend. Wie auch beim Anschreiben gilt, dass Rechtschreibfehler unbedingt vermieden werden sollen. Im Gegensatz zu Personalverantwortlichen lassen CV-Parser keine Fehler durchgehen, sondern können fehlerhafte Informationen im Zweifel nicht interpretieren.


Außerdem sollten Sie Ihren Lebenslauf unbedingt auf die Stellenanzeige anpassen und stellenrelevante Keywords verwenden. Erstellen Sie Ihren Lebenslauf unbedingt mit einem Textverarbeitungsprogramm statt mit einer Grafiksoftware. Ein ansprechendes Design ist wichtig, aber die Struktur und Lesbarkeit dürfen nicht darunter leiden.

Wenn Sie aus der Masse an Bewerber*innen herausstechen möchten, sollten Sie auf ein professionelles Bewerbungsdesign setzen, welches individuell anpassbar und speziell auf die Anforderungen von Personalverantwortlichen und CV-Parsern zugeschnitten ist. Wir arbeiten im Rahmen unseres Bewerbungsservice ausschließlich in solchen Premium-Designs. Sie benötigen Hilfe bei der Erstellung Ihrer Bewerbung? Wir helfen Ihnen gern!

Tabellarischer Lebenslauf für Schüler*innen

Bei der Anfertigung eines tabellarischen Lebenslaufs nimmt insbesondere die berufliche Situation der Bewerber*innen Einfluss auf inhaltliche und gestalterische Möglichkeiten. Aufgrund der fehlenden Berufserfahrung ist der tabellarische Lebenslauf für Schüler*innen deutlich kürzer und überschreitet die Länge einer DIN A-4-Seite nicht. Vor allem bei einem Lebenslauf, der inhaltlich weniger zu bieten hat, sollte die Chance genutzt werden, um mit der äußeren Form, dem Design und Formulierungen zu überzeugen.


Die Personalverantwortlichen müssen auf den ersten Blick erkennen, dass sich bei der Erstellung Mühe gegeben wurde. Schüler*innen sollten aufführen, welche Fächer Sie besonders mögen und welche Ihnen besonders liegen. Im Idealfall stehen die Fächer in Bezug zur angestrebten Tätigkeit (z.B. Chemie für die Ausbildung als Chemielaborant).


Außerdem sollten sie (außer-)schulische Engagements erwähnen. Soziale oder schulische Engagements (z.B. Klassensprecher, AG-Mitgliedschaft, Ehrenamt) vermitteln den Personaler*innen einen besseren Einblick in die Persönlichkeit der Schülerin bzw. des Schülers und können dadurch einen Vorteil gegenüber anderen Bewerber*innen darstellen.


Folgende Abschnitte umfasst der Lebenslauf als Schüler*in in der Regel:

  • Persönliche Daten

  • Schulische Bildung (inklusive Noten)
  • Praktika
  • Besondere Kenntnisse (vor allem Sprachkenntnisse)
  • Interessen und Hobbys
  • Ort, Datum und Unterschrift

Tabellarischer Lebenslauf für die Uni

Insbesondere bei der Bewerbung für einen Masterstudiengang oder ein duales Studium ist häufig ein tabellarischer Lebenslauf notwendig. Dieser fällt in der Regel relativ kurz aus und sollte vor allem vermitteln, welche Erfahrungen und Qualifikationen der*die angehende Student*in bisher erworben hat (z.B. Schullaufbahn, Ausbildung).


Zwecks mangelnder Berufserfahrung sollte der Fokus beim tabellarischen Lebenslauf für die Uni auf den akademischen Aspekten liegen. Aus diesem Grund wird hier die Schulbildung noch vor eventueller praktischer Erfahrung angegeben. Hier sollten im Rahmen der Schulbildung beispielsweise Leistungskurse und besonders relevante Fächer hervorgehoben werden, um die fachliche Eignung für das angestrebte Studium zu unterstreichen.


Die Angabe von Mitgliedschaften in Vereinen oder Organisationen sowie von (außer-)schulischen Engagements kann dabei helfen, Interesse für ein Studienfach oder bestimmte Soft Skills zu signalisieren. Außerdem können Hobbys und Interessen genutzt werden, um die eigene Persönlichkeit und soziale Kompetenzen herauszustellen und sich von anderen Bewerber*innen abzugrenzen. Wer beispielsweise im Lebenslauf als Hobby „Programmieren“ angibt, kann damit beispielsweise bei der Bewerbung für ein Informatikstudium glänzen.


Grundsätzlich sollte ein Lebenslauf für die Uni folgende Abschnitte umfassen:

  • Persönliche Daten

  • Bildungsweg
  • Berufserfahrung
  • Weitere Kenntnisse

Optional können zusätzliche Abschnitte hinzugefügt werden:

  • Weiterbildung (Kurse und Seminare)

  • Auslandserfahrung
  • Soziales Engagement
  • Hobbys und Interessen

Der tabellarische Lebenslauf für die Uni geht meist Hand in Hand mit einem Motivationsschreiben für das Studium, welches die Eignung der Bewerber*innen für den jeweiligen Studiengang verdeutlichen soll.

Tabellarischer Lebenslauf auf Englisch

Bei einer Bewerbung im Ausland oder einem multinationalen Konzern ist ein englischer Lebenslauf gefragt. Handelt es sich um ein deutsches Unternehmen, das lediglich international agiert, reicht oft eine Übersetzung inklusive minimaler Anpassungen des Lebenslaufs, weil häufig dennoch der deutsche Standard gewünscht ist. Wenn Sie sich hingegen im englischsprachigen Ausland bewerben, ist je nach Land entweder ein Curriculum Vitae (CV) oder ein Résumé erforderlich.


Das Résumé wird vorwiegend im nordamerikanischen Bereich verwendet, während sich das Curriculum Vitae in der restlichen englischsprachigen Arbeitswelt durchgesetzt hat. Die gravierendsten Unterschiede bilden vor allem die Länge und die abgebildeten Informationen bezüglich des Werdegangs. Beim Curriculum Vitae sollten Sie deutlich detaillierter auf Ihren Werdegang eingehen und diesen lückenlos wiedergeben, während beim Résumé weiter zurückliegende / irrelevante Positionen zusammengefasst oder sogar weggelassen werden.


Der englische Lebenslauf umfasst abhängig vom Grad der Erfahrung und Qualifikationen die folgenden Kategorien:

  • Persönliche Daten – Personal Information 

  • Zusammenfassung / Karriereziel – (Executive) Summary / Career Objective
  • Fachgebiete – Areas of Expertise
  • Berufserfahrung – Professional Experience
  • Praktika – Internships
  • Akademische Bildung – Academic Background
  • Bildung – Education
  • Weiterbildungen – Continuing Training
  • Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten – Additional Skills and Qualification
  • Referenzen – References

Anders als den deutschen Lebenslauf müssen Sie den englischen Lebenslauf nicht unterschreiben und auch nicht mit Datum und Ort versehen

Häufige Fehler im tabellarischen Lebenslauf

Die Erstellung eines tabellarischen Lebenslaufs birgt einige Fehlerquellen. Damit Ihnen diese Fehler bei der Erstellung nicht unterlaufen, listen wir Ihnen die häufigsten Fehler im Folgenden auf:

  • Falsche Chronologie: Ihren Werdegang geben Sie im tabellarischen Lebenslauf immer antichronologisch an.

  • Fehlende Tätigkeitsbeschreibungen: Eine Positionsbeschreibung allein reicht oft nicht aus, damit sich Personalverantwortliche ein Bild von Ihren Erfahrungen machen können.
  • Unterschrift vergessen: Sie sollten Ihren Lebenslauf ebenso wie Ihr Anschreiben immer unterschreiben, um den Eindruck von fehlender Sorgfalt bei der Erstellung zu vermeiden.
  • Irrelevante Angaben: Auch beim Lebenslauf ist Relevanz für die Stelle essenziell. Auf die Angabe branchenfremder Praktika oder der Grundschule sollten Sie beispielsweise verzichten.
  • Unregelmäßigkeiten bei der Formatierung: Sie sollten auf ein einheitliches Schriftbild achten und sich im Vorhinein ein Konzept dazu überlegen, welche Überschriftenstruktur, Schriftarten und -größen Sie verwenden möchten.
  • Falsche Einrückungen: Bei der Formatierung Ihres tabellarischen Lebenslaufs sollten Sie immer die TAB-Taste verwenden und Einrückungen nie mit der Leertaste vornehmen, um unschöne Darstellungsfehler zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen zum tabellarischen Lebenslauf

Warum wird oft ein tabellarischer Lebenslauf gefordert?

Ein tabellarischer Lebenslauf wird häufig gefordert, weil er durch seinen übersichtlichen Aufbau und die tabellarische Struktur Personalverantwortlichen schnell einen Überblick über Ihren Werdegang und Ihre Eignung für die angestrebte Stelle vermittelt. 

Dürfen Lebenslauf-Vorlagen bei der Bewerbung verwendet werden?
Vorlagen können vor allem für einen Lebenslauf gut verwendet werden, um die eigenen Informationen in einem ansprechenden Design darzustellen. Lebenslauf-Vorlagen sind meist mit Mustertexten versehen, welche Sie selbstverständlich durch Ihre eigenen Informationen ersetzen müssen. Wichtig ist, dass Sie nur professionelle Vorlagen verwenden, die zu der jeweiligen Branche beziehungsweise zu Ihrer Situation passen.
Muss ein Lebenslauf ein Foto enthalten?
Es ist keine Pflicht, ein Bewerbungsfoto in den Lebenslauf zu integrieren und es ist sogar gesetzlich im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) geregelt, dass Arbeitgeber kein Bewerbungsfoto von Ihnen verlangen dürfen. Jedoch ist es in Deutschland immer noch gang und gäbe und kann durchaus einen positiven Eindruck bei Personaler*innen erwecken. Wenn Sie Ihrem Lebenslauf ein Deckblatt hinzufügen, sollten Sie dieses in jedem Fall mit einem Foto versehen. Dieses ersetzt dann das Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf selbst.
Schreibe ich Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten in den Lebenslauf?
Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten sollten Sie nur in Ihrem (tabellarischen) Lebenslauf erwähnen, wenn diese eine Relevanz für die angestrebte Stelle haben. Außerdem sollten Sie auf die Angabe von Hobbys bei vorhandener Berufserfahrung eher verzichten und den Fokus stattdessen auf vorhandene Qualifikationen und Kenntnisse legen. Ehrenamtliche Tätigkeiten sollten Sie nur angeben, wenn es sich dabei um konstante, über einen längeren Zeitraum ausgeübte Tätigkeiten handelt.
Kann ein tabellarischer Lebenslauf auch chronologisch verfasst werden?
Nein, ein tabellarischer Lebenslauf muss immer antichronologisch verfasst werden. Dies ist eine Formvorschrift und wenn Sie den Lebenslauf dennoch chronologisch gestalten, kann dies schnell als Formfehler wahrgenommen werden, was sich negativ auf Ihre Chancen als Bewerber*in auswirken kann.

Wie decken Personaler*innen Lücken im Lebenslauf auf?

Bekannte Tricks, mit denen Bewerber*innen versuchen, Lücken im Lebenslauf zu vertuschen, sind ungenaue Zeitangaben, wenn zum Beispiel nur die Jahreszahl und nicht die Monate angegeben werden. Auch eine längere Auszeit als Sprachreise zu verkaufen, geht schnell nach hinten los. Personalverantwortliche kennen diese Tricks und werden sich nach Zertifikaten und Nachweisen erkundigen und einer Lüge so schnell auf die Schliche kommen.
Benötigt ein tabellarischer Lebenslauf ein Deckblatt?
Ein tabellarischer Lebenslauf benötigt nicht zwingend ein Deckblatt. Er gilt auch ohne Deckblatt als vollwertiges Bewerbungsdokument. Wenn Sie sich jedoch besonders aus der Masse abheben wollen, können Sie Ihrem Lebenslauf ein professionell gestaltetes Deckblatt beifügen, welches Ihre wichtigsten Qualifikationen und Kontaktdaten übersichtlich darstellt.
Funktionaler, ausführlicher oder tabellarischer Lebenslauf?
Sie sollten sich immer danach richten, welche Form des Lebenslaufs in der Stellenanzeige gefordert wird. Wenn nicht ausdrücklich ein anderer Lebenslauf verlangt wird, handelt es sich in der Regel um einen tabellarischen Lebenslauf. Ein ausführlicher Lebenslauf, bei dem der Werdegang chronologisch in Form eines Fließtexts geschildert wird, wird eher selten verlangt. Noch seltener kommt der funktionale Lebenslauf zum Einsatz, bei dem die einzelnen Stationen des Werdegangs nicht in der zeitlichen Reihenfolge, sondern nach Funktionen angeordnet aufgelistet werden.

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