Lebenslauf - Vorlagen und Tipps von Experten

Ein gelungener Lebenslauf ist, neben einem professionellen Bewerbungsschreiben, das wichtigste Element einer erfolgreichen Bewerbung. An den eigenen Erfahrungen und Qualifikationen lässt sich an dieser Stelle jedoch nichts mehr ändern. Obwohl es häufig vorkommt, dass das eigene Profil nicht zu 100 Prozent auf die Stellenausschreibung passt, können sich clevere Bewerber gute Chancen auf ein Vorstellungsgespräch sichern.

Lebenslauf Arten

Bewerbung ist nicht gleich Bewerbung und Lebenslauf ist nicht gleich Lebenslauf. Logischerweise unterscheidet sich der Inhalt von Bewerber zu Bewerber. Jedoch gibt es ebenfalls in Sachen Struktur und Layout zum Teil gravierende Unterschiede, wenn es um die Erstellung eines Lebenslaufs geht. Im Folgenden stellen wir Ihnen die aktuell gängigsten Lebenslauf Arten vor:

Tabellarischer Lebenslauf

Wie der Name es bereits vermuten lässt, wird diese Art von Lebenslauf in tabellarischer Form aufbereitet. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie eine Tabelle Ihres Lebens zeichnen oder Ihre Excel-Kenntnisse auffrischen müssen. Es geht in erster Linie darum, einem Arbeitgeber in der übersichtlichsten Form zu zeigen, wie sich Ihr persönlicher Werdegang bisher gestaltet hat. Da der Lebenslauf vor allem nicht unnötig in die Länge gezogen werden sollte, finden ausformulierte Sätze und Erläuterungen hier keinen Platz. Kommen Sie auf den Punkt!

Professioneller Lebenslauf

Professionelle Lebensläufe in den Premium-Designs „Schlicht und Elegant“, „Manager“ und „Entschlossen“.

Alexandra Schneider - Bewerbungsexpertin

Ein tabellarischer Lebenslauf ist für die allermeisten Bewerbungen die richtige Wahl, selbst wenn in einer Ausschreibung nicht ausdrücklich darum gebeten wird. Eher kommt es vor, dass bei einer Abweichung von diesem geschaffenen Standard nach einer anderen Art von Lebenslauf gefragt wird. Dies wird dann aller Wahrscheinlichkeit nach ein „ausführlicher“ und / oder „handschriftlicher“ Lebenslauf sein.

Alexandra Schneider - Bewerbungsexpertin

Ausführlicher Lebenslauf

Ein ausführlicher oder handschriftlicher Lebenslauf beinhaltet die gleichen Informationen wie der tabellarische Lebenslauf. Die Informationen werden dabei jedoch, ähnlich wie bei einem Aufsatz, ausformuliert. Sie beschreiben in einem Fließtext, wie sich Ihr bisheriger Werdegang gestaltet hat und wie Sie beim aktuellen Stand angekommen sind. Dies gibt einem Arbeitgeber parallel zum Anschreiben ergänzende Informationen zu den Beweggründen eines Bewerbers.


Es ist zwar nicht immer der Fall, jedoch wird in den meisten Fällen bei dieser Art von Lebenslauf ein handschriftliches Dokument erwartet. Die enthaltenen Informationen liefern einem Arbeitgeber eigentlich bereits alles, was er wissen muss. Zusätzlich kann jedoch die Handschrift Aufschluss über den Charakter und die Persönlichkeit eines Bewerbers geben. Zu diesen Zwecken werden Bewerbungen mit einem ausführlichen, handschriftlichen Lebenslauf nicht selten zusätzlich von Psychologen unter die Lupe genommen.

Ein ausführlicher bzw. handschriftlicher Lebenslauf wird unter anderem von einigen Stiftungen für die Bewerbung um ein Stipendium sowie vereinzelt von Behörden angefordert.

Kreativer Lebenslauf

Um diese Lebenslauf Art werden Sie vermutlich nicht ausdrücklich gebeten. Ein kreativer Lebenslauf kann immer nur für einen ganz speziellen Zweck funktionieren und ist somit nur für vereinzelte Bewerber sinnvoll. Grundsätzlich können Sie hier bei der altbewährten tabellarischen Struktur bleiben. Allerdings kann Ihnen niemand verbieten, diese für Ihr spezielles Bewerbungsvorhaben zu modifizieren.


Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt. Allerdings kommt es nicht nur auf Ihre Kreativität an, sondern mitunter sogar vielmehr darauf, ob diese vom Empfänger Ihrer Bewerbung positiv aufgenommen und entsprechend gewürdigt wird. Sie sollten also im Vorfeld herausfinden, ob sich die Mühe überhaupt für Sie auszahlen kann.

Ein Beispiel: Sie bewerben sich als Koch oder als Gastronom bei einem Restaurant. Ein tabellarischer Lebenslauf erfüllt hier sicherlich seinen Zweck. Jedoch lässt sich der eigene Werdegang mit etwas Kreativität in Form einer Speisekarte darstellen. So könnten die unterschiedlichen Kategorien sogar umbenannt werden. Die Stationen im Bereich der (Aus-)Bildung könnten zu Vorspeisen werden und die beruflichen Stationen könnten als Hauptgerichte betitelt werden. Weiterbildungen und Spezialisierungen in relevanten Gebieten könnten die Desserts ausmachen.


Lebenslauf Vorlagen - Passend zu Ihrer Situation

Um Ihnen eine Hilfestellung bei der Erstellung Ihres Lebenslaufs zu geben, haben unsere Bewerbungsexperten Ihnen drei verschiedene Lebenslauf Muster im Microsoft Word Format (.docx) erstellt. Diese enthalten viele wertvolle Tipps, wie Sie mit Ihrem Lebenslauf überzeugen können und sind jederzeit für Ihre individuelle Bewerbung anpassbar. Zusätzlich sind die Lebenslauf Vorlagen so formatiert, dass sie von sogenannten CV-Parsern, welche insbesondere bei der Bewerbung für größere Unternehmen zum Einsatz kommen, maschinell ausgelesen und vollständig verstanden werden können. Laden Sie sich Ihre Lebenslauf Vorlage jetzt kostenlos herunter:


Inhalt & Aufbau des Lebenslaufs - Was muss rein?

Da der tabellarische Lebenslauf der gängige Standard für die meisten Bewerbungen ist, dient diese Lebenslauf Art hier als Grundlage für die folgenden Erläuterungen. Zwecks einer besseren Übersichtlichkeit des Lebenslaufs werden dessen Inhalte in verschiedene Kategorien gegliedert.


Für die einzelnen Rubriken gibt es leicht variierende Bezeichnungen, aber die Reihenfolge ist in der Regel dieselbe:

  • Persönliche Daten / Zur Person / Persönliches

  • Berufserfahrung / Beruflicher Werdegang / Berufstätigkeit / Berufspraxis
  • Bildung / Schul- & Berufsausbildung / Studium / Schulischer Werdegang
  • Weiterbildung(en) / Aktuelle Fort- & Weiterbildungen / Seminare
  • Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Ehrenämter / Ehrenamtliche Tätigkeiten / Engagement und Hobbys / Interessen

Je nach vorliegender Bewerbersituation müssen nicht alle der hier gezeigten Kategorien aufgeführt werden. Auch die Reihenfolge kann in manchen Fällen variieren, wenn beispielsweise ein absolviertes Studium relevanter für die gewünschte Arbeitsstelle ist, als die bisher gesammelte Berufserfahrung in anderen Branchen.

Angaben zur Person

Ein Lebenslauf beginnt auf der ersten Seite mit den Angaben zu Ihrer Person. Dabei gibt es Daten, die Sie angeben müssen und Daten, die Sie angeben können.

Was Sie nennen müssen (Pflichtangabe):

  • Vorname und Nachname

  • Vollständige Adresse
  • Weitere Kontaktdaten (E-Mail-Adresse, Telefonnummer)

Was Sie nennen können (freiwillige Angabe):

  • Geburtsdatum und -ort

  • Staatsangehörigkeit
  • Familienstand
  • Konfession

Die zuletzt genannten Informationen geben ohne weiteren Kontext keinen Aufschluss über die Qualifikation eines Bewerbers. Wer diese Angaben nicht machen möchte, muss das nicht tun. Möglich macht dies das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), welches im Rahmen der Bewerbung einer Diskriminierung des Bewerbers vorbeugen soll.

Für die Pflichtangaben empfehlen wir, die Kopfzeile zu nutzen. So findet jeder Personaler auch auf der zweiten Seite des Lebenslaufs ohne große Mühe den direkten Kontakt zu Ihnen.

Lebenslauf Beispiel Kontaktdaten

Beispiel für eine ansprechende Kopfzeile inkl. Kontaktdaten und die Kategorie zu den persönlichen Angaben im Lebenslauf.

Des Weiteren gilt grundsätzlich, dass Geschwister und Eltern im Lebenslauf nicht genannt werden. Hier wäre eine mögliche Ausnahme, wenn Sie den Beruf Ihrer Eltern anstreben. Zum Beispiel wenn Sie sich für ein Medizinstudium bewerben und beide Eltern Ärzte sind. Allerdings sollte der Hintergrund dann eher im Motivationsschreiben dargestellt werden.

Fachbereiche und Erfahrungsfelder

Die Kategorie Fachbereiche und Erfahrungsfelder ist kein essenzieller Bestandteil des deutschen Lebenslaufs, aber insbesondere für Arbeitnehmer mit langjähriger Berufserfahrung und Interesse an Führungspositionen zu empfehlen. In diesem Bereich legen Sie Ihre Qualifikationen und Kenntnisse mit hoher Relevanz für die angestrebte Stelle dar. So erhält der Personaler einen schnellen ersten Eindruck Ihrer Fertigkeiten.

Lebenslauf Beispiel Fachbereiche

So können Sie Ihre professionellen Fähigkeiten und Erfahrungsbereiche in Ihrem Lebenslauf darstellen.

Berufserfahrung und Bildung

Ist die erste Kategorie des Lebenslaufs erstellt, geht es weiter mit der zweiten Kategorie. Welche das ist, bestimmt die Situation, in der Sie sich aktuell befinden. Sind Sie gerade in einer Anstellung oder arbeitssuchend, sind die Informationen zu Ihrer bisherigen Berufserfahrung am relevantesten für Ihre Bewerbung. Als Berufsanfänger, Student oder Auszubildender, sind es wiederum die Angaben zu Ihrem Bildungswerdegang. Absolvierte Praktika und sonstige Praxiserfahrungen rutschen dann in der Regel eine Kategorie tiefer.

Lebenslauf Beispiel Berufserfahrung

Beispielhafte Darstellung Ihrer bisherigen Berufserfahrung. Aufgabenfelder werden in Stichpunkten dargestellt.

Mirko Bettenhausen - Bewerbungsexperte

Die zeitliche Abfolge Ihrer bisherigen Stationen wird im Lebenslauf antichronologisch (von der aktuellsten Station angefangen rückwärts in die Vergangenheit gehend) aufgelistet. Eine gültige Ausnahme wird hier höchstens durch die Relevanz geschaffen. Sollte beispielsweise ein längeres Praktikum sehr entscheidend für Ihre Bewerbung sein, kann die Kategorie zu Ihren bisherigen Arbeitserfahrungen Vorrang erhalten, selbst wenn das Studium derzeit noch aktueller ist. Innerhalb einer Kategorie geht es aber immer vom Aktuellsten aus rückwärts in die Vergangenheit.

Mirko Bettenhausen - Bewerbungsexperte

Lebenslauf Beispiel Studium

So könnte Ihr Lebenslauf aussehen, wenn Sie eine Universität besucht haben. Abschlussnoten können bei Bedarf angefügt werden.

Lebenslauf Beispiel Ausbildung

Beispiel für Ihren Bildungsgang, wenn Sie nach dem Erwerben Ihres Schulabschlusses eine Ausbildung absolviert haben.

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Zusätzliche Qualifikationen

Nach den Angaben zu Ihrem beruflichen und bildungstechnischen Werdegang folgen weitere Kategorien. Diese werden von Bewerber zu Bewerber unterschiedlich ausfallen. Wo ein Bewerber mit Weiterbildungen überzeugt, glänzt der nächste durch ehrenamtliches Engagement und ein weiterer mit Auslandserfahrung.


Typische Kategorien:

  • Fort- und Weiterbildungen

  • Ehrenamtliches Engagement
  • Auslandsaufenthalte

Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten

Den inhaltlichen Abschluss bildet dann in den meisten Fällen eine Kategorie, in der der Bewerber Angaben zu seinen Sprachkenntnissen macht und schildert, wie gut sein Umgang mit der EDV und relevanten Anwendungsprogrammen ist. In einigen Fällen kann der Besitz eines gültigen Führerscheins entscheidend sein und sollte daher ebenfalls erwähnt werden.


Typische Inhalte:

  • Sprachkenntnisse

  • EDV-Kenntnisse / IT-Kenntnisse / PC-Kenntnisse
  • Führerschein
  • Hobbys und Interessen (eher nur für Schüler geeignet)

Grundsätzlich gilt: Geben Sie private Freizeitaktivitäten nur an, wenn sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber einen Mehrwert bieten. Bewerben Sie sich beispielsweise in einem Reitsportfachgeschäft, können Sie ruhig im Lebenslauf erwähnen, dass Sie in Ihrer Freizeit reiten. Die Darstellung von Hobbys birgt aber auch gewisse Risiken: Beim Arbeitgeber darf nicht der Eindruck entstehen, dass Sie keine Kraft und Zeit mehr für Ihren Job haben.

Besonderheiten bei bestimmten Bewerbersituationen

Je nachdem, in welcher Situation Sie sich zum Zeitpunkt Ihrer Bewerbung befinden, wird Ihr Lebenslauf anders ausfallen. Obwohl der grundlegende Aufbau in den meisten Fällen gleichbleibt, ergeben sich dennoch ein paar Unterschiede, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Lebenslauf für Schüler

Für Schüler fällt der Lebenslauf deutlich kürzer aus, als für Bewerber mit Berufserfahrung. Logischerweise können Schüler noch keine berufsrelevanten Qualifikationen vorweisen. Dadurch passt der Lebenslauf meisten auf eine einzelne DIN A4-Seite.


Bei der Bewerbung um ein Schulpraktikum, welches oftmals in der 9. Klasse absolviert wird, sollten Schüler jedoch unbedingt den Abschnitt der Schulbildung etwas ausführlicher gestalten und Ihre „Lieblingsfächer“ eintragen. Wer sich neben der Schule auf sozialer Ebene oder aber im Schulalltag engagiert (Klassensprecher, Mitglied einer AG usw.), sollte dies ebenfalls in seinem Lebenslauf erwähnen.


Personaler müssen sich ein Bild zur Person hinter der Bewerbung machen, noch bevor der erste persönliche Kontakt besteht. Informationen zu schulischen oder außerschulischen Engagements helfen dabei, da sie eine gewisse Aussagekraft zur Person hinter der Bewerbung haben. Ein kurzer Vermerk reicht oftmals schon aus, um sich einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Bewerbern zu sichern.

Lebenslauf für die Ausbildung

Bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ist zunächst zu unterscheiden, aus welcher Situation Sie sich bewerben. In den meisten Fällen werden Sie sich als Schüler bzw. Schulabsolvent um eine Berufsausbildung bewerben. Doch auch Studierende wollen zum Teil die akademische Ausbildung gegen eine praktische Berufsausbildung eintauschen. Je nachdem, wie umfangreich die Informationen im Lebenslauf bereits sind, bieten sich auch hierbei die gleichen Tipps an, die wir direkt oberhalb bei den Hinweisen zum Lebenslauf für Schüler genannt haben.

Lebenslauf für das Studium

Sie bewerben sich um einen Studienplatz oder für ein duales Studium? Nicht selten werden bei dieser Art von Bewerbung ein Motivationsschreiben für das Studium sowie ein Lebenslauf angefordert. Ihr Lebenslauf muss dann natürlich vollständig sein und alle bisherigen Stationen abdecken.


Da in den meisten Fällen der bisherige Bildungswerdegang die höchste Relevanz hat, bietet sich hier ebenfalls die Nennung der Lieblingsfächer und Leistungskurse an. Gleiches gilt für etwaiges Engagement auf privater oder schulischer Ebene und die Mitgliedschaft in Vereinen oder Organisationen.

Lebenslauf für ein Praktikum während des Studiums

Für die Bewerbung um einen Praktikumsplatz sollten die Inhalte mehr Bezug zur angestrebten Tätigkeit haben. Zusätzlich zum Namen und Standort der Hochschule sowie des Studiengangs sollten hier nach Möglichkeit bisherige Projekte oder Projektarbeiten mit Bezug zum Beruf genannt werden. Hierfür eignet sich neben dem Lebenslauf auch eine separate Projektliste.


Vielleicht haben Sie ja bereits ganz konkrete theoretische Erfahrungen zu einem bestimmten Aufgabenfeld gesammelt, die Sie nun in der Praxis umsetzen möchten. Lassen Sie es den Empfänger Ihrer Bewerbung wissen!

Europass Lebenslauf

Um Bewerbern die internationale Bewerbung innerhalb der EU zu erleichtern, wurde im Jahr 2004 der Europass eingeführt. Der Europass Lebenslauf ist der erste der 5 Europass-Bestandteile und für Bewerber gedacht, die sich innerhalb der EU für ein Praktikum, Studium oder einen Vollzeitjob bewerben. Anerkannt ist der Europass Lebenslauf von allen EU-Staaten, den EFTA-/EWR-Staaten sowie den Beitrittsländern.

Lebenslauf auf Englisch

Wer sich im Ausland bewerben oder dort studieren möchte, ist oftmals auf einen englischsprachigen Lebenslauf angewiesen. Dabei reicht es nicht aus, den vorhandenen Lebenslauf vom Deutschen ins Englische zu übersetzen. Je nachdem, in welches Land Sie reisen wollen, sind entweder ein CV (Curriculum Vitae) oder ein Résumé notwendig. Was das genau bedeutet, wo die Unterschiede liegen und was Sie beachten müssen, erfahren Sie auf der speziell dafür eingerichteten Themenseite.

Der Lebenslauf in Karrierenetzwerken

Für die Erschließung neuer Karrieremöglichkeiten bietet es sich an, Ihre Vita bei Karrierenetzwerken wie XING oder LinkedIn anzulegen oder hochzuladen. Auf diese Weise können Sie sich potenziellen Arbeitgebern präsentieren, ohne sich selbst aktiv zu bewerben.

Lebenslauf bei XING oder LinkedIn hochladen

Ihren bisherigen Werdegang können Sie bei XING und LinkedIn entweder direkt im Profil darstellen oder als Datei hinterlegen. Achten Sie bei der Beschreibung Ihrer Jobpositionen und Kenntnisse darauf, die richtigen Schlagworte zu nutzen und auch Synonyme zu verwenden (z. B. Sales Manager für Verkaufsleiter). Stellenanzeigen für den gleichen oder einen ähnlichen Job sowie Thesauri können als Inspirationsquelle für alternative Bezeichnungen dienen.


So laden Sie Ihren Lebenslauf bei XING hoch:

  • Wählen Sie Ihr eigenes Profil aus. Im Bereich „Referenzen & Auszeichnungen” unter „Berufserfahrung” sehen Sie den Menüpunkt „Dateianhänge”.

  • Klicken Sie auf „Bearbeiten”, um anschließend Ihren Lebenslauf auswählen und hochladen zu können.
  • Sie können bis zu drei Dateien hochladen (nicht größer als 2 MB) und für jede der Dateien festlegen, ob diese für alle XING-Mitglieder oder nur für Ihre Kontakte sichtbar ist.

Bei XING können Sie Ihren Lebenslauf nur hochladen, wenn Sie die kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft besitzen.


So funktioniert das Hochladen des Lebenslaufs bei LinkedIn:

  • Gehen Sie auf Ihr Profil. Klicken Sie den Button „Profil ergänzen“ an, sodass ein Dropdown-Menü erscheint.

  • Wählen Sie im Menü „Im Fokus“ aus und klicken Sie dann auf den Unterpunkt „Mediendatei“.
  • Jetzt können Sie eine Datei auswählen und Ihren Lebenslauf hochladen. Achten Sie aber darauf, in Ihren Privatsphäre-Einstellungen genau festzulegen, wer Zugriff auf Ihr Profil und somit auf Ihren Lebenslauf erhält.

Lebenslauf an Headhunter oder Recruiter schicken

Karrierenetzwerke werden selbstverständlich nicht nur von Bewerbern genutzt, sondern auch von Headhuntern und Recruitern, die auf der Suche nach Fachkräften sind. Wenn Sie von einem Headhunter kontaktiert werden, gilt es zuerst herauszufinden, wie seriös er ist:

  • Prüfen Sie, wie ernst seine Anfrage gemeint ist: Wie ist er auf Sie aufmerksam geworden? Wird deutlich, dass er sich eingehender mit Ihrem beruflichen Werdegang beschäftigt hat?

  • Gute Personalberater sind meistens auf eine Branche spezialisiert und an langfristigen Beziehungen interessiert: Wie gut kennt er sich in Ihrer Branche und mit den fachlichen Anforderungen der Stelle aus? Begleitet er Sie durch den gesamten Bewerbungsprozess und gegebenenfalls darüber hinaus?

Bei unseriösen Personalberatern kann es passieren, dass Ihr Lebenslauf an zahlreiche Personalabteilungen ausgehändigt wird, ohne dass eine sorgfältige Vorauswahl getroffen wird – im schlimmsten Fall landet Ihre Vita dann sogar bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber. Sie sollten Ihren Lebenslauf erst herausgeben, wenn Sie das Gefühl haben, dass es sich um einen vertrauenswürdigen Headhunter handelt, der Ihnen tatsächlich eine Stelle vermitteln kann, die zu Ihren Vorstellungen und Zielen passt.

Katharina Sigge - Bewerbungsexpertin

Aktualisieren Sie Ihren Lebenslauf auf Karrierenetzwerken regelmäßig! Es hinterlässt beim Personaler keinen guten Eindruck, wenn die Angaben in Ihrem eingereichten Lebenslauf nicht mit denen auf Ihren Karrierenetzwerk-Profilen übereinstimmen. Es ist jedoch absolut legitim, in der direkten Bewerbung bestimmte Tätigkeiten oder Abschnitte im Lebenslauf stärker als im XING- oder LinkedIn-Profil hervorzuheben, um einen deutlicheren Bezug zur ausgeschriebenen Stelle herzustellen.

Katharina Sigge - Bewerbungsexpertin

Lebenslauf Format, Layout & Design

Lebenslauf Vorlage Layout

Lebenslauf Layout im Premium-Design „Manager“.

Gehört das Bewerbungsfoto nun in den Lebenslauf oder nicht? Wohin soll das Foto: oben links oder oben rechts? Welche Schriftgröße soll ich für den Text wählen? Darf ich auch unterschiedliche Schriftgrößen verwenden? In welcher Schriftart sieht mein Lebenslauf am besten aus? Muss ich den Lebenslauf unterschreiben, oder reicht meine Unterschrift im Bewerbungsschreiben aus?


Bei der Gestaltung und Formatierung des Lebenslaufs haben sich einige Strukturen und Ideen über die Jahre fest in unseren Köpfen verankert. Es gilt, sich an bekannten Techniken zu bedienen und diese auf das eigene Bewerbungsvorhaben anzuwenden.


Wir haben Ihnen grundlegende Hinweise und nützliche Tipps für Ihr Lebenslauf Design zusammengestellt.

Jakub Stejskal - Grafiker & Designer

Über 92% der befragten Personaler gaben in unserer Umfrage zur Qualität von Bewerbungsunterlagen an, dass Ihnen ein gutes Layout und Design dabei helfen, die Bewerbungsunterlagen zu sichten.

Jakub Stejskal - Grafiker & Designer

Bewerbungsfoto - Wohin kommt es?

Wenn Sie Ihr Bewerbungsfoto in den Lebenslauf integrieren möchten, gehört das Foto in die obere rechte Ecke der ersten Seite. In etwa auf der gleichen Höhe sollten linksbündig die Angaben zu Ihrer Person stehen. Da das Foto nicht vom Inhalt des Lebenslaufs ablenken darf, sollte es nicht zu groß sein.


Die Größe eines Passbildes ist ausreichend, jedoch sollten Sie niemals ein Passbild als Bewerbungsfoto verwenden. In Zeiten von biometrischen Passbildern schaut nämlich kaum jemand mehr wirklich einladend in die Kamera. Allerdings wollen Sie ja gerade die Personaler dazu einladen, Ihren Lebenslauf zu sichten.


Das Foto darf kein Entscheidungskriterium sein und das Aussehen eines Kandidaten sollte den Eindruck der Bewerbung weder positiv noch negativ beeinflussen. Trotzdem wird bei Bewerbungen in Deutschland meistens ein Bild des Menschen hinter der Bewerbung erwartet. Es wird allerdings inzwischen nicht mehr so oft ausdrücklich darum gebeten. Vorsicht ist allerdings bei internationalen Bewerbungen geboten: hier kann die Verwendung eines Bewerbungsfotos bereits als Grund ausreichen, die Bewerbung direkt auszusortieren.


Da die Verwendung eines Bewerbungsfotos nicht überall gleich anerkannt ist, empfehlen wir die Verwendung eines Deckblatts. So haben Sie separates Dokument, dass Sie je nach Anforderung beilegen oder weglassen können. Ein weiterer Vorteil ist der zusätzliche Gestaltungsfreiraum, den das Deckblatt liefert. Sie können mit verschiedenen Fotogrößen oder unterschiedlichen Motiven arbeiten und zusätzliche Inhalte einbauen, die Ihre Bewerbung aufwerten.

Grundsätzlich gilt: Ein Bewerbungsfoto ist keine Pflicht für Bewerber. Wie schon bei den freiwilligen Angaben zur Person bildet hier das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz die rechtliche Grundlage.

Schriftart

Da Personalverantwortliche nur wenig Zeit für jede einzelne Bewerbung aufbringen können, müssen die im Lebenslauf enthaltenen Informationen möglichst übersichtlich aufbereitet sein. So stellen Sie sicher, dass die wichtigsten Daten direkt ins Auge fallen und im Gedächtnis bleiben.


Damit dies gelingt, sollten Sie auf eine gut lesbare Schriftart zurückgreifen. Von den gängigen Standard-Schriftarten eignen sich zum Beispiel die Schriftarten Calibri (serifenlose Schrift) oder Times New Roman (Serifenschrift). Wie Sie die bestmögliche Wirkung Ihrer Bewerbung durch die Wahl der richtigen Schriftart verstärken, zeigen wir Ihnen in unserem Beitrag zu Schriftarten in der Bewerbung.

Abseits von der Wahl der Schriftart kann es sinnvoll sein, unterschiedliche Schriftschnitte (normal, fett, kursiv) zu nutzen, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Entscheiden Sie sich zum Beispiel dazu, Ihre Positionsbezeichnungen grundsätzlich im Fettdruck zu schreiben, weiß das Auge des Betrachters sofort auf den ersten Blick, wie die Informationen strukturiert sind und kann diese leichter verarbeiten.

Schriftgröße

Bei der Wahl der richtigen Schriftgröße kommt es nicht unbedingt auf absolute Zahlen, sondern vielmehr auf das passende Verhältnis an. Wir empfehlen die Verwendung unterschiedlicher Schriftgrößen. Allerdings dürfen Sie nicht wahllos zwischen unterschiedlichen Größen wechseln. Achten Sie bei der Formatierung darauf, dass eine einheitliche Struktur entsteht.


So können Sie zum Beispiel die Namen Ihrer Arbeitgeber in Schriftgröße 15, Ihre Berufsbezeichnung in Größe 13 und die Auflistung Ihrer jeweiligen Aufgaben in Schriftgröße 11 aufbereiten. Sollten Sie jetzt denken, dass das zu unruhig wirkt, probieren Sie es einfach mal aus. Sie werden feststellen, dass Ihr Lebenslauf direkt um ein Vielfaches übersichtlicher wirkt, wenn Sie sich an eine einheitliche Struktur des Schriftbildes halten.


Dies ist natürlich nur ein mögliches Beispiel für die Formatierung. Je nach Ihrer bevorzugten Schriftart können Sie genauso gut mit anderen Schriftgrößen arbeiten. Wichtig sind eine gute Lesbarkeit und übersichtliche Struktur. Die Optik und Wirkung werden von Schriftart zu Schriftart variieren. Schriftgröße 15 wirkt zum Beispiel in Arial ein wenig anders als in Calibri oder Times New Roman.

Holger Manzke - Geschäftsführer

In einer von uns durchgeführten Umfrage gab fast die Hälfte (44,4%) der befragten Personalverantwortlichen an, dass über 60% der an sie adressierten Bewerbungen bei der ersten Prüfung aussortiert würden.

Holger Manzke - Geschäftsführer

Formatierung für CV Parser

Eine übersichtliche Formatierung hilft nicht nur dem menschlichen Auge, Informationen besser aufzunehmen und schneller zu verarbeiten. Insbesondere bei Konzernen und Unternehmen, die regelmäßig sehr viele Bewerbungen erhalten, kommen sogenannte CV Parser zum Einsatz.


Dies sind Computerprogramme zum Auslesen von Lebensläufen, welche jedoch die relevanten Informationen zum Teil nur dann vernünftig finden können, wenn diese richtig formatiert im Lebenslauf wiedergegeben werden.


Ist dies nicht der Fall, kann es passieren, dass der eigentlich am besten für eine Stelle geeignete Kandidat während der ersten Phase aussortiert wird. Nur, weil das Programm die Qualifikationen nicht erkannt hat. Nicht zuletzt deshalb ist es enorm wichtig, dass Sie sich an eine klare Struktur halten und diese sich einheitlich durch den gesamten Lebenslauf erstreckt.

Wussten Sie schon? Wir gestalten unsere Lebensläufe nicht nur für das menschliche Auge angenehm und übersichtlich, sondern optimieren den Aufbau und die Struktur gleichzeitig für das Auslesen durch maschinelle Programme. Überlassen Sie bei Ihrer Bewerbung nichts dem Zufall und stellen Sie mit einem durch uns erstellten Lebenslauf sicher, dass Ihre Qualifikationen nicht verloren gehen.

Lebenslauf unterschreiben

Sind alle Inhalte in Ihrem Lebenslauf gelistet, der Ort und das aktuelle Datum eingetragen, fehlt nur noch Ihre Unterschrift. Ja, Sie müssen den Lebenslauf unterschreiben. Ebenso wie alle anderen Dokumente der Bewerbung, die von Ihnen verfasste Inhalte bereithalten. Denn durch Ihre handschriftliche Signatur bestätigen Sie, dass die Inhalte der Wahrheit entsprechen.

Sollten Sie Ihren Lebenslauf im Rahmen des Bewerbungsverfahrens häufiger verwenden, achten sie darauf, die Datumsangabe bei jeder Bewerbung entsprechend anzupassen.

Wenn Sie Ihre Bewerbung ausdrucken und per Post versenden:

Drucken Sie Ihre Bewerbung auf hochwertigem Papier aus. Falls Sie nur eine Bewerbung versenden und dafür nicht extra neues, hochwertiges Druckerpapier kaufen möchten, kann sich ein Besuch des nächstgelegenen Copyshops lohnen. Viele Copyshops haben sogar bereits Bewerbungsmappen auf Lager. Nach dem Ausdruck unterschreiben Sie Ihren Lebenslauf (und alle von Ihnen erstellten Dokumente). Anstatt eines Kugelschreibers sollten Sie dafür idealerweise einen Füllfederhalter und blaue Tinte verwenden.

Wenn Sie eine Online-Bewerbung erstellen und versenden: 

Wenn Sie mit der Erstellung Ihrer Online-Bewerbung fertig sind, sollten Sie die zu unterschreibenden Dokumente nicht ausdrucken, unterschreiben und dann wieder einscannen. Das verringert die Qualität Ihrer Bewerbungsunterlagen enorm und sorgt bei Personalern für keinen guten ersten Eindruck.


Gehen Sie stattdessen wie folgt vor:

  • Nehmen Sie ein weißes Blatt Papier zur Hand und versehen Sie es mit Ihrer Unterschrift. Am besten unterschreiben Sie direkt mehrfach.

  • Anschließend können Sie das Blatt über einen Scanner als Bild-Datei auf Ihrem PC speichern. Falls Sie keinen Scanner besitzen oder in Ihrem Umfeld keinen Zugang zu einem Scanner haben, können Sie alternativ auch auf Ihr Smartphone ausweichen. Achten Sie bei der Fotoaufnahme darauf, das Gerät ruhig zu halten und Schatten auf dem Blatt zu vermeiden.
  • Aus dem Bild mit Ihren Unterschriften suchen Sie sich dann die gelungenste Unterschrift aus und schneiden das Bild entsprechend aus.
  • Der Bildausschnitt mit Ihrer Unterschrift lässt sich dann über Ihr Textverarbeitungsprogramm in Ihre Bewerbung einfügen.

Moderner Lebenslauf

Manchmal möchte oder muss man bereits mit der Bewerbung zeigen, was man gestalterisch auf dem Kasten hat. Ein normaler tabellarischer Lebenslauf wirkt dann unter Umständen etwas altbacken. So lässt sich der Lebenslauf bei Bedarf durch die Verwendung von Grafiken oder Symbolen aufwerten (beispielsweise eine zu Teilen ausgefüllte Weltkarte, um die Auslandserfahrung in bestimmten Ländern zu untermalen oder ein Buch-Symbol für die Kategorie des Bildungswerdegangs). Ebenfalls ist inzwischen fast zu einer Art Trend geworden, den Lebenslauf als Zeitstrahl (Timeline) darzustellen.


Weiterführende, detailliertere Informationen zum Lebenslauf Layout (wie z. B. Zeilenabstände, Seitenränder, Farben etc.) haben wir auf einer separaten Seite für Sie vorbereitet. Wenn Sie mehr erfahren möchten, laden wir Sie zum Weiterstöbern ein.

Stefan Gerth - Geschäftsführer

Über 66% der von uns befragten Personaler gaben in unserer Umfrage an, dass bei gleichen Qualifikationen von Bewerbern die Optik der Bewerbungsunterlagen zu einem wichtigen Entscheidungsmerkmal wird.

Stefan Gerth - Geschäftsführer

Weitere häufig gestellte Fragen zum Lebenslauf

Welches Dateiformat ist das Richtige?

Bei der Erstellung Ihres Lebenslaufs werden Sie vermutlich ein Textverarbeitungsprogramm wie Microsoft Word benutzen. Wenn die Erstellung dann abgeschlossen ist und keine weiteren Änderungen mehr nötig sind, sollten Sie Ihren Lebenslauf allerdings als PDF-Datei speichern. Dies gilt für alle Dokumente Ihrer Bewerbung. Sofern es nicht anders vom Arbeitgeber vorgegeben wird, fassen Sie idealerweise alle Dokumente Ihrer Bewerbung inklusive der Anlagen zu einer einzelnen PDF zusammen und versenden diese.


Das ‚Portable Document Format‘ (PDF) hat sich beim Versand der Bewerbung durchgesetzt. Ein Vorteil ist, dass eine PDF mit so gut wie jedem Computer zu öffnen ist. Dazu kommt, dass eine PDF quasi ein digitaler Ausdruck Ihrer Bewerbung ist. Wenn Sie also mit Grafiken oder einem bestimmten Layout arbeiten, gehen Sie mit einer PDF sicher, dass das Design auch beim Empfänger so aussieht und wirkt, wie Sie es sich bei der Anfertigung Ihrer Bewerbung vorgestellt haben.


In unserem Fachartikel „Die Bewerbung als PDF: Wie Sie Ihre Bewerbung umwandeln!“ erfahren Sie, wie Sie Ihre Bewerbung als PDF zusammenstellen.

Wie viele Seiten darf der Lebenslauf haben?

Der Lebenslauf sollte in der Regel nicht länger als zwei, allerhöchstens drei DIN A4-Seiten sein. Wenn Sie am Anfang Ihres Berufslebens stehen, reicht meist eine DIN A4-Seite aus. Wenn Ihr Lebenslauf zu lang ist und Sie nicht wissen, wie Sie ihn am besten kürzen, hilft Ihnen folgender Tipp unseres Bewerbungsexperten weiter:

Marcel Zwonarz - Bewerbungsexperte

Auch, wenn es verlockend erscheint: Kürzen Sie auf keinen Fall Ihren Lebenslauf, indem Sie die Schrift verkleinern. Dadurch erschweren Sie nur die Lesbarkeit. Verringern Sie stattdessen die Anzahl der Stichpunkte zu Ihren beruflichen und schulischen Stationen. Vor allem bei besonders weit zurückliegenden Positionen reicht es oft aus, nur die Jobbezeichnung und den Arbeitgeber zu nennen, anstatt alle Tätigkeitsbereiche aus der Zeit aufzuführen. Auch im Abschnitt „Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten“ gibt es Einsparungspotential, z. B. durch das Weglassen von Hobbys.

Marcel Zwonarz - Bewerbungsexperte

Wie weit sollte ich im Lebenslauf zurückgehen?

Grundsätzlich reicht es, wenn Sie mit der weiterführenden Schule anfangen. Ausnahme: Sie sind Schüler und können ohnehin nicht viele Stationen in Ihrem Lebenslauf auflisten. In diesem Fall können Sie auch Ihre Grundschule angeben, um dem Personaler ein möglichst komplettes Bild von Ihnen zu liefern.


Je mehr Berufsjahre Sie ansammeln, desto weniger relevant wird die Schulausbildung. Um Platz zu sparen, können Sie dann gegebenenfalls nur Ihre Berufsausbildung oder Ihr Studium angeben.

An welcher Position steht der Lebenslauf in der Bewerbung?

Um einen guten ersten Eindruck beim Personalverantwortlichen zu hinterlassen, sollten Sie den Lebenslauf an der richtigen Stelle Ihrer Bewerbung platzieren. Der Lebenslauf kommt nach dem Anschreiben sowie ggf. dem Deckblatt und vor allen weiteren Anlagen (Motivationsschreiben, Zeugnisse, Bescheinigungen etc.).

Sollte ich ein abgebrochenes Studium im Lebenslauf erwähnen?

Längst nicht alle Studierenden schließen ihr Studium ab. Ein Abbruch des Studiums wirkt jedoch aus Sicht vieler Bewerber wie ein Schmähfleck eines ansonsten gradlinigen Lebenslaufs. Was also tun, wenn das Studium abgebrochen wurde?


Zunächst einmal sei erwähnt, dass es gute und nachvollziehbare Gründe für einen Abbruch gibt. Sei es ein Umzug oder andere private Gründe wie die Pflege eines Familienangehörigen oder aber die Erkenntnis, dass eine Ausbildung mit höherem Praxisbezug schlichtweg besser geeignet ist. Ein Abbruch wirkt im Lebenslauf erst wirklich negativ, wenn keine Aussage über den Grund des Abbruchs erfolgt.


Darüber hinaus bedeutet ein Abbruch nicht gleichzeitig, dass ein Kandidat nie wieder studieren wird. Wer sein Studium abgebrochen hat, zu einem späteren Zeitpunkt jedoch fortsetzen möchte, sollte den Grund für den Abbruch kurz im Lebenslauf erwähnen und die Absicht der Wiederaufnahme des Studiums in einem Satz des Bewerbungsschreibens oder Motivationsschreibens unterbringen.

Sollte ich meine Grundschule im Lebenslauf angeben?

Grundsätzlich zählt bei einer Bewerbung immer nur der höchste Bildungsabschluss. Demnach müssen Bewerber, die einen Abschluss einer weiterführenden Schule erreicht haben, Ihre Grundschulzeit nicht mehr in den Lebenslauf einbauen.


Bewerber, die ein Studium abgeschlossen haben, können ebenfalls auf die Erwähnung der Grundschulzeit verzichten und darüber hinaus sogar die Zeit an der weiterführenden Schule weglassen. Denn ohne den dort erreichten Abschluss ist der Zugang zu einem Hochschulstudium in der Regel nicht möglich.


Jedoch empfehlen wir Schülern, die komplette Schulzeit im Lebenslauf wiederzugeben, damit Personalverantwortliche ein möglichst vollständiges Bild vom Bewerber erhalten. Mit steigender Lebenszeit und Erfahrung werden die anderen Inhalte wichtiger und irgendwann gerät man als Bewerber eventuell in Platznot. Von daher ist es gut zu wissen, dass man hier etwas Platz einsparen kann, falls die Notwendigkeit besteht.

Sollte ich meine Noten im Lebenslauf aufzeigen?

Durchschnitts- und Abschlussnoten sollten im Lebenslauf nur erwähnt werden, wenn diese Ihr Gesamtbild als Bewerber positiv abrunden. Das bedeutet im Klartext: Je schlechter Ihre Noten, desto mehr sollten Sie deren Erwähnung im Lebenslauf vermeiden. So erhöhen Sie Ihre Chancen, durch anderweitige Qualifikationen positiv aufzufallen, ehe der Personaler Ihre Zeugnisse begutachtet.


Wichtig: Sie können nicht nur für einen einzelnen Abschluss die Note angeben. Fügen Sie zum Beispiel die Note Ihrer Abschlussarbeit ein, müssen Sie auch an allen anderen relevanten Stellen (z. B. bei der Nennung Ihrer Allgemeinen Hochschulreife) die entsprechenden Noten ergänzen.

Wie gehe ich mit Lücken im Lebenslauf um?

Immer wieder begegnet es uns, dass Bewerber davon ausgehen, eine Elternzeit oder Arbeitslosigkeit wäre gleichbedeutend mit einer Lücke im Lebenslauf. Dem ist allerdings definitiv nicht so. Eine Lücke im Lebenslauf ergibt sich nur, wenn für einen bestimmten Zeitraum keine näheren Informationen genannt werden.


Es gibt Bewerber, die in Ihrem scheinbar lückenlosen Lebenslauf lediglich Jahreszahlen angeben und die Monate dabei verschweigen. Dies ist ein altbekannter Trick, um ein paar Monate der Arbeitslosigkeit zu verschleiern. Da dies allerdings unter Personalern ein „alter Hut“ ist, ist davon dringend abzuraten. Gehen Sie besser offen und ehrlich an die Sache heran.


Wenn Sie zwischen zwei beruflichen Stationen ein paar Monate für die Orientierung und Bewerbungsphase benötigt haben, dann ist das eben so. Falls Sie zu der Gruppe von Menschen gehören, die das als Schwäche ansehen und lieber verheimlichen wollen, betrachten Sie das Ganze doch einmal aus einer anderen Perspektive:

Laura Brändle - Bewerbungsexpertin

Dadurch, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um sich zu orientieren und potenzielle Arbeitgeber zu sondieren, wissen Sie vielmehr als andere Bewerber, was Sie machen möchten und welche Arbeitgeber wirklich zu Ihnen passen. Dies kann im Umkehrschluss darin resultieren, dass Sie im neuen Job zufriedener sind und langfristiger bei Ihrem neuen Arbeitgeber bleiben. Sind Sie immer noch der Meinung, dass ein Arbeitgeber dies als Schwäche bezeichnen würde? Aus Schwächen Stärken machen – oftmals nur eine Frage der Perspektive.

Laura Brändle - Bewerbungsexpertin

Muss ich meine Elternzeit im Lebenslauf erwähnen?

Die berufliche Auszeit für Eltern muss im Lebenslauf genannt werden, sofern sie in Anspruch genommen wurde. Sie müssen dafür nicht eine eigene Kategorie anlegen. In den meisten Fällen wird der Erziehungsurlaub während der Berufstätigkeit genommen. Es reicht, wenn Sie die Elternzeit inklusive Nennung des entsprechenden Zeitraums dort angeben.

Die wichtigsten Lebenslauf Tipps auf einen Blick

Damit Sie genau wissen, was Sie bei der Erstellung des Lebenslaufs beachten müssen, haben wir für Sie noch einmal die wichtigsten Dos & Don’ts auf einen Blick zusammengefasst:

Dos:

  • Anschreiben und Lebenslauf stimmen inhaltlich überein

  • Übersichtliche Struktur
  • Lückenloser Werdegang
  • Antichronologischer Aufbau
  • Tätigkeiten der jeweiligen Stellen in Stichpunkten aufführen
  • Berufliche Erfolge hervorheben und bestenfalls mit Zahlen belegen
  • Optische Hervorhebung der Stellenbezeichnungen und Bildungsabschlüsse (z. B. durch Fettdruck)
  • Zeitangaben immer mit Monat und Jahr, sodass keine zeitlichen Lücken entstehen
  • Wenn Foto, dann hochwertig
  • Präzise Formulierungen
  • Ansprechendes, einheitliches Design

Don'ts:

  • Inhaltliche Widersprüche zu anderen Bewerbungsunterlagen (Zeugnisse, Anschreiben, Online-Profile)

  • Doppelte / Falsche Angaben und Lügen
  • Rechtschreibfehler
  • Fehler in der Reihenfolge der Angaben
  • Mehr als drei Seiten
  • Unübersichtliche Struktur
  • Überladenes oder unmodernes Design
  • Auflistung der Eltern und Geschwister
  • Größere Lücken im Lebenslauf
  • Zu viele unterschiedliche Schriftarten oder Farben
  • Verwendung von Mustern und Vorlagen, die nicht individuell angepasst wurden
  • Unnötige Informationen (z. B. Angabe der Grundschule als berufserfahrener Arbeitnehmer oder für die Stelle irrelevante Hobbys)
  • Unseriöses Bewerbungsfoto

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