Zwischenzeugnis

Zwischenzeugnis
Zwischenzeugnis Vorlage - Gratis Download weiter unten!

Das Zwischenzeugnis belegt die Erfolge und Leistungen eines Arbeitnehmers und kann unter anderem für die Bewerbung für eine höhere Position im Unternehmen genutzt werden.

Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, den Arbeitnehmer wahrheitsgemäß, aber wohlwollend zu bewerten, weshalb die Leistungsbewertung auf dem Papier immer zugunsten des Mitarbeiters ausfällt.

Um auch negative Leistungen in einem Zwischenzeugnis darzustellen, hat sich im Lauf der Zeit ein Zeugniscode entwickelt, welcher die Schwächen des Arbeitnehmers in vermeintlich positiven Formulierungen aufzeigt.

Welche Bedeutungen genau hinter den Formulierungen im Zwischenzeugnis stecken, welche Inhalte auf keinen Fall fehlen dürfen und wie Sie am besten ein Zwischenzeugnis beantragen, zeigen wir in diesem Artikel.

Aufbau und Inhalt eines Zwischenzeugnisses

Beim Zwischenzeugnis wird zwischen dem einfachen und dem qualifizierten Zwischenzeugnis unterscheiden. Das einfache Zwischenzeugnis gibt Auskunft über die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses sowie über die ausgeübten Tätigkeiten. Ein qualifiziertes Zwischenzeugnis umfasst - genau wie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis - zusätzlich die Leistungs- und Verhaltensbeurteilung des Arbeitgebers. Es wird entweder vom direkten Vorgesetzten, von der Personalabteilung oder aber vom Mitarbeiter selbst vorbereitet und abschließend vom Vorgesetzten durch eine Unterschrift bestätigt.

Grundsätzlich ist ein qualifiziertes Zwischenzeugnis einem einfachen Zwischenzeugnis vorzuziehen. Da es vermehrt vorkommt, dass der Arbeitnehmer sein Zeugnis selbst erstellen darf und soll, ist besonders auf den richtigen Aufbau zu achten. Zudem sollte der Arbeitnehmer auf eine angemessene Sprache und ehrliche Bewertung achten. Daneben wird das Zwischenzeugnis in Präsensform formuliert und enthält im Gegensatz zum Arbeitszeugnis kein Beendigungsdatum.

Aufbau eines qualifizierten Zwischenzeugnisses

  • Briefkopf des Arbeitgebers
  • Überschrift: „Zwischenzeugnis“
  • Einleitung
  • Unternehmensbeschreibung
  • Tätigkeitsbeschreibung
  • Leistungsbewertung
  • Bewertung des Sozialverhaltens
  • Schlussabsatz
  • Unterschrift des Vorgesetzten

Einleitung

Die Zwischenzeugnis Einleitung enthält den vollständigen Namen, das Geburtsdatum, das Einstellungsdatum und die Positionsbezeichnung des Arbeitnehmers. So kann der Einleitungssatz Ihres Zwischenzeugnisses aussehen:

Herr Max Mustermann, geboren am 01.01.1999 in Musterstadt ist seit dem 01.05.2015 als [Positionsbezeichnung] in unserem Unternehmen beschäftigt.

Unternehmensbeschreibung

Die meisten mittelgroßen und großen Unternehmen haben bereits eine vorgefertigte Unternehmensbeschreibung, sodass der Arbeitnehmer diese übernehmen kann. Wichtig ist, dass die Unternehmensbeschreibung den Namen des Unternehmens, die Branche und das primäre Tätigkeitsfeld beinhaltet. Zusätzlich können Punkte wie die Größe des Unternehmens, die Anzahl der Mitarbeiter sowie die Rechtsform und der Standort aufgeführt sein.

Tätigkeitsbeschreibung

In der Tätigkeitsbeschreibung werden die Tätigkeiten angegeben, die Sie regelmäßig oder dauerhaft ausführen. Aufgaben, welche von großer Relevanz sind, aber nicht regelmäßig ausgeführt werden, können hier ebenfalls genannt werden. Die Tätigkeiten werden im Idealfall nach Relevanz sortiert. Zudem gilt hier: weniger ist mehr. Häufig können Sie sich hier auch an den Tätigkeiten aus der Stellenausschreibung orientieren, wenn diese noch vorhanden ist.

Zusätzlich bietet es sich an, Ihre Personalverantwortung anzugeben. Das Thema Budgetverantwortung kann ebenfalls aufgenommen werden, sofern gute Leistungen im Bereich Verantwortungsbewusstsein und Vertrauenswürdigkeit erlangt wurden. Es besteht die Möglichkeit, die Tätigkeiten als Fließtext oder in Form von Stichpunkten aufzuführen. Der Fließtext ermöglicht es Ihnen, genauere Angaben zu machen, während Stichpunkte eine übersichtlichere Darstellung ermöglichen. Viele Unternehmen wählen die Variante mit Stichpunkten.

Leistungsbewertung

Die subjektive Leistungsbewertung ist für den Arbeitnehmer selbst, aber auch für potenzielle zukünftige Arbeitgeber, ebenfalls von besonderer Bedeutung. Wichtig ist, dass eine ehrliche Bewertung in allen relevanten Aspekten durchgeführt wird. Eine Bewertung mit Bestnote in allen Bereichen wirkt unglaubwürdig und sollte deswegen vermieden werden.

Die Leistungsbewertung sollte nach diesem Schema aufgebaut sein:

  • Arbeitsbereitschaft (Wollen)
  • Arbeitsbefähigung (Können)
  • Fachwissen
  • Arbeitsweise / Arbeitsstil
  • Arbeitserfolg
  • Führungsleistung

Zusätzlich kann ein besonderer Erfolg des Arbeitnehmers aufgenommen werden, um dem Schreiben eine persönliche Note zu verpassen. Einem Personaler wird sofort auffallen, wenn Ihr Zeugnis nur aus gängigen Phrasen zusammengesetzt wurde. Deswegen empfehlen wir Ihnen, Ihr Zwischenzeugnis stets individuell zu verfassen.

Bewertung des Sozialverhaltens

Bei der Bewertung des Sozialverhaltens wird Ihr Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden sowie externen Geschäftspartnern erläutert. Hier ist auf Vollständigkeit und die richtige Reihenfolge zu achten. Im Idealfall wird zuerst das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, anschließend das zu Kollegen und abschließend das zu Kunden bzw. externen Geschäftspartnern erwähnt. Sollte diese Reihenfolge abweichen, ist das ein Indiz dafür, dass beispielsweise Ihr Verhalten gegenüber Ihrem Vorgesetzten nicht einwandfrei war.

Schlussabsatz

Folgende Inhalte sollten Ihrer Abschlussformel vorhanden sein:

  • Begründung für die Erstellung des Zwischenzeugnisses
  • Dank und zusammenfassende Bewertung
  • Hinweis auf die weitere Zusammenarbeit

Die Begründung der Ausstellung eines Zwischenzeugnisses kann beispielsweise „Auf Wunsch des Mitarbeiters“ oder auch „Aufgrund eines Vorgesetztenwechsels innerhalb des Unternehmens“ lauten.

Zwischenzeugnis Formulierungen - Zeugniscode übersetzt

Hinter den im Zwischenzeugnis verwendeten Formulierungen versteckt sich ein Bewertungssystem, welches sich in die klassischen Schulnoten von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ einteilen lässt. Wir haben den Geheimcode für Sie übersetzt und zeigen Ihnen anhand verschiedener Beispiele, wie die Zeugnissprache zu verstehen ist:

Arbeitsbereitschaft

  • sehr gut:
    „Herr / Frau XY zeigt sehr großen Einsatz und außergewöhnliches Engagement.“
    „Wir schätzen die außerordentliche Motivation von Herrn / Frau XY sowie die ausgezeichnete Arbeitseinstellung mit welcher er / sie die Aufgaben erledigt.“
    „XY ist äußerst lernmotiviert und erledigt alle anfallenden Arbeiten des Aufgabengebietes sehr schnell.“
  • gut:
    „Herr / Frau XY zeigt großen Einsatz und viel Engagement.“
    „Wir schätzen die ausgeprägte Motivation von Herrn / Frau XY sowie die gute Arbeitseinstellung mit welcher er / sie die Aufgaben erledigt.“
    „XY ist sehr lernmotiviert und erledigt alle anfallenden Arbeiten des Aufgabengebietes schnell.“
  • befriedigend:
    „Herr / Frau XY zeigt bei uns zufriedenstellenden Einsatz und Engagement.“
    „Wir schätzen die Motivation von Herrn / Frau XY sowie die entsprechende Arbeitseinstellung mit welcher er / sie die Aufgaben erledigt.“
    „XY ist lernmotiviert und erledigt alle anfallenden Arbeiten des Aufgabengebietes in angemessener Zeit.“
  • ausreichend:
    „Herr / Frau XY zeigt ausreichenden Einsatz und Engagement.“
    „Herrn / Frau XY zeigt eine ausreichende Arbeitseinstellung mit welcher er / sie die Aufgaben erledigt.“
    „XY ist ausreichend lernmotiviert und erledigt alle anfallenden Arbeiten des Aufgabengebietes zeitnah.“
  • mangelhaft:
    „Herr / Frau XY zeigt Einsatz und Engagement.“
    „Herr/ Frau XY erledigt seine / ihre Aufgaben.“
    „XY ist lernmotiviert und erledigt alle anfallenden Arbeiten des Aufgabengebietes.“

Arbeitsbefähigung

  • sehr gut:
    „XY besitzt eine sehr gute Auffassungsgabe und ein äußerst ausgeprägtes Denkvermögen.“
    „Nach kurzer Zeit setzt XY die erarbeiteten Fachkenntnisse sehr erfolgreich in die Arbeitsabläufe um.“
    „Herr / Frau XY ist auch in Zeiten hohen Arbeitsanfalls stets sehr belastbar.“
  • gut:
    „XY besitzt eine gute Auffassungsgabe und ein ausgeprägtes Denkvermögen.“
    „Nach kurzer Zeit setzt XY die erarbeiteten Fachkenntnisse mit gutem Erfolg in die Arbeitsabläufe um.“
    „Herr / Frau XY ist auch in Zeiten hohen Arbeitsanfalls stets belastbar.“
  • befriedigend:
    „XY besitzt eine angemessene Auffassungsgabe und ein entsprechendes Denkvermögen.“
    „Nach kurzer Zeit setzt XY die erarbeiteten Fachkenntnisse zufriedenstellend in die Arbeitsabläufe um.“
    „Herr / Frau XY ist auch in Zeiten hohen Arbeitsanfalls belastbar.“
  • ausreichend:
    „XY besitzt eine ausreichende Auffassungsgabe und ausreichendes Denkvermögen.“
    „Nach kurzer Zeit setzt XY die erarbeiteten Fachkenntnisse überwiegend zufriedenstellend in die Arbeitsabläufe um.“
    „Herr / Frau XY ist auch in Zeiten hohen Arbeitsanfalls ausreichend belastbar.“
  • mangelhaft:
    „XY besitzt die notwendige Auffassungsgabe.“
    „Nach einiger Zeit setzt XY die erarbeiteten Fachkenntnisse überwiegend in die Arbeitsabläufe um.“
    „Herr / Frau XY ist auch in Zeiten hohen Arbeitsanfalls überwiegend belastbar.“

Arbeitsweise

  • sehr gut:
    „Dabei ist XYs Vorgehensweise stets sehr systematisch, gründlich und effizient.“
    „Herr / Frau XY erledigt seine / ihre Aufgaben in äußerst lobenswerter Weise.“
    „Alle Aufgaben werden mit äußerster Präzision und enormer Sorgfalt erledigt.“
  • gut:
    „Dabei ist XYs Vorgehensweise stets systematisch, gründlich und effizient.“
    „Herr / Frau XY erledigt seine / ihre Aufgaben in guter Weise.“
    „Alle Aufgaben werden mit guter Präzision und viel Sorgfalt erledigt.“
  • befriedigend:
    „Dabei ist XYs Vorgehensweise systematisch, gründlich und effizient.“
    „Herr / Frau XY erledigt seine / ihre Aufgaben in zufriedenstellender Weise.“
    „Alle Aufgaben werden mit zufriedenstellender Präzision und Sorgfalt erledigt.“
  • ausreichend:
    „Dabei ist XYs Vorgehensweise ausreichend systematisch, gründlich und effizient.“
    „Herr / Frau XY erledigt seine / ihre Aufgaben in angemessener Weise.“
    „Alle Aufgaben werden mit ausreichender Präzision und Sorgfalt erledigt.“
  • mangelhaft:
    „Dabei ist XYs Vorgehensweise überwiegend systematisch, gründlich und effizient.“
    „Herr / Frau XY erledigt seine / ihre Aufgaben entsprechend der Erwartungen.“
    „Alle Aufgaben werden überwiegend mit Präzision und größtenteils mit Sorgfalt erledigt.“
Weitere Beispielformulierungen für das Zwischenzeugnis finden Sie in unserem Artikel „Arbeitszeugnis Formulierungen“.

Arbeitserfolg

  • sehr gut:
    „Frau / Herr XY erledigt die ihm / ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.“
    „Mit XYs Arbeitsergebnissen sind wir stets mehr als zufrieden.“
    „XY überzeugt jederzeit mit herausragender Arbeitsqualität.“
  • gut:
    „Frau / Herr XY erledigt die ihm / ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit.“
    „Mit XYs Arbeitsergebnissen sind wir stets äußerst zufrieden.“
    „XY überzeugt jederzeit mit guter Arbeitsqualität.“
  • befriedigend:
    „Frau / Herr XY erledigt die ihm / ihr übertragenen Aufgaben stets zufriedenstellend.“
    „Mit XYs Arbeitsergebnissen sind wir zufrieden.“
    „XY überzeugt jederzeit mit zufriedenstellender Arbeitsqualität.“
  • ausreichend:
    „Frau / Herr XY erledigt die ihm / ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer ausreichenden Zufriedenheit.“
    „Mit XYs Arbeitsergebnissen sind wir ausreichend zufrieden.“
    „XY überzeugt mit ausreichender Arbeitsqualität.“
  • mangelhaft:
    „Frau / Herr XY erledigt die ihm / ihr übertragenen Aufgaben im erwarteten Maße.“
    „Mit XYs Arbeitsergebnissen sind wir überwiegend zufrieden.“
    „XY überzeugt größtenteils mit seiner / ihrer Arbeitsqualität.“

Gesamtleistung

  • sehr gut:
    „Frau / Herr XY führt den ihm / ihr übertragenen Aufgabenbereich stets zu unserer vollsten Zufriedenheit aus.“
    „Mit XYs Leistungen sind wir stets mehr als zufrieden.“
    „XY überzeugt jederzeit mit herausragenden Leistungen.“
  • gut:
    „Frau / Herr XY führt den ihm / ihr übertragenen Aufgabenbereich stets zu unserer vollen Zufriedenheit aus.“
    „Mit XYs Leistungen sind wir stets äußerst zufrieden.“
    „XY überzeugt jederzeit mit guten Leistungen.“
  • befriedigend:
    „Frau / Herr XY führt den ihm / ihr übertragenen Aufgabenbereich stets zufriedenstellend aus.“
    „Mit XYs Leistungen sind wir zufrieden.“
    „XY überzeugt jederzeit mit angemessenen Leistungen.“
  • ausreichend:
    „Frau / Herr XY führt den ihm / ihr übertragenen Aufgabenbereich ausreichend zufriedenstellend aus.“
    „Mit XYs Leistungen sind wir ausreichend zufrieden.“
    „XY überzeugt jederzeit mit ausreichenden Leistungen.“
  • mangelhaft:
    „Frau / Herr XY führt den ihm / ihr übertragenen Aufgabenbereich überwiegend zufriedenstellend aus.“
    „Mit XYs Leistungen sind wir überwiegend zufrieden.“
    „XY überzeugt größtenteils mit seinen / ihren Leistungen.“

Sozialverhalten

  • sehr gut:
    „Daneben ist XYs Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden jederzeit besonders vorbildlich.“
    „Jederzeit tritt Herr / Frau XY natürlich, höflich und verbindlich auf. Sein / Ihr persönliches Verhalten ist jederzeit sehr gut.“
  • gut:
    „Daneben ist XYs Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden jederzeit vorbildlich.“
    „Jederzeit tritt Herr / Frau XY natürlich, höflich und verbindlich auf. Sein / Ihr persönliches Verhalten ist jederzeit gut.“
  • befriedigend:
    „Daneben ist XYs Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden vorbildlich.“
    „Herr / Frau XY tritt natürlich, höflich und verbindlich auf. Sein / Ihr persönliches Verhalten ist jederzeit angemessen.“
  • ausreichend:
    „Daneben ist XYs Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden angemessen.“
    „Herr / Frau XY tritt natürlich, höflich und verbindlich auf. Sein / Ihr persönliches Verhalten ist überwiegend gut.“
  • mangelhaft:
    „Daneben ist XYs Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden den Erwartungen entsprechend.“
    „Herr / Frau XY tritt überwiegend natürlich, höflich und verbindlich auf. Sein / Ihr persönliches Verhalten ist den Erwartungen entsprechend.“

Zwischenzeugnis Beispiel

Das folgende Beispiel für ein Zwischenzeugnis zeigt Ihnen, wie nur kleinste Optimierungen ein eher durchschnittliches Zwischenzeugnis zu einem überdurchschnittlich guten machen können. Die Vorlage für das korrigierte Beispiel finden Sie weiter unten als kostenlosen Download.

Zwischenzeugnis Beispiel
  • Hier sollten Sie auch die Anzahl der Mitarbeiter nennen und so Ihren Verantwortungsbereich näher beschreiben.
  • Diese Aufgabe wird nur gelegentlich ausgeführt und kann somit weggelassen werden, um den Fokus auf die dauerhaften Tätigkeiten zu lenken.
  • Ergänzen Sie das Wort „außerordentlich“, um die Bewertung zu verbessern.
  • Sie entsprechen den Erwartungen mit dieser Formulierung „nur“ überwiegend. Betonen Sie lieber, dass Sie die Erwartungen jederzeit und vollständig erfüllt haben.
  • Hier sollten Sie „sehr gut“ statt „gut“ verwenden, um die entsprechende Schulnote widerzuspiegeln.
  • Betonen Sie, wie umfangreich Ihr Fachwissen ist.
  • Diese Aussage kann mit der Ergänzung von positiven Adjektiven aufgewertet werden. So können Sie hier beispielsweise „stets professionelles, freundliches und zuvorkommendes Auftreten“ schreiben.
  • An dieser Stelle ist es sinnvoll, die Art Ihrer Beteiligung zu ergänzen, insbesondere wenn Sie bei diesem Projekt die Teamleitung übernommen haben.
  • Nennen Sie hier konkrete prozentuale Werte, um Ihre Leistung zu unterstreichen.
  • Vergessen Sie niemals die Gesamtbewertung am Ende des Zeugnisses. Hier sollten Sie noch einmal betonen, dass Ihre Leistungen sehr gut waren.

Kostenlose Zwischenzeugnis Vorlage

Sie möchten die korrigierte Version des oben gezeigten Beispiels einsehen? Dann laden Sie sich unsere Vorlage mit einem Klick auf den folgenden Button herunter:


Zwischenzeugnis anfordern - Mögliche Begründungen

Ihr Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, Ihnen ein Zwischenzeugnis auszustellen, sofern dies nicht begründet ist. In der Gesetzgebung ist festgehalten, dass für die Erstellung eines Zwischenzeugnisses ein „triftiger Grund“ vorliegen muss. Hierbei ist es nicht ratsam, von einem Jobwechsel zu sprechen. Vielmehr sind triftige Gründe:

  • Ein Vorgesetztenwechsel oder ein Wechsel des eigenen Arbeitsplatzes innerhalb des Unternehmens
  • Eine langjährige Unternehmenszugehörigkeit, ohne Erhalt einer Beurteilung
  • Eine Betriebsübernahme
  • Geplanter Stellenabbau
  • Bevorstehen einer längeren Abwesenheit (z. B. Elternzeit)
  • Anstreben einer Fort- / Weiterbildung, wofür ein Zwischenzeugnis vorausgesetzt wird
  • Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses durch einen Aufhebungsvertrag
  • Verkürzung einer Berufsausbildung
Insbesondere wenn Ihr Vorgesetzter das Unternehmen verlässt oder einen Positionswechsel anstrebt, sollten Sie bei ihm ein qualifiziertes Zwischenzeugnis anfordern, da dieser Ihre Leistungen am besten bewerten kann.

Wir zeigen Ihnen anhand von verschiedenen Beispielen zu den oben genannten Situationen, wie Sie Ihren Vorgesetzten um die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses bitten können. Unabhängig von Ihrer Situation sollten Sie immer die aktuelle Lage des Unternehmens berücksichtigen. Wenn Ihr Arbeitgeber eine schwierige Phase durchmacht, kann sich die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses verzögern. Wir empfehlen daher, bei der Anfrage eine angemessene Frist zu setzen.

Wechsel des eigenen Arbeitsplatzes oder Vorgesetztenwechsel

Wenn Sie vor einem Arbeitsplatzwechsel stehen und Ihre Leistung in dieser Position reflektieren möchten, macht es Sinn, ein Zwischenzeugnis zu beantragen. Beispielformulierung:

Sehr geehrter Herr Muster,

aufgrund meines zukünftigen Positionswechsels innerhalb der Musterfirma bitte ich Sie um die Ausstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses bis zum TT.MM.JJJJ. Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit und freue mich, auch in Zukunft Teil dieses Unternehmens zu sein.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Ähnlich kann der Text für einen Vorgesetztenwechsel aussehen:

Sehr geehrter Herr Muster,

aufgrund Ihres zukünftigen Positionswechsels innerhalb der Musterfirma bitte ich Sie um die Ausstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses bis zum TT.MM.JJJJ. Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit und wünsche Ihnen in Ihrer neuen Position viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Langjährige Unternehmenszugehörigkeit

Auch bei einer langjährigen Unternehmenszugehörigkeit ist es nachvollziehbar, ein Zwischenzeugnis zu wünschen. Formulieren können Sie die Anfrage wie folgt:

Sehr geehrter Herr Muster,

aufgrund meiner langjährigen Unternehmenszugehörigkeit möchte ich meine Leistung der letzten Jahre reflektieren, um auch in Zukunft zum Unternehmenserfolg beizutragen. Daher bitte ich Sie um die Erstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses, wenn möglich bis zum TT.MM.JJJJ. Ich bedanke mich und freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Betriebsübernahme

Wenn Ihr Betrieb von einem anderen Unternehmen übernommen wird, können Sie zukünftige Kündigungen und Positionswechsel nicht ausschließen. Damit Sie im Fall der Fälle gut gerüstet sind, können Sie folgendermaßen auf ein Zwischenzeugnis bestehen:

Sehr geehrter Herr Muster,

aufgrund der angekündigten Betriebsübernahme möchte ich einen Überblick über meine Leistungen erhalten. Daher bitte ich Sie um die Erstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses bis zum TT.MM.JJJJ. Ich bedanke mich und freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Geplanter Stellenabbau

Wenn Sie wissen, dass Stellen abgebaut werden sollen und Sie für zukünftige Herausforderungen vorbereitet sein wollen, können Sie auch in diesem Fall ein Zwischenzeugnis anfordern:

Sehr geehrter Herr Muster,

aufgrund des geplanten Stellenabbaus möchte ich einen Überblick über meine Leistungen erhalten, um auch weiterhin einen Teil zum Unternehmenserfolg beizutragen. Daher bitte ich Sie um die Erstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses bis zum TT.MM.JJJJ. Ich bedanke mich und freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Längere Abwesenheit

Sollten Sie zukünftig eine längere Abwesenheit bspw. durch Elternzeit planen, können Sie vorher ein Zwischenzeugnis anfordern. Beispielsweise so: 

Sehr geehrter Herr Muster,

wie Sie wissen, werde ich ab dem TT.MM.JJJJ in Elternzeit gehen. Da ich in dieser Zeit meine Fähigkeiten weiter ausbauen möchte, bitte ich Sie um die Erstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses bis zum TT.MM.JJJJ. Ich bedanke mich und freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Fort- / Weiterbildung

Wenn Sie für eine Fort- oder Weiterbildung ein Zwischenzeugnis benötigen, sollten Sie offen mit Ihrem Vorgesetzten umgehen und ihm Ihre Situation sachlich erläutern:

Sehr geehrter Herr Muster,

ich möchte an der Fortbildung „Muster für Muster“ teilnehmen. Um diese Möglichkeit nutzen zu können, benötige ich ein qualifiziertes Zwischenzeugnis. Um die Ausstellung eines solchen möchte ich Sie hiermit gerne bis zum TT.MM.JJJJ bitten. Ich bedanke mich und freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses durch Aufhebungsvertrag

Wenn aufgrund von Stellenabbau auch Ihre Position wegfällt und in Ihrem Aufhebungsvertrag das Austrittsdatum noch mehrere Monate in der Zukunft liegt, können Sie um die vorzeitige Ausstellung eines Zwischenzeugnisses bitten: 

Sehr geehrter Herr Muster,

aufgrund des Stellenabbaus muss auch ich das Unternehmen zukünftig verlassen. Ich bedauere dies sehr. Um bereits jetzt für die zukünftige Bewerbungsphase vorbereitet zu sein, bitte ich Sie um die Erstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses bis zum TT.MM.JJJJ. Ich bedanke mich für die angenehme Zusammenarbeit und die gute Zeit bei Musterunternehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Verkürzung der Berufsausbildung

Sie möchten während Ihrer Ausbildung ein Zwischenzeugnis erhalten? Auch das ist möglich. Gehen Sie hierzu freundlich auf Ihren Vorgesetzten oder auf Ihren Betreuer zu und begründen Sie den Wunsch nach einem Zwischenzeugnis beispielsweise so: 

Sehr geehrter Herr Muster,

ich möchte einen Überblick über meine Leistungen und Ihre Einschätzung zu meiner Arbeitsqualität erhalten. Daher bitte ich Sie um die Erstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses. Da ich in Kürze die Hälfte meiner Ausbildungszeit erfolgreich abgeschlossen habe, bitte ich Sie um eine Ausstellung bis zum TT.MM.JJJJ. Ich bedanke mich und freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Das endgültige Ausbildungszeugnis wird nach Beendigung der Ausbildung erstellt und beinhaltet ebenfalls die durchgeführten Aufgaben sowie die durchlaufenden Abteilungen. Neben den Tätigkeiten und der Leistungsbeurteilung wird zusätzlich die Abschlussnote im Zeugnis vermerkt. Daneben wird in der Schlussformel vermerkt, ob der Auszubildende vom Unternehmen übernommen wird.


Zwischenzeugnis erhalten - gut oder schlecht?

Ob Sie ein Zwischenzeugnis bei Ihrer Bewerbung mitschicken sollte gut überlegt sein. Wenn es sich hierbei um ein schlechtes Zwischenzeugnis handelt, kann der positive erste Eindruck, den der Personaler durch Ihre Bewerbungsunterlagen erhalten hat, schnell verfliegen.

Wenn Sie ein Zwischenzeugnis besitzen und sich nicht sicher sind, ob es sich hierbei um ein gutes Zeugnis handelt, können Sie dieses mit den oben genannten Hinweisen prüfen oder eine professionelle Korrektur in Anspruch nehmen. Diesen Service übernehmen wir gerne für Sie! Auch die Erstellung eines Zwischenzeugnisses ist möglich.