Bewerbung mit 50+ - Auf Jobsuche im Alter

Bewerbung 50+
© Günter Menzl - Fotolia.com

Der Höhepunkt der Karriere wird bei vielen zwischen Mitte 30 und Mitte 40 erreicht. Arbeitnehmer in diesem Alter sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt, da sie einiges an Erfahrung mitbringen und trotzdem noch viele Jahre einsetzbar sind.

Doch was kommt danach? Ein Großteil der Menschen denkt, mit der Bewerbung ab 50 keine Chancen mehr zu haben.

Natürlich ist man jüngeren Bewerbern in manchen Punkten unterlegen, doch es existieren auch einige Argumente, die für ältere Bewerber sprechen. Auch Unternehmen wissen das, setzen verstärkt auf ein im Alter gemischtes Team und somit neben den „Young Professionals“ auch auf die „Best Ager“.

Wir verraten Ihnen in diesem Beitrag, was Sie bei der Bewerbung mit 50+ beachten sollten, welche Fehler es zu vermeiden gilt und warum Sie mit 50 noch lange nicht am Ende Ihrer Karriere angekommen sind.

Bewerbung im Alter: Das müssen Sie allgemein beachten

Die Bewerbung im Alter macht vielen Arbeitnehmern hauptsächlich aus zwei Gründen Angst:

  • Sie denken, allgemein chancenlos gegen jüngere Bewerber zu sein.
  • Sie trauen sich nicht, in „hohem Alter“ nochmal eine berufliche Neuorientierung zu wagen.

Beide Punkte sind zwar nachvollziehbar, die Bewerbung mit 50+ ist aber trotzdem nicht so aussichtslos, wie viele denken. Aber warum genau gelten jüngere Bewerber oftmals als beliebter?

Vorurteile gegenüber älteren Bewerbern

Das größte Problem bei der Bewerbung ab 50 ist, dass Menschen mit zunehmendem Alter schnell als weniger belastbar und lernfähig abgestempelt werden. Hinzu kommt, dass die Einstellung eines neuen Mitarbeiters immer eine Investition darstellt. Die Investition in eine Arbeitskraft, die theoretisch noch 30 Jahre im Unternehmen bleiben kann, erscheint auf den ersten Blick natürlich sinnvoller, als die Investition in einen Arbeitnehmer, der noch maximal 15 Jahre im Unternehmen bleiben wird. Hinzu kommen angebliche Schwierigkeiten, mit moderner Technik umzugehen und auch zu hohe Gehaltsvorstellungen.

Gegen diese Vorurteile anzukommen, ist nicht immer leicht. Doch Sie als älterer Arbeitnehmer besitzen den jüngeren Bewerbern gegenüber auch einige Vorteile:

Vorteile von Bewerbern ab 50

  • Deutlich mehr Erfahrung:
    10 Jahre Berufserfahrung mehr können einiges ausmachen. Natürlich gibt es irgendwann einen Punkt, an dem man sich auf einigen Ebenen nicht mehr sehr viel weiterentwickeln kann, aber der Umgang mit Problemen oder anderen kritischen Situationen wird mit steigender Erfahrung souveräner. Generell sind Sie stressresistenter und gelassener.
  • Mehr Flexibilität:
    Mit 50 sind die Kinder häufig aus dem Haus oder zumindest in einem Alter, in dem Sie als Elternteil nicht mehr dauerhaft einsatzbereit sein müssen. Bei Bewerbern mit Mitte 30 ist das häufig anders. Außerdem sind Sie nicht an Ferienzeiten oder Ähnliches gebunden.
  • Höhere Produktivität und Verantwortungsbewusstsein:
    Produktivität wird durch Routine erhöht. Auch wenn Sie den Job wechseln und sich zunächst einmal neu einfinden müssen, werden Sie schnell wieder Ihre Routine finden. Schließlich kennen Sie sich, Ihre Stärken und Ihre Arbeitsweise schon sehr gut und haben im Laufe Ihrer Karriere bestimmte Angewohnheiten entwickelt.
  • Ausgeprägtere Soft Skills:
    Menschen entwickeln sich stetig weiter und lernen dazu. Das gilt nicht nur für fachliche Bereiche, sondern auch für ihre Soft Skills, also Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen, etc., welche bei älteren Bewerbern meist ausgeprägter vorliegen als bei den jüngeren.
  • Ausdrucksvielfalt / Sprachgebrauch:
    Arbeitnehmer, die schon seit vielen Jahren im Berufsleben unterwegs sind, haben in der Regel auch schon einiges für den Beruf spezifisches gelesen und gehört. Das gibt Ihnen im Vergleich zu jüngeren Bewerbern den Vorteil, fachlich wortgewandter zu sein. Aber auch bei der einfachen Kommunikation besitzen Bewerber mit 40 oder 50+ meist einen größeren Wortschatz.
  • Ein anderer Blickwinkel und breites Knowhow:
    Älteren Bewerbern wird häufig nachgesagt, mit der Digitalisierung und modernen Lösungen nicht mehr richtig klarzukommen. In einer Zeit gelernt zu haben, in der viele Dinge anders waren, ist jedoch nicht immer nur ein Nachteil. Sie können Probleme aus einem anderen Blickwinkel betrachten und somit möglicherweise wertvollen Input geben, auf den Ihre jüngeren Kollegen so nicht kommen würden.
Für die meisten Berufe sollten Sie zumindest grundlegende EDV-Kenntnisse besitzen. Ein geübter Umgang mit dem Microsoft Office Paket (Word, Outlook, ggfs. Excel und PowerPoint) wird hierbei am häufigsten verlangt. Bei mangelnden Kenntnissen empfiehlt es sich, einen Grundlagen-Kurs zu belegen oder Familie bzw. Freunde um Hilfe zu bitten.

Gute Aussichten für ältere Bewerber

Die Wahrscheinlichkeit, dass zukünftige Entwicklungen älteren Arbeitssuchenden zu Gute kommen, ist relativ hoch. Das hat 3 Gründe:

  • Der Gesundheitszustand wird allgemein immer besser. Ein „Best Ager“ ist jetzt durchschnittlicher fitter als ein Best Ager vor 50 Jahren. Dieser Trend wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit fortsetzen. Somit rücken einige Vorurteile und Bedenken bezüglich der Verweildauer und Ausfällen eines älteren Bewerbers in den Hintergrund.
  • Der demografische Wandel sorgt dafür, dass die Belegschaft ohnehin im Schnitt älter wird. Immer weniger junge Arbeitskräfte rücken nach, die Stellen müssen aber natürlich trotzdem besetzt werden.
  • Steigende Gehälter sind bereits jetzt ein Trend, der auf den Fachkräftemangel zurückzuführen ist. Somit wird die Spanne der Gehaltsvorstellungen zwischen jungen und älteren Bewerbern immer geringer.

Jobsuche bei Bewerbern ab 50

Die letzte Bewerbung und damit Stellensuche ist bei einer Vielzahl der älteren Bewerbern schon etwas länger her. Daher sollten Sie sich mit den Änderungen des Bewerbungsprozesses auseinandersetzen.

Stellenausschreibungen in den Printmedien existieren so gut wie gar nicht mehr, stattdessen wird auf das Internet gesetzt. Neben den Unternehmenswebseiten und sozialen Karrierenetzwerken wie Xing oder LinkedIn sind vor allem Jobbörsen und Jobsuchmaschinen beliebte Anlaufstellen für Arbeitssuchende. Sie bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten und zeigen in der Regel in kürzester Zeit die meisten relevanten Vakanzen.


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Bei der Stellenausschreibung an sich gilt es darauf zu achten, dass das Unternehmen besonderen Wert auf Berufserfahrung legt. Stellen, bei denen nur eine abgeschlossene Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium erwähnt werden, sind weniger vielversprechend als Anzeigen, bei denen explizit nach Berufserfahrung verlangt wird.

Eine weitere Möglichkeit, von freien Stellen zu erfahren, ist Ihr berufliches Netzwerk. Dieses ist in fortgeschrittenem Alter oft deutlich größer als bei jüngeren Arbeitskräften. Ein sehr hoher Anteil an Stellen wird mittlerweile über Vitamin B, also Beziehungen, vergeben. Nutzen Sie Ihr Netzwerk!

Kleinere, junge Unternehmen mit flachen Hierarchien können Ihre Chance sein, nochmal in eine Führungsposition zu kommen! Erfahrene Bewerber sind dort häufig sehr gefragt und der Aufstieg ist deutlich einfacher, als in einem jahrzehntealten Unternehmen mit strikten Hierarchien. 

Bewerbung mit 50+: Die Bewerbungsunterlagen

Wie die Möglichkeiten zur Jobsuche, haben sich ebenfalls die Standards der Bewerbungsunterlagen in den vergangenen Jahren geändert. Neue Trends sind entstanden, und das nicht zuletzt, weil die Internationalisierung Bewerbungstrends aus anderen Ländern nach Deutschland bringt. 

Umfang der Bewerbungsunterlagen

Deckblatt der Bewerbung mit 50+
Deckblatt im Premium-Bewerbungsdesign „Manager“

Die klassische Bewerbungsmappe enthält folgende Dokumente:

Bewerbungsschreiben
✅ Deckblatt (optional)
✅ Lebenslauf 
Anlagen

Je nach Position erfreuen sich außerdem Motivationsschreiben, als dritte Seite der Bewerbung, und sogenannte Referenz- oder Empfehlungsschreiben immer größerer Beliebtheit.

Das Deckblatt ist optional, wird aber gerne verwendet, um die Bewerbung optisch aufzuwerten und Platz im Lebenslauf zu sparen. Das Bewerbungsfoto wird dann nicht im Lebenslauf eingefügt, sondern auf dem Deckblatt.

Ein kreatives Design Ihrer Bewerbungsunterlagen ist nicht nur für das Auge des Personalers ansprechend, sondern zeigt auch, dass Sie sich mit den aktuellen Bewerbungstrends auseinandergesetzt haben. Bei modernen Bewerbungen ist ein ansprechendes Design ein klares Muss!

Struktur und Inhalt des Bewerbungsschreibens

Der strukturelle Aufbau des Bewerbungsschreibens hängt nicht vom Alter des Bewerbers ab. Auch inhaltlich gibt es keine Besonderheiten im Vergleich zu einer normalen Bewerbung. Es gibt jedoch einige Fehler, die ältere Bewerber in Ihrem Anschreiben häufig machen. Einige davon haben wir Ihnen hier aufgelistet:

  • Große Zahlen benutzen:
    „Seit nunmehr 30 Jahren bin ich in der Beispiel-Branche tätig und...“: Ein Satz, der eigentlich nur zeigen soll, dass Sie über viel Berufserfahrung verfügen. Dass Sie viel Berufserfahrung haben, können Sie jedoch auch an anderen Aspekten beweisen, denn dieser Satz schreit dem Personaler Ihr Alter quasi ins Gesicht.
  • Auf die Lernfähigkeit eingehen:
    „Während meiner gesamten Karriere habe ich meine Lernfähigkeit bewiesen. Diese Eigenschaft besitze ich heute noch.“ Nett gemeint, aber wieso haben Sie das Gefühl, beweisen zu müssen, dass Sie noch lernfähig sind? Auch hier gilt: Versuchen Sie, keinen Bezug zu stereotypischen Annahmen zu nehmen.
  • Rechtfertigungen:
    Viele Bewerber versuchen zu rechtfertigen, wieso Sie mit 50+ nochmal den Job wechseln wollen. Das müssen Sie aber nicht. Bewerber mit 40 oder 50 haben genauso das Recht, einen anderen Weg einzuschlagen, wie Bewerber mit 30.
  • „Noch einmal durchstarten.“:
    Eine Formulierung, die man sehr häufig in Bewerbungsschreiben älterer Bewerber liest. Das Problem daran: Sie könnte vermitteln, dass Sie in den letzten Jahren wenig motiviert waren, jetzt erkannt haben, dass das Ende Ihrer Karriere bevorsteht und dadurch nochmal etwas Neues suchen. Ein Personaler könnte das als kurzfristige Phase interpretieren.
  • Das Ende der Karriere:
    „Zum Ende meiner beruflichen Laufbahn möchte ich noch einmal...“ ist ebenfalls keine geeignete Formulierung für Ihre Bewerbung mit 50+. Damit verdeutlichen Sie dem neuen Arbeitgeber nur noch einmal, dass er einen Kandidaten wählen könnte, der dem Unternehmen theoretisch noch länger erhalten bleiben wird. Außerdem sollte der Personaler nicht denken, dass Sie die letzten Jahre vor dem Ruhestand „entspannt“ angehen, sondern dass Sie voller Motivation stecken. 
  • Hohe Gehaltsvorstellungen:
    Viele ältere Bewerber haben deutlich höhere Gehaltsvorstellungen als junge Bewerber. Das ist zwar durch die Erfahrung teilweise gerechtfertigt, trotzdem sollten Sie es nicht übertreiben. In einigen Branchen, die früher bekannt für hohe Gehälter waren, weht mittlerweile auch ein anderer Wind.
Wichtig: Der Aufbau des Lebenslaufs gestaltet sich in antichronologischer Reihenfolge, also mit der aktuellen Stelle ganz oben.

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Formulierungen für die Bewerbung mit 50+

Der große Vorteil bei Bewerbern ab 50 ist ihre Erfahrung. Ziehen Sie einen Nutzen daraus, indem sie diese explizit erwähnen und in den Vordergrund stellen. Besonders innerhalb einer Branche können kleinere bzw. jüngere Unternehmen von Ihrer Erfahrung und Ihren Kontakten profitieren!

Einige Beispiele für Formulierungen, die die Vorteile eines erfahreneren Bewerbers in den Vordergrund stellen:

  • „Während meiner Tätigkeit bei der Beispiel GmbH habe ich stets mit viel Interesse an Weiterbildungen und Schulungen teilgenommen. Die von Ihnen geforderte Fähigkeit xyz beherrsche ich daher sicher.“
  • „Als Mitarbeiter im Bereich Vertrieb war ich bereits in unterschiedlichen Branchen tätig und verfüge daher über ein breit gefächertes Fachwissen sowie ein vielfältiges Kontaktnetz.“
  • „Als Abteilungsleitung der Abrechnung konnte ich in die Stornorate in den vergangenen 8 Jahren um 14% senken.“
  • „Meine langjährige Erfahrung ermöglicht es mir, komplexen Situation strukturiert und konzentriert zu begegnen.“
  • „Als langjähriger Mitarbeiter im Bereich xyz verfüge ich über einen sicheren Umgang mit SAP.“
  • „Meine Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und Mitarbeiter erfolgreich zu leiten, konnte ich in während meiner Zeit bei der Beispiel GmbH optimieren.“
  • „Neben meiner eigenständigen und verantwortungsbewussten Arbeitsweise habe ich mich bei der Bearbeitung verschiedenster Projekte immer wieder als Teamplayer bewiesen.“
  • „Gerne arbeite ich im Team an der Bewältigung eines Problems, wobei ich bei vergangenen Projekten auch immer wieder eine leitende Rolle übernehmen durfte du so meine Führungsqualitäten unter Beweis stellte.“
Hinweis: Die Formulierungen dienen ausschließlich als Orientierungshilfe. Wir raten dringend davon ab, sie 1:1 in Ihre Bewerbung zu kopieren. So nehmen Sie dem Anschreiben Aussagekraft und Individualität.

Versand der Unterlagen

Die klassische Bewerbungsmappe aus Pappkarton wird so gut wie gar nicht mehr verwendet. Allgemein werden Bewerbungen auch nicht mehr ausgedruckt und dann per Post versendet. Die am weitesten verbreitete Form ist die Online-Bewerbung.

Die wichtigsten Fakten zur Online-Bewerbung haben wir hier noch einmal zusammengefasst:

  • Alle Dokumente werden zu einer PDF-Datei zusammengefügt und im Anhang einer E-Mail verschickt.
  • Manche Dokumente müssen unterschrieben werden. Dabei muss es sich tatsächlich um Ihre Unterschrift handeln, nicht um eine verschnörkelte Schriftart.
  • Achten Sie darauf, die richtige E-Mail-Adresse des Empfängers einzugeben. Sonst kommt Ihre Bewerbung nicht an.
  • Sie sollten selbst eine seriöse E-Mail-Adresse haben.
  • Machen Sie im Betreff deutlich, dass es sich um eine Bewerbung handelt.
  • Der Text der E-Mail sollte so kurz wie möglich gehalten werden.

Alternativ bieten viele große Unternehmen die direkte Bewerbung über die Unternehmenswebseite oder ein firmeneigenes Bewerbungsportal an. Welche Art der Zusendung Ihrer Bewerbungsunterlagen das Unternehmen wünscht, erfahren Sie entweder direkt in der Stellenausschreibung oder auf der Homepage des Unternehmens.

Bei älteren Bewerbern, die nicht 30 Jahre beim gleichen Unternehmen und in der gleichen Position waren, kann der Lebenslauf sehr lang werden. Ihr Lebenslauf sollte zwar lückenlos sein, die verschiedenen Positionen können jedoch unterschiedlich ausführlich beschrieben werden. So reicht es bei Positionen, die mehrere Jahrzehnte zurückliegen, sie zu erwähnen, ohne eine genauere Beschreibung der Tätigkeiten vorzunehmen. 

Zusammenfassung: Tipps für Ihre Bewerbung ab 50

  • Bringen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen auf den aktuellen Stand, damit Sie sich richtig bewerben können.
  • Sehen Sie Defizite, die Ihnen zum Verhängnis werden können? Machen Sie Kurse oder besuchen Sie Seminare!
  • Befolgen Sie unsere Bewerbungstipps, z. B. Ausrichtung des Anschreibens nach der Stellenanzeige.
  • Thematisieren Sie Ihr Alter nicht, sonst machen sie es selbst zu einem Entscheidungskriterium.
  • Beziehen Sie sich vor allem auf aktuelle Errungenschaften und Positionen. Stationen Ihres Werdegangs, die bereits 30 Jahre zurückliegen, interessieren keinen Personaler. Gleiches gilt für die Anlagen.
  • Der Lebenslauf wird antichronologisch erstellt. Sie beginnen also mit der aktuellsten Position.
  • Ihr Bewerbungsbild sollte modern sein. Gehen Sie dafür am besten zu einem professionellen Fotografen. Passbilder sind ein absolutes Tabu bei Bewerbungen in Deutschland!
  • Greifen Sie auf Ihr Netzwerk zurück.
  • Wählen Sie vor allem Stellenanzeigen, die Erfahrung voraussetzen.
  • Bleiben Sie bezüglich Ihrer Gehaltsvorstellung flexibel.
  • Treten Sie im Vorstellungsgespräch selbstbewusst, motiviert und frisch auf. Zeigen Sie, dass Sie auch mit den aktuellen Trends der Branche vertraut sind.

Generell müssen Sie während Ihres Bewerbungsprozesses immer mit Absagen rechnen. Das geht jedoch nicht nur Ihnen als „älterer“ Bewerber so, sondern fast allen Bewerbern. Wichtig ist, dass Sie den Mut nicht verlieren und dranbleiben.