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Berufliche Neuorientierung: Arbeiten Sie im falschen Job?

Gehalt als Faktor für die berufliche Neuorientierung

„Wenn es sich wie Schmerzensgeld und nicht wie Lohn anfühlt, solltest Du den Job wechseln!“

Dieser Spruch kreist seit einiger Zeit durch das Internet. Manche Menschen stimmen kopfnickend zu, anderen wiederum entlockt der Spruch eher ein müdes Lächeln.

Wir widmen uns heute dem Thema der beruflichen Neuorientierung und fragen uns: Wie kann eine berufliche Neuorientierung gegen Unzufriedenheit helfen? Kann sie überhaupt helfen?

Unzufriedenheit als wesentlicher Faktor für die berufliche Neuorientierung

Ihr Chef lädt nur noch Aktenstapel nach Aktenstapel zur sukzessiven Abarbeitung auf ihrem Schreibtisch ab. Bezahlte Überstunden sind ein Fremdwort und die Urlaubstage knapp bemessen. Ihre Aufgaben langweilen Sie und seitdem Sie vor zwei Stunden zuletzt auf die Uhr geschaut haben, sind tatsächlich erst 20 Minuten vergangen.

Zuhause sowie im Freundes- und Bekanntenkreis mag niemand mehr Ihr Gemecker hören, weil Sie ja schließlich nur selbst etwas daran ändern können und die Dinge nun beizeiten mal in die Hand nehmen sollten. Denn „jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“.

Noch so ein Spruch, in dem zwar ebenfalls Wahrheit steckt, aber keine Lösung enthalten ist.

Nur weg hier! Die Bewerbung als Ausweg aus der Unzufriedenheit

Regelmäßig erreichen uns Anfragen von Personen, die mit ihrer aktuellen beruflichen Situation massiv unzufrieden sind. Die Personen hinter diesen Anfragen sehnen sich nach einer Veränderung und vor allem nach einer Verbesserung.

Die einzig logische Lösung für diese Form der Unzufriedenheit sei eine berufliche Neuorientierung. Ein neuer Anfang nach monatelangem, teilweise jahrelangem Aushalten der aktuellen Tätigkeit. Nochmal alles auf null setzen und bei einem neuen Arbeitgeber endlich zufrieden sein.

Das klingt soweit erst einmal nachvollziehbar, jedoch ist ein neuer Anfang bei einem neuen Arbeitgeber kein Allheilmittel gegen die vorherrschende Unzufriedenheit und birgt Risiken, die aufgrund der Fokussierung auf die Veränderung gerne übersehen werden.

Ein neuer Anfang ist kein Garant für Zufriedenheit

Sie haben die Nase voll von Ihrem aktuellen Job? Sie möchten am liebsten alles hinschmeißen? Die Gründe dafür werden von Mensch zu Mensch variieren. Allerdings wählen viele Menschen den falschen (Aus-)Weg, suchen sich einen neuen Job bei einem neuen Arbeitgeber und stellen dann fest: Hier ist es auch nicht viel besser.

Da die Situation inzwischen vertraut ist, möchten diese Menschen natürlich nicht erst abwarten, bis die Unzufriedenheit nicht mehr auszuhalten ist und schauen sich innerhalb weniger Monate bereits wieder nach beruflichen Alternativen um. Jedoch ist es gerade diese kurzfristige Tätigkeit, die bei den folgenden Bewerbungsprozessen Fragen entstehen lässt.

Bei kommenden Vorstellungsgesprächen wird die Frage kommen: „Warum sind Sie nach so kurzer Zeit bereits wieder auf der Jobsuche?“. Eine berechtigte Frage, denn „wie können wir sichergehen, dass Sie sich nicht in ein paar Monaten wieder anderweitig orientieren werden?“ – wer hier keine plausiblen Gründe vorlegen kann, ist schnell unten durch.

Warum genau sind Sie unzufrieden?

Bevor Sie also eine Kündigung als Rettungsleine fehlinterpretieren und sich anschließend im freien Fall in Richtung Erwerbslosigkeit wiederfinden, sollten Sie überlegen, woher Ihre Unzufriedenheit stammt. Mit großer Wahrscheinlichkeit haben sich über die Jahre mehrere kleine Faktoren angesammelt – und jetzt ist das Maß voll.

Erinnern Sie sich daran, warum Sie Ihren aktuellen Job angenommen haben. Es wird sicherlich nicht alles von Anfang an schlecht gewesen sein – eher dürfte das Gegenteil zutreffen, sonst hätten Sie sich wohl kaum für den Job und den Arbeitgeber entschieden.

Machen Sie sich ebenfalls bewusst, was Sie am meisten an Ihrer aktuellen Situation stört. Ist das größte Übel erfasst, gehen Sie an die kleinen Details. Suchen Sie nach den Ursachen für Ihre Unzufriedenheit, die der Auslöser für den gedanklichen Impuls ist, alles hinzuschmeißen.

Ursachen für das Bedürfnis, den Job zu kündigen

Ergebnis der statistischen Erhebung aus 2015

Eine statistische Erhebung des Unternehmensnetzwerks Ernst & Young aus dem Jahr 2015 hat die Hauptgründe aufgetan, warum Menschen der Jahrgänge 1977 bis 1998 in Deutschland ihren Job kündigen. Zu häufige Überstunden belegen dabei den ersten Platz. Drei Viertel der befragten Zielgruppe nannten die außerordentliche und zusätzliche Arbeitszeit als Kündigungsgrund. Auf den Plätzen zwei bis fünf finden sich (der Reihe nach): Geringe Gehaltssteigerungen, entstehende Nachteile durch die Inanspruchnahme flexibler Arbeitszeitmodelle, mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen sowie zu wenig erlaubte Flexibilität seitens der Vorgesetzten.

Wie bereits erwähnt sind die Gründe, zu kündigen und sich beruflich neu zu orientieren, von Mensch zu Mensch verschieden. Somit werden Sie für sich selbst wahrscheinlich noch ganz andere Stör- oder Frustfaktoren sehen. Wenn Sie sich dieser bewusst sind, können Sie agieren.

Berufliche Neuorientierung vs. Karriereflexibilität

Bevor Sie allerdings im Anschluss direkt eine Kündigung aufsetzen und anfangen, die ersten Bewerbungen zu schreiben oder schreiben zu lassen, lohnt es sich unter Umständen, einen anderen Weg zu wählen: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten oder der Geschäftsführung.

Wenn beispielsweise Ihre Aufgaben Sie nur noch langweilen oder Sie in Ihrer aktuellen Position auf der Stelle stehen, kann eine Veränderung innerhalb des Unternehmens die beste Lösung sein. Das Stichwort hierbei lautet „Karriereflexibilität“.

Insbesondere Mitarbeiter, die bereits seit längerer Zeit für ein Unternehmen tätig sind, können durch einen Wechsel in ein anderes Aufgabengebiet, in eine andere Abteilung dort mit einem neuen Blickwinkel auf bestehende Prozesse für frischen Wind und in Schlussfolgerung für wirtschaftliche Erfolge sorgen. Vielen Chefs ist das durchaus bewusst, weshalb sich ein offenes Gespräch durchaus lohnen kann.

Berufliche Neuorientierung beim aktuellen Arbeitgeber

Auf das Gespräch sollten Sie sich natürlich vorbereiten. Es bringt wenig, wenn Sie Ihrem Chef lediglich sagen, dass Sie mit der derzeitigen Situation unzufrieden sind. Schlagen Sie Alternativen vor.

Dazu stellen Sie sich selbst im Vorfeld Fragen folgender Art:

    • Was kann ich am besten?
    • Welche Aufgaben passen zu mir?
    • In welcher geistigen oder emotionalen Umgebung blühe ich auf?
    • Was ist das zentrale treibende Motiv bei meiner Arbeit?
    • Welche Themen interessieren mich am meisten?

    Haben Sie passende Antworten parat, so haben Sie auch eine klare Argumentationslinie. So wird aus dem vermeintlichen Meckern ein konstruktives Gespräch. Sollte sich dadurch keine für beide Seiten akzeptable Lösung finden lassen, können Sie immer noch eine Kündigung in Betracht ziehen.

Checkliste zur beruflichen Neuorientierung

Einhergehend mit dem Entschluss, sich einen neuen Job bei einem neuen Arbeitgeber zu suchen, sollten Sie ebenfalls nicht unvorbereitet an das Vorhaben herangehen. Eine Checkliste der folgenden Art kann Ihnen bei der Orientierung helfen:

    • Finden Sie heraus, welche Erwartungshaltung Sie an Ihren Beruf haben
    • Finden Sie Ihren Traumberuf
    • Wenn Sie nicht wissen, welcher Beruf Ihnen am besten liegen könnte, lassen Sie sich bei der beruflichen Neuorientierung helfen (Berufsberater der Arbeitsagentur, Volkshochschulen, Berufswahltests und Berufsinformationen im Internet, private Berufs- oder Karriereberater)
    • Prüfen Sie genau, ob Sie alle Voraussetzungen für diesen Beruf erfüllen
    • Machen Sie sich ein realistisches Bild von dem Beruf, zum Beispiel durch gezielte Recherche, Gespräche im Freundes- und Familienkreis oder durch ein Praktikum
    • Wenn Sie merken, dass Ihre Vision realisierbar ist, setzen Sie den Plan in die Tat um
    • Beginnen Sie mit dem Schreiben von Bewerbungen
    • Wenn Ihnen das Schreiben der Bewerbungen Schwierigkeiten bereitet, nehmen Sie die Unterstützung durch einen professionellen Bewerbungsservice in Anspruch
    • Sprechen Sie Ihre Vorstellungen und Erwartungen in Jobinterviews offen und ehrlich an

Fazit

Wie in vielen anderen Bereichen des Lebens ist es nicht ratsam, Dinge so lange zu dulden, bis einem der sprichwörtliche Kragen platzt. Führen Sie sich Ihre Situation vor Augen, machen Sie sich die Ursachen für Ihre Unzufriedenheit bewusst und suchen Sie den Dialog mit den jeweils dafür zuständigen Ansprechpartnern. Achten Sie auf eine konstruktive Gesprächsführung und vermeiden Sie, Opfer einer Kurzschlussreaktion zu werden, die Sie später bereuen könnten.

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