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Bewerbungsfehler – die größten Fettnäpfchen

Bewerbungsfehler

© olly - Fotolia.com

Die Bewerbung ist seit jeher ein heikles Thema. Sie hat nicht nur die Gabe Türen ins Berufsleben zu öffnen, sondern sie auch schlagartig wieder zu schließen.

Nur durch sie kann ein Bewerber den Arbeitgeber von seiner Notwendigkeit für den ausgeschriebenen Job überzeugen und sich einen Platz im umworbenen Unternehmen erhoffen. Ob sie jedoch letztendlich Hand und Fuß hat, entscheidet der Chef bzw. der zuständige Personalleiter. Eine Bewerbung sollte daher nach genauen Richtlinien entworfen werden. Doch auch das folgende Jobinterview ist eine bedeutende Hürde, welche nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Manchmal passt einfach alles und jede Station auf dem Weg zum Job ist erfolgreich zu meistern.

Manchmal scheitert der Bewerbungsversuch bereits an einer mangelhaften Bewerbungsmappe. Und manchmal, da läuft wirklich alles schief. Ob es kleine Fehler in den Schriftstücken sind oder der erste Kontakt im Vorstellungsgespräch zur unvergesslichen Peinlichkeit wird. Verrücktheiten und betretene Fettnäpfchen gehören zu Bewerbungen, wie die Butter auf den Toast.

Die Bewerbungsmappe

Im Grunde genommen gibt es, während eines Bewerbungsversuches, zwei elementare Stationen. Die Erste ist die Erstellung der eigenen Mappe. Viele begehen bereits dort gravierende Fehler und verbauen sich somit die Chance überhaupt zu einem Jobinterview eingeladen zu werden. Die häufigsten Patzer sollten daher wie folgt vermieden werden:

Flüchtigkeitsfehler:

Die wohl häufigsten Fehler in einer Bewerbung sind Flüchtigkeitsfehler. Oftmals werden Bewerbungen (vor allem Anschreiben) von Bewerbern recycelt, wenn er oder sie sich für mehrere Stellen innerhalb des gleichen Fachgebietes bewerben will. Die Kontaktdaten sowie Informationen über das Zielunternehmen der jeweiligen Bewerbungen werden dabei nach dem Bausatzprinzip gekonnt ausgetauscht. Dieser Vorgang ist jedoch selten empfehlenswert und kann ausschlaggebend für grobe Fehler sein.

Die Angabe des falschen Firmennamens oder Ansprechpartners sind nur zwei von vielen Fehlinformationen, welche umgehend die Bewerbung ruinieren und den gewünschten Job kosten können. Auch Rechtschreibfehler können unter die Rubrik der Flüchtigkeitsfehler fallen. Jeder sollte seine Bewerbung mindestens einmal Korrektur lesen lassen. Gründlichkeit ist hierbei das Wichtigste, da selbst ein geschulter Leser in einem unachtsamen Moment den einen oder anderen Buchstaben überlesen kann.

Bewerbungsmuster:

Nebst den Warnungen vor Flüchtigkeitsfehlern in Bewerbungen sollte man sich vor allem vor Bewerbungsmustern in Acht nehmen. Sie sind sozusagen die Wurzel allen Übels und bringen im Regelfall keinen Mehrwert mit sich. Natürlich sind sie schnell zu haben. Durch sie bedarf es weder einem großen Zeitaufwand, noch der Entledigung des eigenen Gehirnschmalzes, um komplette Bewerbungsmappen zu erstellen. Die Gefahren sind jedoch vielfältig und auftretende Fehler schnell zu durchschauen. Geübte Personalleiter erkennen typische Fehler nicht nur in wenigen Sekunden, sondern haben ein Auge für die Struktur von Bewerbungsmustern, welche nicht individuell angefertigt wurden. Die persönliche Note in der eigenen Mappe ist wichtig und sollte nicht fehlen.

gluehbirne

Tipps für eine optimale Bewerbung: Eine optimale Bewerbung ist an vielen Punkten festzumachen. Wer es jedoch schafft Anschreiben und Lebenslauf fehlerfrei zu erstellen, hat bereits die wichtigste Hürde gemeistert. Hier finden Sie unsere Anleitungen sowie Tipps und Tricks für beide Dokumente: Anschreiben/Lebenslauf.

 

Impression Management:

Mit Impression Management ist in diesem Fall die Selbstpräsentation des Bewerbers gemeint. Heutzutage darf diese sogar besonders souverän ausfallen und ist ein Muss in jedem Anschreiben. Wer sich in seiner Bewerbung versteckt und zu introvertiert wirkt, hat das Nachsehen. Dennoch gibt es für alles ein gesundes Maß und auch die eigene Darstellung sollte nicht zu forsch ausfallen. Auf der einen Seite könnte ein überhebliches Bild vom Aspiranten entstehen und eine schlechte Fähigkeit, sich selbst einzuschätzen, angedeutet werden. Andererseits geben unterqualifizierte Aspiranten oft unwahre Kompetenzen an und erhoffen sich, diese im späteren Arbeitsverhältnis erlangen zu können. Dass diese Vorgehensweise nur eine Farce war, können Personalleiter jedoch im folgenden Jobinterview ohne Problem herausfinden.

Überladung der Bewerbungsmappe:

Die Überladung der Bewerbung ist ein Patzer, der vor allem erfahrenen Bewerbern häufig während der Erstellung unterläuft. Natürlich versucht jeder seine Professionalität so gut und breit gefächert nachzuweisen, wie er kann. Ein ausgelasteter Personalleiter wird sich jedoch in den seltensten Fällen die Zeit nehmen eine 50-seitige Mappe genau unter die Lupe zu nehmen, wenn es viele Kontrahenten gibt, welche es ihm bedeutend einfacher gemacht haben.

In diesem Fall gilt: Desto weiter ein Leistungsnachweis zurückliegt, desto weniger bedeutend ist er wirklich für die Bewerbung. Das Praktikumszeugnis aus der Oberstufe kann somit getrost beiseitegelegt werden und lässt die Mappe gleich viel schlanker wirken.

Das Jobinterview

Ein weiterer Magnet für peinliche Bewerbungsfehler ist Station Nummer zwei: Das Jobinterview. Jener der denkt, dass er sich bereits mit einer Einladung für den ausgeschriebenen Job qualifiziert hat, könnte ein unbequemes Erwachen erleben. Ein Vorstellungsgespräch ist die wichtigste Phase der Bewerbung. Sowohl für das Unternehmen als auch für den Kandidaten. Schon die ersten Sekunden entscheiden über das Bild, welches sich für den Arbeitgeber im Laufe des Interviews ergeben wird. Außergewöhnliche Patzer und vermeidbare Fauxpas werden in den folgenden Abschnitten näher erläutert und sollten nicht nachgeahmt werden.

Eindruck:

Nach dem Eintritt in das Büro des Arbeitgebers, hat sich der erste Eindruck bereits nach wenigen Sekunden gebildet. Ein selbstsicheres Auftreten ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Schafft es der Bewerber gelassen zu bleiben und den Arbeitgeber mit einem festen Händedruck auf eine angemessene und freundliche Weise zu begrüßen, dürfte die erste Hürde des Jobinterviews schon einmal bestanden sein.

Jemand, der wortwörtlich mit der Tür ins Haus fällt und sich deutlich unsicher gibt, könnte im Unternehmen einen schwer zu verdrängendes Bild hinterlassen, welches nicht unbedingt positiv in Erinnerung bleibt.

Keine Überraschungen:

Personalverantwortliche haben die Kontrolle über das Jobinterview und sind von außerplanmäßigen Überraschungen eher weniger begeistert. Das klingelnde Handy kann da ein richtiger Stimmungskiller sein. Auch der unerwartete Drang, die Toilettenräume des Unternehmens aufzusuchen ist ein Fauxpas, welcher den Fluss des Gespräches unnötig unterbricht. Ausgefallenere Störfaktoren, wie das Umfallen mit dem Stuhl oder die musikalische Begleitung durch eine akustische Gitarre sind Verrücktheiten, welche es so schon gegeben hat und als Bewerbungsfehler eine geringe Erfolgsquote versprechen.

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Tipps für ein erfolgreiches Jobinterview: Haben Sie offene Fragen zum Thema Vorstellungsgespräch? Dann erfahren Sie die Antworten über unsere Bewerbungstipps – zum Beispiel zu den Themen: Körpersprache, Praktikum oder unerlaubte Fragen. Bewerben Sie sich aufgeklärt!

 

Privatleben und Job trennen:

Menschen, welche ihre letzte Stelle aufgrund von persönlichen Problemen aufgeben mussten, neigen dazu, viele Informationen aus ihrem Privatleben preiszugeben. Manchmal gehen sie sogar soweit, dass sie anfangen dem Arbeitgeber ihr Herz auszuschütten und ein paar Tränen sind in so manchem Jobinterview gewiss ebenso geflossen. Dies könnte jeder als verständliche und vor allem menschliche Reaktion werten. Einen Arbeitgeber interessiert jedoch in erster Linie, welche Kompetenzen ein Kandidat mit in den Job einbringen kann.

Macht es den Anschein, dass er sein Privatleben und den Beruf nicht voneinander trennen kann, so ist er in den Augen des Arbeitgebers möglicherweise nicht für die Stelle geeignet und nicht dazu befähigt, die Arbeit auszuführen. Privatleben und Job sollten daher auch in einem Vorstellungsgespräch stets voneinander getrennt werden.

Abschied:

Ausgewerteten Jobinterviews zufolge gab es Situationen, in denen das Vorstellungsgespräch vorzeitig abgebrochen wurde. Selbst wenn das Jobinterview nicht den eigenen Vorstellungen entspricht oder früh klar wird, dass keine ausreichende Qualifikation für den Job vorliegt, sollte niemand diesen Fehler begehen, sondern sein Interview in Ruhe zu Ende führen. Ein unangebrachtes Verhalten könnte sich ansonsten unter bekannten Personalleitern herumsprechen und für einen unerfreulichen Bekanntheitsgrad in anderen Unternehmen sorgen, welche den jeweiligen Bewerber beim nächsten Versuch aus Prinzip ablehnen könnten.

Der Abschied sollte dem Arbeitgeber, genauso wie der erste Eindruck, in guter Erinnerung bleiben können. Ein sogenanntes High Five oder ein Kuss auf die Wange sind daher deutliche Bewerbungsfehler und sollten stattdessen durch einen Händedruck ersetzt werden.