• Über 98% zufriedene Kunden
  • Bearbeitbare MS Word-Dokumente
  • Zufrieden oder Geld zurück

Überflüssige Angaben im Lebenslauf

Angaben im Lebenslauf

© A_Bruno - Fotolia.com

Personalentscheider stehen auf attraktive Bewerbungen – und nichts lässt ihre Herzen höher Schlagen als eine schlanke Bewerbungsmappe. Ob schriftlich oder digital, hauptsache direkt. Überflüssige Angaben können draußen bleiben. Doch welche gehören dazu? Besonders der Lebenslauf ist eine Fundgrube für unnütze Informationen, die eigentlich irrelevant sind. Die folgenden Angaben sind Dickmacher für jeden Lebenslauf und können in vielen Bewerbungen von der Liste der Inhaltsstoffe gestrichen werden:

#1 Kinder

Natürlich sind Eltern stolz auf ihre Kinder. Deshalb gehören sie jedoch nicht zwangsläufig in jeden Lebenslauf einer Bewerbung. Kinder stellen in Lebensläufen selten einen sentimentalen Wert da. Das mag hart klingen, für Personalentscheider geht es allerdings um das knallharte Geschäft und Kinder passen nicht immer in dieses Bild. Sie könnten einen Elternteil davon abhalten Überstunden zu machen, nicht Hundertprozent bei der Sache zu sein und sie öfter dazu zu bewegen, freie Tage für das Wohl ihrer Nachkommen zu nehmen.

Die Angabe von Kindern kann jedoch auch verkaufsfördernd wirken. Bewirbt sich ein Elternteil beispielsweise in einem Kindermodengeschäft oder einem Unternehmen, das offen für sein familiäres Konzept wirbt, darf gerne die nächste Generation Erwähnung im Lebenslauf von Mama und Papa finden.

gluehbirne

Tipps zum Angeben von Erfahrung: Kenntnisse sind Daten mit denen man in Anschreiben und Lebenslauf nie geizen sollte. Besonders Schüler und Studenten sollten bei ihren Bewerbungen für Ausbildung und Studium keine persönliche Fähigkeit ungenannt lassen – selbst, wenn sie im ersten Moment nicht zu 100% zur Stelle zu passen scheint. Für Aspiranten, die in ihrer Karriere den nächsten großen Schritt wagen wollen, sieht das schon etwas anders aus. Manche Fähigkeiten werden an diesem Punkt als gegeben betrachtet und sollten bzw. müssen nicht angegeben werden.

#2 Berufe der Eltern

Manchmal sind auch Heranwachsende so stolz auf ihre Eltern, dass sie ihnen einen Platz in ihrem Lebenslauf ermöglichen wollen. Andersherum sehen sich Bewerber jedoch mit derselben Problematik konfrontiert. Kann keine Relation zwischen dem Traumjob und den Berufen der Eltern aufgebaut werden, sollte der Lebenslauf um ihre Erwähnung erleichtert werden.

#3 Religion

Die Religionszugehörigkeit spielt in wenigen Berufen eine tragende Rolle. Somit fällt sie auf dem Ernährungsplan eines Lebenslaufes häufig unter die Kategorie: Ballaststoffe. Aspiriert sich ein Bewerber nicht bei einer kirchlichen Organisation oder einem Unternehmen, das sich zu einer bestimmten Religionszugehörigkeit bekennt (Beispiel: CSU), sollte die Religionszugehörigkeit keinen Einfluss auf den Lebenslauf haben.

Als ausgeschlossenes Kriterium in der anonymen Bewerbung gilt sie ohnehin als nicht relevant und darf nicht als entscheidendes Merkmal einer Bewerbung wahrgenommen werden (dazu mehr im Abschnitt „Ausnahme: ..“).

gluehbirne
Tipps zum Vorstellungsgespräch: Das Vorstellungsgespräch dient zum direkten Austausch von Daten. An diesem Punkt will ein Arbeitgeber überprüfen, ob der Aspirant seine Informationen authentisch in seine Bewerbung eingegliedert hat und ob er tatsächlich über die angegebenen Kenntnisse verfügt. Überdenken Sie daher vor jedem Vorstellungsgespräch, welche Daten für den Arbeitgeber besonders wichtig sind und auf welche Themen er zurückkommen könnte.

 

#4 Schulbildung und Praktika

Die Schulbildung gilt für viele Bewerber als grundlegender Bestandteil eines Lebenslaufes. Schließlich hat sich niemand umsonst durch die Schulzeit gequält und möchte ihren vollen Umfang in der Vita wissen. Ist ein Bewerber schon seit beispielsweise 20 Jahren berufstätig, darf die Angabe der früher gewissenhaft besuchten Grundschule ohne ein Bedenken rausfliegen.

Praktika sind ein weiterer Faktor, der im Gegensatz zu den bis jetzt genannten Merkmalen, des Öfteren als Ballast empfunden wird. Im Falle von Praktika ist die genaue Branchenzugehörigkeit kein Muss. Natürlich ist es förderlich, ein Praktikum in dem gleichen oder verwandten Berufsfeld absolviert zu haben. Das Marketing-Praktikum macht sich jedoch ebenso in der Bewerbung zum Feuerwehrmann gut, da in einem solchen, neben branchenspezifischen Wissen, auch Soft Skills vermittelt werden.

Ausnahme: Anonyme Bewerbung

Die anonyme Bewerbung kommt ursprünglich aus Amerika und findet mittlerweile auch in Deutschland Anklang. Hinter ihr verbirgt sich eine reduzierte Version der Bewerbung, in der gewisse Charakterzüge aus Fairnessgründen gegenüber dem Bewerber weitestgehend ungenannt bleiben. Sie bildet die Ausnahme und verzichtet dabei auf viele Informationen.

Folgende Merkmale des Bewerbers gehören dazu:

  • Name, Alter
  • Geschlecht, sexuelle Identität
  • Nationalität, Geburtsort
  • Familienstand, Angaben zu Religion und Weltanschauung

Abschließend kann festgehalten werden, dass der Lebenslauf durch die Entnahme von überflüssigen Angaben, um einiges leichter und attraktiver werden kann. Oft hängt dies mit der Verbindung zur neuen Tätigkeit zusammen. Manchmal spielt dabei jedoch auch die Fairness gegenüber dem Bewerber eine Rolle.