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Floskeln in der Bewerbung – und alle schreien Bingo!

Floskeln in der Bewerbung sind bei Personalern in etwa so beliebt wie nervige Staus bei Pendlern: Richtig, sie sind absolut verhasst. Während die einen argumentieren, dass sie als Berufsanfänger nicht wüssten, wie es anders geht, tönen die berufserfahrenen „alten Hasen“, dass sie sich auch vor 20 Jahren schon so beworben hätten.

Doch es geht auch ohne Floskeln in der Bewerbung!

Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, welche Floskeln in einer Bewerbung nicht mehr gelesen werden
wollen und vor allem, wie Sie es besser machen können.

Warum Personalverantwortliche Floskeln in der Bewerbung ablehnen?

Versuchen Sie sich einmal in die Situation eines Personalers zu versetzen: Auf eine Stellenanzeige bekommen Sie die Bewerbungsunterlagen von zig Aspiranten per Mail und per Post. Allesamt wollen diese Bewerber eine Karriere in Ihrem Unternehmen in Angriff nehmen. Dabei bewerben sich einige von diesen möglichen neuen Mitarbeitern nicht nur auf einen Job, sondern direkt auf mehrere geschaltete Stellenanzeigen.

Erwartungsvoll lesen Sie sodann das erste Anschreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung auf dem Portal XY gelesen und möchte mich mit diesem Schreiben bei Ihnen bewerben …

Im nächsten Anschreiben steht:

Sehr geehrter Herr/Frau XY,
mit diesem Schreiben möchte ich mich bei Ihnen auf die bei Jobbörse XY ausgeschriebene Stelle als YZ bewerben …

Ohne aufzugeben greifen Sie zum dritten Bewerbungsschreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit bewerbe ich mich mit außerordentlichem Interesse bei Ihnen auf die ausgeschriebene Stelle als YZ, von der ich durch Ihren Mitarbeiter AB erfahren habe …

Seien Sie ganz ehrlich: Haben Sie jetzt noch Lust auch nur einen (hoffentlich) tabellarischen Lebenslauf der Beispielkandidaten anzusehen? Haben Sie überhaupt noch Interesse daran, ein weiteres Anschreiben zur Hand zu nehmen, beziehungsweise eine weitere Mail zu lesen? Möchten Sie überhaupt einen dieser Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch oder zu einem Assessment-Center einladen?

Selbstverständlich: Sie als Bewerber sind nicht dafür zuständig, dem Personaler seinen Job ansprechend zu gestalten. Auf der anderen Seite wollen Sie den ausgeschriebenen Job haben und es entsprechend in die nächste Bewerbungsrunde, nämlich ins Vorstellungsgespräch schaffen. Wenn aufgrund Ihres Anschreibens nicht einmal Ihr ordentlicher Lebenslauf betrachtet wird, haben Sie die Chance auf die Karriere in dem Unternehmen vertan.

Floskeln in der Bewerbung: Welche gibt es?

Junger Mann mit einer Lupe - Überprüfung der Bewerbungsunterlagen

© stillkost - Fotolia

Bei Floskeln in der Bewerbung kann es sich entweder um die oben beispielhaft genannten typischen Sätze handeln, oder aber um Adjektive, die Ihre Arbeitsweise sowie Ihre Soft Skills beschreiben sollen. Kurz nach dem Studium helfen diese eigentlich hohlen Phrasen den knappen Lebenslauf mit einem scheinbar gefüllten Anschreiben zu untermauern, sodass der Berufseinstieg glücken sollte.

Quereinsteigern oder Berufserfahrenen sind zumeist diese Floskeln in der Bewerbung bereits in der Schule so beigebracht worden. Entsprechend müssen Sie funktionieren. Allerdings gibt es ebenso die Seite der Arbeitgeber, beziehungsweise der Personaler, die innerlich bereits ihre ganz persönliche Top 10 an typischen Bewerbungssätzen listen können und damit allen Erwartungen der Berufserfahrenen widersprechen.

Beliebte Floskeln in der Bewerbung sind zum Beispiel:

„Aufgrund meines strategischen Denkens und meiner selbstständigen Arbeitsweise bin ich ein absoluter Mehrwert für Ihr Team.“

 

„Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, zeichne ich mich durch eine hohe Flexibilität aus, die es mir erlaubt ergebnisorientiert anfallende Probleme zu lösen.“

 

„Stets motiviert bin ich als Querdenker dazu in der Lage mich effektiv in neue Arbeitsfelder einzuarbeiten, um dadurch grundsätzlich zielorientiert sehr gute Ergebnisse zu erzielen.“

 

„Ich möchte die Chance nutzen, mich in Ihrem Unternehmen menschlich und fachlich weiterzuentwickeln. Dadurch sehe ich nicht nur die Chance gegeben, selbst immer wieder auf dem neusten Stand zu sein, sondern auch gleichzeitig meine Erfahrungen als hoch qualifizierter Profi für Ihr Unternehmen produktiv einzubringen.“

 

Floskeln in der Bewerbung

© Die Bewerbungsschreiber

Was an diesen Formulierungen auffällt, ist, dass Sie allesamt keine konkreten Aussagen darstellen. Es gibt keine Belege für eines der Attribute, die aufgeführt werden. Entweder der Personaler muss sich durch Ihren Lebenslauf sowie durch Ihre Zeugnisse wühlen, um einen entsprechenden Hinweis auf Ihre Angaben zu finden, oder, was die wahrscheinlichere Alternative ist: Der Personaler wird die Bewerbung sowie das Bewerbungsschreiben bevorzugen, welches nicht nur durch leere Worthülsen gestopft wurde.

Treffen Sie als Bewerber nur Aussagen in Ihrem Anschreiben, die Sie auch belegen können. Dazu ein paar Beispiele im Bereich Soft Skills:

Beschreibung:Möglichkeit diese zu belegen:
teamorientiertz. Bsp. erfolgreiche Projektarbeiten zum Beispiel
flexibelbisherige Arbeit bei flexiblen Arbeitszeiten, durch den Weg zur Arbeit und/oder über die Familiensituation flexibel, hohe Reisebereitschaft
erfolgreichWurden Sie bereits für Ihre Arbeit ausgezeichnet? Wenn ja, wofür und womit wurden Sie ausgezeichnet? Oder haben Sie bestimmte Referenzen vorzuweisen?
effektiv/effizient/zielorientiertWie können Sie das belegen? Haben Sie Ihre Ausbildung/Ihr Studium im Eiltempo absolviert und können sich nun bewerben? Absolvieren Sie Projekte besonders schnell?
selbstständigZeigen Sie, dass Sie aus Ihrer eigenen Verantwortung heraus die Fähigkeit besitzen, sich in neue Aufgabengebiete hineinzuarbeiten

Damit Sie selbst überprüfen können, inwiefern Ihre Bewerbung voll von Floskeln ist, haben wir folgende Tipps für Sie:

  1. Stellen Sie Ihr Anschreiben auf den Prüfstand: Welche Beschreibungen über Ihre Person sowie Ihre Qualifikation als Mitarbeiter geben Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber?
  2. Prüfen Sie im nächsten Schritt, ob Sie diese Aussagen in Ihrem Bewerbungsschreiben wirklich sinnvoll belegen.
    Achtung: Passen Sie dabei auf, dass Sie nicht lediglich Ihren Lebenslauf zitieren!
  3. Nachdem Sie diese kleine Inventur gemacht haben, empfiehlt es sich, wenn Sie einmal selbst Ihre Zeugnisse sowie Ihr bisheriges Arbeitsleben durchgehen: Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt und welche belegbaren Attribute haben Sie dadurch als Arbeitnehmer dazugewonnen?
  4. Im letzten Schritt beweisen Sie, dass Sie das Gehalt für den ausgeschriebenen Job garantiert wert sind. Zeigen Sie deutlich mit Ihren Hard Skills sowie mit Ihren Soft Skills was Sie in Ihrem bisherigen Werdegang erreicht haben. Belegen Sie durch kleinere Beispiele Ihre Erfolge, ohne dabei Ihren Lebenslauf zu zitieren.

Ganz wichtig: Beachten Sie dabei immer die Anforderungen, die in der Stellenanzeige an Sie gestellt werden. Passen Sie dementsprechend Ihr Bewerbungsschreiben auf die verschiedenen Jobs an, für die Sie sich bewerben wollen!

Mit diesen simplen Tipps sollte es Ihnen mühelos gelingen, ohne Floskeln in der Bewerbung zu überzeugen! Wenn Sie dennoch Bedenken zu Ihren Bewerbungsunterlagen haben, oder gar diese noch erstellt haben möchten, helfen wir Ihnen gerne weiter!

Wir erstellen Ihnen professionelle Bewerbungsunterlagen oder lassen einen unserer professionellen Bewerbungsschreiber Ihre Bewerbung prüfen. Kontaktieren Sie uns einfach!