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Bewerbungsflyer – Hot or not?

Der Bewerbungsflyer rückt immer häufiger in den Mittelpunkt von Bewerbungsratgebern und Karriereprofis. Ein hilfreiches Gimmick für Bewerber, welches vermeintlich die Karriere ankurbeln soll. Aber ist der Bewerbungsflyer wirklich so sinnvoll? Hier erfahren Sie alles zu diesem Thema!

Der Bewerbungsflyer – was hat es damit auf sich?

Der Bewerbungsflyer ist im Prinzip eine zusammengefasste Bewerbung, reduziert auf eine DIN-A4-Seite. Statt für Anschreiben und Deckblatt je eine einzelne Seite innerhalb der Bewerbungsunterlagen zur Verfügung zu haben, werden die dortigen Informationen mit dem kompletten beruflichen Werdegang auf einer Seite zusammengefasst. Ebenfalls sollte das Bewerbungsfoto auf der Vorderseite nicht vergessen werden. Zudem kann dann die Rückseite dieses Flyers dazu genutzt werden, um die Ausbildung nebst Weiter- und Fortbildungen sowie die persönlichen Erfolge und Stärken zu benennen. Ebenfalls sollte auf der letzten Seite das Angebot des Bewerbers stehen, die vollständigen Bewerbungsunterlagen inklusive aller Anlagen nachzureichen.

Wer braucht einen Bewerbungsflyer?

Diese Form der Bewerbung ist vor allem für Job- und Karrieremessen vorgesehen, nicht aber als Ersatz für die kompletten individuellen Bewerbungsunterlagen. Auf einer Jobmesse wird der Bewerbungsflyer sozusagen als „Appetizer“ genutzt. Bei interessanten Unternehmen soll damit das Interesse an einem potenziell geeigneten Kandidaten geweckt werden. Der Vorteil des Bewerbungsflyers liegt darin, dass es für Sie als Bewerber wesentlich handlicher ist, mit Flyern über eine Messe zu schlendern. Schließlich sind klassische ausgedruckte Bewerbungsmappen weder für ihr handliches Design noch für die geringen Kosten bekannt.

Wie gestalte ich einen Bewerbungsflyer?

Bei einem Bewerbungsflyer werden sowohl Vorder- als auch Rückseite in drei Spalten unterteilt.

Die Vorderseite beinhaltet (jeweils in einer Spalte):

  • Name, Adresse und Foto
  • beruflicher Werdegang (stark reduzierter Lebenslauf)
  • besondere Qualifikationen

Auf der Rückseite ergibt sich folgende Einteilung:

Die Aufteilung der Vorderseite eines Bewerbungsflyers

Was spricht alles für einen Bewerbungsflyer?

Es gibt ein paar wenige Argumente, die für den Gebrauch eines Bewerbungsflyers sprechen. Zu nennen wären da die Folgenden:

  1. Ein Flyer ist handlich, sowohl für Sie als Bewerber als auch für Arbeitgeber
  2. Er kann mit wenigen Änderungen für verschiedene Jobs genutzt werden
  3. Auf einem DIN-A4-Blatt befinden sich komprimiert die wichtigsten Angaben aus dem Lebenslauf – dies sei wesentlich informativer als eine Visitenkarte, so lassen viele Karriereexperten verlauten

Entgegen dieser Vorteile birgt der Gebrauch eines Flyers einige negative Aspekte, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.

Was gegen einen Bewerbungsflyer spricht:

  1. Flyer ist nicht gleich Flyer: Jeder kennt den Umgang mit Werbeflyern, die mit verschiedenen Angeboten sowie einem Lächeln in die Hand gedrückt werden. Kaum dass ein Flyer in der Hand liegt, wird dieser schnell zur Fütterung des nächsten Mülleimers genutzt.Damit dies nicht geschieht, müssen einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden (z. B. Papierstärke, Layout, Farbwahl)
  2. Wer nicht aus dem kreativen Bereich kommt oder sich privat professionell mit der Erstellung von Flyern beschäftigt, kann bezüglich der Übersichtlichkeit schnell den roten Faden verlieren. Dadurch wird der Flyer von einer übersichtlichen Darstellung zu einem Wirrwarr von Auskünften.
  3. Falsche Informationen: Dies bedeutet nicht, dass Sie falsche Angaben hinsichtlich Ihres Werdegangs sowie Ihrer Kontaktdaten machen. Jedoch kann es schnell vorkommen, dass Sie die falsche Auswahl an scheinbar wichtigen Daten treffen. Dadurch wirken Sie zum einen unorganisiert. Zum anderen scheinen Sie nicht dazu in der Lage zu sein, relevante Informationen von unwichtigen Informationen zu trennen.
  4. Viele relevante Aussagen, abhängig von der Branche sowie den dort genutzten Werkzeugen, können auf einem Flyer nicht übersichtlich untergebracht werden. Teils sind allein schon die Namen der einzelnen Programme so ausführlich, dass eine einzelne Spalte nicht ausreicht.
  5. Bitte bedenken: Es gibt viele Seminare, in denen gerade der Bewerbungsflyer als die Alternative zur Bewerbung via Mail angesehen wird. Das Argument ist, dass dieser PDF-Anhang bei einer Mail nicht mehr von Arbeitgebern gesichtet wird.Fraglich ist zum einen, ob es wirklich der Fall ist, dass Bewerbungsunterlagen als Anhang einer E-Mail nicht mehr geöffnet werden. Zumindest gibt es dahingehend noch keine überprüften Zahlen.Zum anderen bleibt dann die Frage, ob ein Flyer als Anhang geöffnet wird. Denn wer garantiert dies letzten Endes?
  6. Häufig wird verkannt, dass ein Flyer ebenfalls auf eine Position sowie auf ein Unternehmen angepasst werden sollte. Entgegen von Werbeflyern, muss bei einem Bewerbungsflyer sowohl auf die Firma als auch auf die Stelle eingegangen werden.
  7. Achtung: Es gibt viele für gut befundene Muster im Hinblick auf Flyer. Doch wie bei Bewerbungen auch, sollten diese lediglich als Inspiration genutzt werden.

Bewerbungsflyer - Skizze auf einem Block

© stock.tookapic.com

Wie es scheint, birgt ein Bewerbungsflyer selbst viele Risiken, sollte dieser nicht richtig gestaltet werden. Die Bewerbungsschreiber empfehlen, statt zu einem Bewerbungsflyer zu einem Kurzprofil zu greifen. Bei einem Kurzprofil, gerne auch als Kurzbewerbung beschrieben, konzentrieren Sie sich ebenfalls auf eine DIN-A4-Seite – allerdings nur auf die Vorderseite. Weitere Informationen sowie Tipps dazu erhalten Sie bei uns in diesem Beitrag.

Letztlich bleibt Ihnen selbst die Entscheidung überlassen, mit welcher Bewerbungsform Sie die erste Offensive in Richtung Vorstellungsgespräch starten wollen. Insofern Sie bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen Hilfe benötigen, können wir Ihnen in wenigen Schritten helfen. Nehmen Sie einfach und unverbindlich Kontakt zu uns auf. Die Bewerbungsschreiber wünschen Ihnen viel Erfolg!