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Der Sperrvermerk – bedenkenlos zum Jobwechsel

Sperrvermerk

© Heinzgerald

Unzufriedenheit im Berufsleben ist für Arbeitnehmer der Hauptbeweggrund, um den Job bzw. das Unternehmen zu wechseln. Als ob die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz noch nicht schwer genug wäre, ist die Bewerbung aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis ein noch größeres Übel. Sie fürchten, dass Ihr Chef von den Plänen um einen Ausstieg Wind bekommt und daraufhin verärgert reagieren könnte? Der Sperrvermerk ermöglicht Ihnen einen bedenkenlosen Jobwechsel:

Platzierung & Intention des Sperrvermerks

Wenn Personaler die geheimen Plänen eines Angestellten bemerken, welcher sich kurz vor einem Ausstieg aus seinem Beschäftigungsverhältnis befindet, reagieren nicht wenige Arbeitgeber nachtragend, da sie fest mit jedem Angestellten planen. Der Angestellte hat jedoch grundsätzlich das Recht auf eine anderweitige Bewerbung, sowie der Arbeitgeber seine Angestellten nicht generell von jeder Veränderung des Unternehmens in Kenntnis setzen muss.

Die Verwendung eines Sperrvermerks ist daher letztendlich absolut regelkonform und unbedenklich für jeden Angestellten, um den Schutz von Daten und Inhalt seiner Bewerbung zu gewährleisten.

Ein Sperrvermerk ist im Großen und Ganzen keine aufwendige Angelegenheit. Im Grunde genommen handelt es sich bei ihm lediglich um eine Phrase, welche sich in Bewerbungen wiederholt und quasi als standardisiert betrachtet werden kann.

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Tipps zur anonymen Bewerbung: Bei einer anonymen Bewerbung wird bewusst Verschwiegenheit geübt. Die vertraulichen Informationen, die es zu verschleiern gilt, drehen sich alle, um gewisse persönliche Charakteristiken eines Bewerbers. Das sind zum Beispiel das Geschlecht, das Alter und die Religionszugehörigkeit. Ziel einer anonymen Bewerbung ist es somit, jedem Bewerber die selbe Chance auf eine Arbeit einzuräumen.

 

Die richtige Platzierung des Sperrvermerks ist entscheidend. Er soll weder zu forsch wirken noch in der Bewerbung untergehen. Damit der Sperrvermerk wahrgenommen und nicht überlesen wird, sollte er, wenn möglich, an zwei verschiedenen Stellen eingefügt werden:

Zum einen in der E-Mail (im Falle einer Online-Bewerbung):

..mit der Bemerkung: „Bitte vertraulich behandeln!“

Der Vermerk (am Ende des Anschreibens):

..mit der Bemerkung: „Da ich mich in ungekündigter Stellung befinde, bitte ich Sie, diese Bewerbung vertraulich zu behandeln.“
Dies ist eine ausführliche und ausreichende Eingliederung eines Sperrvermerks.

Wer noch sicherer gehen will, kann weitere Dokumente, wie den Lebenslauf oder das Arbeitszeugnis, in Maßen zensieren, indem er oder sie den aktuellen Arbeitgeber umschreibt und nicht direkt nennt. Das Deckblatt ist nicht betroffen.

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Tipps für Studenten: Viele Studenten schreiben ihre Abschlussarbeit „in“ einem Unternehmen. Das bedeutet, dass Unternehmen Studenten ein wissenschaftliches Thema bieten und sie dafür eine bestimmte Zeit dort tätig sind. Das funktioniert sowohl mit der Bachelorarbeit als auch mit der Masterarbeit.

Wichtig: Manche Unternehmen wollen unbedingt einen Sperrvermerk in der Abschlussarbeit ihrer Studenten sehen, da sie ihre Betriebsgeheimnisse schützen wollen. Die Abschlussarbeit unterliegt dabei zudem einer Sperrfrist, die verstreichen muss, bevor sie veröffentlicht werden darf.

 

Dies könnte folgendermaßen aussehen:

– aus der Volksbank Raiffeisenbank wird „eine angesehene deutsche Bank“ –

Verschwiegenheitspflicht für Arbeitgeber

Sofern ein Sperrvermerk in eine Bewerbung integriert wurde, besteht eine Verschwiegenheitspflicht für den kontaktierten Arbeitgeber. Sollte der Sperrvermerk dennoch missachtet werden und das aktuelle Unternehmen etwas von der Bewerbung mitbekommen bzw. ein Kontakt zwischen den Arbeitgebern stattfinden, kann der Bewerber, im Falle von schwerwiegenden Konsequenzen, den Anspruch auf einen Schadensersatz stellen.

Leider kann ein Verstoß dieser Art nur selten zurückverfolgt werden. Es steht jedoch fest, dass sich besonders seriöse Unternehmen an den Sperrvermerk halten und Bewerbungsversuche vertraulich behandeln.

 

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