Lebenslauf – So bewerben Sie sich erfolgreich

Professionelle Lebenslaeufe
Professionelle Lebensläufe

Ein gelungener Lebenslauf ist, neben einem professionellen Bewerbungsschreiben, das wichtigste Element einer erfolgreichen Bewerbung. An den eigenen Erfahrungen und Qualifikationen lässt sich an dieser Stelle jedoch nichts mehr ändern. Obwohl es häufig vorkommt, dass das eigene Profil nicht zu 100 Prozent auf die Stellenausschreibung passt, können sich clevere Bewerber gute Chancen auf ein Vorstellungsgespräch sichern.

Denn: Es gibt einige Möglichkeiten, den eigenen Lebenslauf richtig aufzubauen, zu optimieren und den neuen Arbeitgeber somit von sich zu überzeugen.

Stellen Sie Ihre Qualifikationen in den Mittelpunkt

Gewinnen Sie Aufmerksamkeit

Nutzen Sie die richtigen Informationen

Stellen Sie Ihre Qualifikationen in den Mittelpunkt

Es wäre fatal für den Bewerber, wenn der Personaler die wichtigsten Qualifikationen nicht richtig wahrnimmt, sich diese nicht gut merken kann, oder Ungereimtheiten und Lücken entdeckt. Daher ist Übersichtlichkeit für einen optimalen Lebenslauf besonders wichtig. Optimale Übersicht verschafft dabei ein durchdachter tabellarischer Lebenslauf mit einem ansprechenden Layout.

Beim Erstellen des Lebenslaufs ist es beispielsweise sinnvoll, die eigenen Erfahrungen thematisch als Blöcke zusammenzufassen. Zum Beispiel „Berufliche Erfahrung“ und „Schulischer Werdegang“. Welche Einteilung der Blöcke dabei optimal ist, richtet sich nach dem individuellen Werdegang. Eine allgemein gültige Vorlage gibt es daher nicht.

Weitere Informationen zum Aufbau des Lebenslaufs finden Sie in unserer Rubrik Lebenslauf Aufbau.

Gewinnen Sie Aufmerksamkeit

Der Sinn eines erfolgreichen Lebenslaufes ist es, das Interesse des Arbeitgebers zu wecken und somit zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Das Layout des Lebenslaufs, aber auch der gesamten Bewerbung, spielt dabei eine große Rolle für die Übersichtlichkeit.

Durch einheitliche Formatierung (z.B. durch Hervorhebung) kann der Personaler beispielsweise sofort erkennen, wo die ehemaligen Arbeitgeber in der Vita zu finden sind. Um dem Personalentscheider das Lesen der Bewerbung zu erleichtern, sollte das Layout ebenso grafisch überzeugen.

Über 92 % der befragten Personaler gaben in unserer Umfrage zur Qualität von Bewerbungsunterlagen an, dass Ihnen ein gutes Layout und Design dabei helfen, die Bewerbungsunterlagen zu sichten.

Ein Standardelement des Lebenslaufs bildet dabei das Bewerbungsfoto, welches entweder rechts oben oder auf dem Deckblatt platziert wird. In jedem Fall sollte das Bewerbungsfoto stimmig mit den Farben des Bewerbungsdesigns sein.

Verlassen Sie sich nicht zu sehr auf billige oder kostenlose Muster. Personalverantwortliche haben solche Vorlagen schon häufig in den Händen gehalten; den Mustern mangelt es meistens an Qualität und sie passen nicht zu Ihrem Profil.

Optik der Unterlagen

Über 66% der von uns befragten Personaler gaben in der oben genannten Umfrage außerdem an, dass bei gleichen Qualifikationen von Bewerbern die Optik der Bewerbungsunterlagen zu einem wichtigen Entscheidungsmerkmal wird.

Nutzen Sie die richtigen Informationen

Lebenslauf richtige Informationen nutzen

Der Personaler wird den Lebenslauf mit den Angaben aus dem Anschreiben vergleichen und bei Ungleichheiten nicht zögern, die Bewerbung auszusortieren. Oftmals werfen Bewerber unbeabsichtigt Fragen zu ihrem Werdegang und ihren Fähigkeiten auf, zum Beispiel durch fehlende Angaben, oder übersehen entstandene Lücken.

Ausschlaggebend ist hierbei unter anderem die Vollständigkeit der Daten und Informationen.

Besonders wichtig ist dabei die Richtigkeit von Zeitraum, Arbeitgebername und Tätigkeitsbereich der letzten beruflichen Stationen. Es kommt auch vor, dass Bewerber den Fehler begehen, wichtige Fähigkeiten im Lebenslauf zu vergessen, da sie diese für selbstverständlich halten, oder einfach nicht daran gedacht haben.

Auf der anderen Seite soll sich der Personalverantwortliche vor allem Ihre Kernkompetenzen einprägen. Wird er mit zu vielen Angaben überladen, kann er sich das Wichtigste nicht merken. Zu unnötigen Inhalten gehören hierbei unter anderem der Besuch der Grundschule oder Schulpraktika, sofern Sie bereits länger im Berufsleben stehen. Ein Lebenslauf sollte daher für jeden potenziellen Arbeitgeber und jedes Unternehmen individualisiert werden!

Lebenslauf – Fehler und strittige Punkte: Achtung!

Typische Fehler im Lebenslauf - Frau verzieht das Gesicht und die Lippe

Die Erstellung von aussagekräftigen und gelungenen Bewerbungsunterlagen kostet viel Zeit und Mühe. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Bewerbung aufgrund von vermeidbaren Fehlern oder Unachtsamkeiten scheitert.

Sowohl das Einschleichen von Fehlern als auch die grob fahrlässige Benennung strittiger Punkte lassen den Leser häufig auf eine mangelnde oder nicht vorhandene Sorgfalt schließen – eine Eigenschaft, die ein Arbeitgeber bei seinen Angestellten nicht vorfinden möchte.

Damit Sie auf der sicheren Seite wandeln, stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Wir haben die fünf häufigsten Fehlerquellen in Bezug auf den Lebenslauf zusammengestellt und mit entsprechenden Tipps für Sie aufbereitet.

Umfrage

In der von uns durchgeführten Umfrage gab fast die Hälfte (44,4%) der befragten Personaler an, dass über 60% der an sie adressierten Bewerbungen bei der ersten Prüfung aussortiert würden.

Ausarbeitung des Lebenslaufs – Auf diese Aspekte müssen Sie achten:

  • Persönliche Daten

    Wenn man als Unternehmen auf der Suche nach neuem Personal ist, möchte man nicht die Katze im Sack kaufen, sondern erfahren, um wen es sich handelt. Aus der Sicht eines Unternehmers ist dies absolut verständlich. Falls Sie für die Kontaktdaten eine Kopfzeile verwenden, genügt es, sich im Lebenslauf auf die Geburtsdaten, die Nationalität und den Familienstand zu beschränken. Quälen Sie den Personaler nicht mit unnötigen Doppelungen, sondern achten Sie darauf, dass insgesamt alle wesentlichen Daten enthalten sind.
  • Antichronologische Reihenfolge

    Beginnen Sie mit der gegenwärtigen oder zuletzt ausgeübten Station/Tätigkeit. Der Personalentscheider bekommt hierdurch auf den ersten Blick einen wichtigen Überblick über Ihre aktuellen Kenntnisse und Erfahrungen. Der ehemalige chronologische Aufbau hingegen wirkt auf den Leser mittlerweile eher demotivierend, da dieser erst nach den gewünschten Informationen suchen muss.
  • Tätigkeitsbeschreibungen

    Verzichten Sie in keinem Fall darauf, Ihre Berufserfahrung anhand von Beispielen zu belegen. Der Leser der Bewerbung hat es deutlich einfacher, wenn er Ihre Qualifikationen und Erfahrungen einzelnen Stationen zuordnen kann und nicht erst sämtliche Arbeitszeugnisse studieren muss. Die fehlende Angabe von Tätigkeiten in der Bewerbung ist oftmals die Ursache für das Scheitern einer Bewerbung. Mit mehr Sorgfalt und der Kommunikation wichtiger Details kann einer frühen Ablehnung im Bewerbungsprozess entgegengewirkt werden.
  • Persönliche Stärken 

    Verzichten Sie darauf, Ihre persönlichen und fachlichen Stärken im Lebenslauf gesondert aufzuzählen. Diese sollten im Bewerbungsschreiben bereits vorgestellt werden. Alternativ kann man ein entsprechendes Kurzprofil gestalten, in welchem man seine Stärken komprimiert darstellt.
  • Hobbys & Interessen 

    Die Frage, ob Hobbys und persönliche Interessen im Lebenslauf aufgeführt werden sollten oder nicht, lässt sich pauschal nicht beantworten. Mehrere Faktoren sollten hierbei berücksichtigt werden. Die klassischen Angaben, wie zum Beispiel „Sport“ oder „Freunde treffen“, interessieren den Leser einer Bewerbung vermutlich nicht und bieten keinen Mehrwert. Allerdings gibt es durchaus Situationen, in denen die konkrete Benennung der Hobbys absolut Sinn macht. Bei einer Bewerbung mit sozialem oder pädagogischem Hintergrund sollten soziale und auch ehrenamtliche Engagements in der Freizeit auf jeden Fall im Lebenslauf auftauchen. 

    Nehmen wir als Beispiel den Jugendfußballtrainer. Auch wenn diese Freizeitaktivität keinen direkten Bezug zu dem angestrebten Beruf hat, suggeriert dieses Engagement Attribute, wie Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und Teamgeist. Eigenschaften, die in einer Bewerbung und im Job später immer gerne gesehen sind. 

    Umgekehrt ist es der Fall, wenn der Bewerber Freizeitaktivitäten ausübt, bei denen ein hohes Verletzungs- bzw. Ausfallrisiko vorliegt. Wer in seiner Freizeit ungesichert auf Felsen oder Berge klettert, sollte dies wohl lieber nicht in seinen Lebenslauf aufnehmen. Ein verletzungsanfälliger Mitarbeiter ist für den potenziellen Arbeitgeber natürlich nicht sonderlich attraktiv. 

    Die Benennung der Hobbys im Lebenslauf kann darüber hinaus auch eine unangenehme Situation im Vorstellungsgespräch verhindern. Denn wer auf diese Frage gut vorbereitet ist, findet oftmals gleich zu Beginn des Interviews eine angenehme Gesprächsgrundlage vor.

Lücken im Lebenslauf – Schlaglöcher im Werdegang

Lücken im Lebenslauf - Fragezeichen als Riss im Boden
© AKS - Fotolia.com

Oft kommt es im Lebenslauf zu Lücken. Auf der beruflichen Laufbahn trifft jeder in seinem Leben auf Hindernisse. Es gibt Hürden, wie Abschlussprüfungen oder wichtige Projekte und es gibt Schlaglöcher, wie Arbeitslosigkeit oder Krankheitsfälle. 

Besonders Letztere erschweren uns die Karriere erheblich und verfolgen uns oft noch im Nachhinein. Personalleiter erwarten den Lebenslauf, inklusive der restlichen Bewerbung, tadellos. Doch das ist selten. Wie rechtfertigen Sie also größere Lücken? Bedeuten sie schon das Ende? Oder haben Sie dennoch eine Chance? Mut zur Lücke ist der einzige Ausweg.

Die Wahrheit ist die beste Füllung

„Alles, was du sagst, sollte wahr sein, aber nicht alles, was wahr ist, solltest du auch sagen.“ 
Das ist ein Zitat des französischen Autors Voltaire. Als er diese Worte niederschrieb dachte er wohl kaum an die Lücken heutiger Lebensläufe. Seine Überzeugung passt trotzdem.

Für das Füllen von freien Stellen, zwischen Job und Job, gibt es keine Muster und Vorlagen. Selbst die wohlverdiente Auszeit, vor dem Beginn von Ausbildung oder Studium, ist für manche knifflig zu verpacken. Viele wissen sich an diesem Punkt nur durch Lügen zu helfen. Doch Lügen schließen keine Löcher im eigenen Lebenslauf. Die Wahrheit tut es. Wer glaubt, den neuen Arbeitgeber durch erflunkerte Stationen im Werdegang überzeugen zu können, liegt meilenweit daneben.

Geschulte Personalleiter erkennen notdürftig geflickte Lebensläufe bereits beim ersten Lesen. Selbst wenn der Lebenslauf trotzdem überzeugt, sind Kandidaten dieser Art zum Scheitern verurteilt. Denn wie man es dreht und wendet, die Endstation heißt in jedem Fall: das Vorstellungsgespräch. Spätestens hier folgt die Erklärungsnot auf knallharte Fragen. Ergo lassen sich die kurzen Beine eines trügerischen Bewerbers nicht einfach im Jobinterview unter dem Schreibtisch verstecken.

Tipps zum Anschreiben

Nicht nur im Lebenslauf können sich Löcher auftun. Auch im Anschreiben der Bewerbung ist dies möglich. Der Lebenslauf sollte bekanntlich nicht im Anschreiben vorweggenommen werden, sondern lediglich die bedeutendsten Stationen enthalten. Achten Sie dennoch darauf, dass alle wichtigen Informationen enthalten sind und in einer logischen zeitlichen Abfolge dargestellt werden. Mehr Tipps zum Aufbau des Anschreibens!

Ein wahrheitsgetreuer Lebenslauf ist das Maß aller Dinge. Das bedeutet jedoch nicht, dass Lücken, welche zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit oder einen Studienabbruch entstanden sind, nicht in ein rechtes Licht gerückt werden können und sollten. Leider kann kein Trick eine Lücke im Lebenslauf verschwinden lassen. Hier gilt: gekonnt Schadensbegrenzung betreiben!

Aufwertung von Lücken im Lebenslauf

Freie Stellen im Lebenslauf sind nicht grundlos ein Sorgenkind vieler Arbeitgeber. Sie werfen Fragen auf und machen es dem Leser schwer den Aspiranten zu durchschauen. Und genau da liegt das Problem. Personalleiter wollen ein genaues Bild des Bewerbers haben. Dafür ist eine Bewerbung eben da. Eine größere Lücke ist ein Risiko für jeden Arbeitgeber, da ihr Auslöser unbekannt ist. Dies macht einen verdächtigen Eindruck. Und verdächtige Bewerber werden nicht eingestellt. Daher stehen sie in der Pflicht, sich zu rechtfertigen.

Doch bitte mit Gefühl!

Lügenmärchen sind ein Tabu. Die Lücken eines Bewerbers sollten jedoch auch nicht ins Scheinwerferlicht gerückt werden. Die Aufwertung von Lücken im Lebenslauf hat ein Ziel: das Verständnis des Arbeitgebers zu erlangen. Es geht nicht um Mitleid und auch nicht um Bewunderung. Eine souveräne Verpackung der Lücken muss her, welche die Bewerbung nahezu unauffällig abrundet.


Erfahrungen und Fähigkeiten sind perfekt geeignet, um diese zu schaffen. Ob es eine kurzfristige Arbeitslosigkeit, einen Studienabbruch oder häufigen Jobwechsel betrifft, in die Lücke kommt, was der Bewerber aus dieser Misere mitnehmen konnte. Gemeint sind zum Beispiel:

  • selbst erlerntes Fachwissen (Bücher/ Magazine)
  • erweiterte Computerkenntnisse (Lernsoftware)
  • Teilnahme an Lehrveranstaltungen (Schulungen)
  • gesammelte Arbeitserfahrung (Praktika/ Nebenjobs)

Eine gesunde Selbsteinschätzung ist dabei genauso wichtig, wie die Authentizität der angegebenen Kompetenzen. Nur wenn diese auch dem Bewerber logisch erscheinen, kann sie letztendlich den Arbeitgeber überzeugen.

Tipps zum Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch ist der beste Ort, um Lücken im Lebenslauf seiner Bewerbung zu rechtfertigen. Haben Sie es bis hierhin geschafft und kommt der Personaler im Jobinterview auf ihren Lebenslauf zu sprechen, dann sollten Sie vorbereitet sein. Machen Sie sich also dafür bereit, die Angaben Ihres Lebenslaufes detailliert erklären zu können. Erfahren Sie hier außerdem, wie Sie vergangene und aktuelle Tätigkeiten bestmöglich in Ihrem Lebenslauf angeben.

In Krankheitsfällen sowie Pflegefällen in der Familie kann es vorkommen, dass nur noch die Wahrheit übrig bleibt. Und das ist absolut in Ordnung, da man in solchen Fällen ein Grundverständnis von Personalleitern erwarten sollte. Häufige Krankheitsfälle erwecken wiederum schwer zu verdrängendes Misstrauen, da sich dem neuen Arbeitgeber die Frage aufdrängen wird, wann wohl der nächste Krankenschein fällig ist.

Fazit zu Lücken im Lebenslauf

Selbst eine größere Lücke im Lebenslauf ist nicht gleichbedeutend mit einer grauenhaften Bewerbung oder gar dem Ende der Karriere. Grenzwertige Fälle sind nicht immer leicht zu verpacken, aber noch lange kein Grund, die berufliche Laufbahn an den Nagel zu hängen. Das Wichtigste beim Aufwerten von Lücken im Lebenslauf ist, sie durch eine plausible Nutzung der Zeit füllen zu können und zu wissen, wie man diese bestmöglich verkauft.

Dabei sind drei wichtige Punkte zu beachten:

  • Lügen haben kurze Beine
  • ... Übertreibungen auch!
  • Eine gesunde Selbsteinschätzung

Fazit zum Lebenslauf

Lebenslauf und Bewerbungsschreiben bilden das Herzstück Ihrer Bewerbung. Wir helfen Ihnen gerne, einen professionellen Lebenslauf zu erstellen und damit Personaler zu überzeugen. Jetzt Lebenslauf schreiben lassen!

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