Richtig bewerben

Richtig bewerben - so gelingt es Ihnen!
© Damian Zaleski

Ob Praktikum, Studium, Ausbildung, erste Festanstellung oder Jobwechsel – jeder muss sich früher oder später mit der Frage „Wie bewerbe ich mich richtig?“ befassen. Gerade für junge Menschen ist dieses Gebiet oftmals noch Neuland. Aber auch Menschen mit Berufserfahrung, deren letzte Bewerbung schon ein paar Jahre her ist, haben meist einige Fragen bezüglich des richtigen Vorgehens.

Wir geben Ihnen Tipps an die Hand, damit Sie das Thema Bewerbung von Anfang an richtig angehen.

Worauf muss ich vor dem Schreiben der Bewerbung achten?

Sie sollten sich im Vorfeld bewusst machen, dass Sie als Bewerber nicht nur zur (ausgeschriebenen) Stelle, sondern auch zum Unternehmen selbst passen müssen. Personaler achten nicht ausschließlich auf fachliche Fähigkeiten, sondern auch auf Persönlichkeitsmerkmale der Bewerber.

Wenn feststeht, dass Sie ebenso auf fachlicher wie auf persönlicher Ebene zum Unternehmen passen, ist der nächste wichtige Schritt Richtung Vorstellungsgespräch, eine Bewerbung zu erstellen. Die Bewerbung muss aussagekräftig und sowohl formell als auch inhaltlich fehlerfrei sein.

Wie viel Zeit habe ich nach Veröffentlichung der Stellenanzeige?

In der Regel spricht man davon, dass Bewerber durchschnittlich innerhalb von 14 Tagen auf die Ausschreibung reagieren sollten.Das ist allerdings nur ein Richtwert – am Ende hängt der Zeitraum von Unternehmen, Branche, Position und vor allem davon ab, ob schon die richtige Besetzung für die Stelle gefunden wurde oder nicht. Sollte die Stelle bereits besetzt sein, löscht das Unternehmen die Anzeige normalerweise.

Häufig beinhaltet die Stellenanzeige auch eine Deadline. Eine Frist, bis zu welchem Datum Bewerbungen spätestens eingetroffen sein müssen. Diese Frist dürfen Sie als Bewerber selbstverständlich nicht überschreiten, wenn Ihre Bewerbung noch berücksichtigt werden soll.

Was kann ich für meine Bewerbung vorbereiten?

Richtig bewerben - Eine gute Vorbereitung ist das A und O!

Eine gute und gründliche Vorbereitung ist das A und O. Dies gilt selbstverständlich auch für die Bewerbung. Je besser Sie sich vorbereiten, desto besser wird das Ergebnis am Ende ausfallen.

Mit Ihrer Bewerbung wollen Sie einen potenziellen neuen Arbeitgeber überzeugen – von Ihrer Person und von Ihren fachlichen Kompetenzen. Damit Sie überzeugen können, brauchen Sie gute Argumente, welche Sie sich während der Vorbereitung dringend notieren sollten.

Überlassen Sie von Anfang an nichts dem Zufall – schließlich geht es hier um nicht weniger als Ihre berufliche Zukunft. Das sollten Sie immer im Hinterkopf behalten. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die Sie während Ihrer Vorbereitung berücksichtigen sollten.

Lebenslauf

Ist Ihr Lebenslauf auf dem neuesten Stand? Es sollten alle beruflichen Stationen sowie relevante Zusatzinformationen und Qualifikationen eingefügt sein. Ergänzen Sie zu den jeweiligen beruflichen Stationen ein entsprechendes Tätigkeitsprofil, um dem Personaler einen Überblick über ihre Erfahrungen und Ihr Können zu bieten.

Was alles in den Lebenslauf gehört, auf welche Formalitäten zu achten sind, welches Layout sich bewährt hat, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden müssen – all dies und vieles mehr können Sie in unserer Rubrik „Lebenslauf“ nachlesen.

Bewerbungsschreiben

Sich vorher mit dem Unternehmen beschäftigt zu haben, ist die Grundlage für ein aussagekräftiges, individuelles Bewerbungsschreiben. Zeigen Sie, dass Sie die Stellenausschreibung verstanden haben und sich darüber hinaus ausreichend über Ihren potentiellen neuen Arbeitgeber informiert haben. Nichts ist schlimmer, als ein Standardanschreiben aus dem Internet, in dem keinerlei Bezug zum Unternehmen oder zur Anzeige hergestellt wird.

Was gehört in welcher Reihenfolge in das Anschreiben einer Bewerbung, was macht ein Bewerbungsschreiben wirklich aussagekräftig und gut, welche Fehler sind dringend zu vermeiden? Diese und weitere Informationen und Tipps finden Sie in unserer Rubrik „Bewerbungsschreiben“.

Design und Layout

Um aus der Vielzahl von Bewerbern herauszustechen, ist ein ausgefallenes Design hilfreich. Durch Layout und Design kann zudem ein professioneller Eindruck vermittelt werden. Ihre Bewerbung kann kreativ und bunt, aber auch geradlinig und farblich schlicht und elegant gehalten sein.

Worauf es bei einem Bewerbungsdesign wirklich ankommt, inwiefern eine professionelle Optik Mehrwert für den Inhalt Ihrer Bewerbung bedeutet und was Sie bei der Auswahl Ihres Designs beachten müssen, erfahren Sie in der Rubrik „Bewerbungsdesign“.

Bewerbungsfoto

Ihr Bewerbungsfoto sollten Sie nicht mit dem Handy oder einer Webcam aufnehmen. So etwas lassen Sie besser einen professionellen Fotografen machen. Diesem sagen Sie am besten direkt, dass Sie Bewerbungsfotos brauchen. Weichen Sie nicht auf unter Umständen günstigere Passbilder aus. Des Weiteren ist wichtig, dass Ihr Bewerbungsfoto möglichst nicht älter als ein Jahr ist. Berücksichtigen Sie darüber hinaus, dass nicht jeder Fotograf die Bilder sofort mitgibt – manchmal muss hier eine Lieferzeit einberechnet werden. Beachten Sie dies bei Ihrer Planung für die Bewerbung rechtzeitig.

Sie suchen nach einem Fotostudio in Ihrer Nähe? Per Klick auf den nachfolgenden Button gelangen Sie zum Bewerbungsfoto-Navigator, einem Verzeichnis von professionellen Bewerbungsfotografen.

Laura Brändle - Bewerbungsexpertin

Mein persönlicher Tipp: Ein Motivationsschreiben, oftmals als „Dritte Seite“ der Bewerbung bezeichnet, kann Sie von anderen Bewerbern abheben. Es beinhaltet genauere Ausführungen, warum gerade Sie für die Stelle geeignet sind. Die Dritte Seite kann inhaltlich freier gestaltet werden als das Anschreiben. Sie können beispielsweise auf Meilensteine ihrer Karriere eingehen. Für Führungskräfte bietet es sich an, in einem Motivationsschreiben die strategische Ausrichtung und den Führungsstil weiter zu erläutern.

Laura Brändle - Bewerbungsexpertin

Kann ich das Unternehmen vor dem Bewerbungsversand kontaktieren?

Sollten bei der Stellenanzeige Fragen Ihrerseits unbeantwortet bleiben, spricht nichts dagegen, bereits vor der Bewerbung in Kontakt mit dem Unternehmen zu treten. Sinnvolle Gründe sind:

  • Es wird weder in der Anzeige, noch auf der Internetseite ein Ansprechpartner genannt
  • Informationen bezüglich einer (Mail-) Adresse fehlen
  • Die Stellenausschreibung beinhaltet kein Eintrittsdatum
  • Ihnen ist nicht klar, welche Unterlagen verlangt werden und auf welchem Weg diese zum Unternehmen gelangen sollen
  • Die Stellenanzeige ist schon länger online und Sie wissen nicht, ob die Stelle noch zu vergeben ist

Bevor Sie bezüglich dieser Fragen den Kontakt zum Unternehmen suchen, recherchieren Sie gründlich, ob Sie die relevanten Informationen nicht doch noch in der Anzeige, auf der Webseite oder im Bewerbungsportal finden.

Wie versende ich meine Bewerbungsunterlagen?

Wenn Sie Ihre Bewerbung erstellt haben oder jemand Ihre Bewerbung für Sie erstellt hat, ist es nun an der Zeit, Ihre Bewerbungsunterlagen auf den Weg zu bringen. Dies geschieht meist auf einem von zwei Wegen:

Per E-Mail


Im Optimalfall senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in der richtigen Reihenfolge als zusammenhängende PDF-Datei. In dieser Datei sollten also Bewerbungsschreiben, Deckblatt, Lebenslauf, evtl. Dritte Seite und relevante Zeugnisse bzw. Zertifikate zu finden sein. Als E-Mail-Betreff reicht „Bewerbung als XYZ“ vollkommen aus. Er dient dem Empfänger als Anhaltspunkt zur Zuordnung. Die E-Mail sollte kurz und präzise formuliert sein – alle weiteren wichtigen Informationen beinhaltet Ihre Bewerbung.

Per Post

Verschicken Sie Ihre Bewerbung per Post, sollte dies in einer Bewerbungsmappe geschehen. Achten Sie auch hier auf die richtige Reihenfolge (1. Bewerbungsschreiben, 2. Deckblatt (optional), 3. Lebenslauf, 4. Motivationsschreiben / Dritte Seite (optional), 5. relevante Anhänge). Alles muss ordentlich ausgedruckt und sauber(!) sein.

Wann und wie erfrage ich den Status meiner Bewerbung?

Um zu erfragen, wie der Stand des Bewerbungsprozesses ist oder wann Sie mit einer Rückmeldung rechnen können, bieten sich zwei unterschiedliche Zeitpunkte an.

Nach dem Versand der Bewerbung


Denken Sie immer daran, dass Sie nicht der einzige Bewerber sind. Den Personaler nach 48 Stunden anzurufen, um nach dem Status der Sichtung Ihrer Bewerbung zu fragen, kann Ihnen die Chance auf ein Vorstellungsgespräch verspielen. Sollte sich nach einigen Wochen noch niemand bei Ihnen gemeldet haben, versuchen Sie, höflich nachzuhaken. Eine passende Formulierung könnte beispielsweise wie folgt lauten:

Guten Tag, mein Name ist XY. Vor drei Wochen habe ich Ihrem Unternehmen meine Bewerbungsunterlagen zukommen lassen. Leider erhielt ich daraufhin keine Eingangsbestätigung und kein weiteres Feedback. Aus diesem Grund möchte kurz nachfragen, ob der Bewerbungsprozess bereits abgeschlossen ist?

Nach dem Vorstellungsgespräch

Wenn Sie ein paar Tage nach dem Gespräch noch nichts von dem Unternehmen gehört haben, können Sie eine Nachricht verfassen. Bitten Sie in dieser jedoch noch nicht um eine Rückmeldung. Sie können sich in Erinnerung rufen, indem Sie betonen, dass Ihnen das Gespräch zugesagt hat und Sie sich sehr gut vorstellen können, in diesem Unternehmen zu arbeiten und die beschriebenen Aufgaben zu übernehmen.

Der Personaler wird sicherlich mehr als dieses eine Vorstellungsgespräch geführt haben und sich seine Zeit für eine Entscheidung nehmen. Sind jedoch mehrere Wochen ohne Kontakt vergangen, oder die Ihnen genannte Frist zur Rückmeldung ist bereits verstrichen, könnte ihre E-Mail folgendermaßen aussehen:

Guten Tag, mein Name ist XY und ich hatte vor zwei Wochen ein Vorstellungsgespräch in Ihrem Unternehmen mit Herrn/Frau YZ. Leider habe ich seitdem keine weitere Rückmeldung erhalten. Daher wollte ich fragen, ob Sie Ihre Wahl für die Position ZZ bereits abgeschlossen haben?


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