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Der letzte Satz der Bewerbung – passender Abschluss gesucht?

Schlusssatz der Bewerbung

Schlusssatz der Bewerbung

Eine Bewerbung ist eine Jobanfrage. Bewerber bieten sich damit für eine freie Stelle bei dem Arbeitgeber ihrer Wahl an. Doch welches Verhältnis haben beide Parteien an diesem Punkt? Sollte der Arbeitgeber als übergeordnete Institution gesehen werden oder sollte sich der Bewerber sogar im Vorteil gegenüber dem Adressaten sehen?

Beim Schlusssatz der Bewerbung kommt es auf die Beantwortung dieser Fragen an. Die Bewerbung ist eine Jobanfrage und um diese angemessen abzuschließen, muss sich der Bewerber im Klaren über seine Ausgangsposition sein.

In diesem Artikel erhalten Sie wertvolle Tipps, damit Ihre Bewerbung zum Erfolg wird und Sie von dem gewünschten Unternehmen zu einem persönlichen Gespräch eingeladen werden. Ist der letzte Satz des Bewerbungsschreibens misslungen, so nützt nämlich auch ein guter Lebenslauf rein gar nichts.

Erinnerungswert des letzten Satzes

Ein Bewerbungsschreiben ist nur eine Seite lang. Dennoch gibt es eine Aufmerksamkeitskurve des Personalentscheiders, die nicht stetig auf der Ebene MAXIMAL INTERESSIERT verläuft. Sie fällt in der Mitte ab und steigt gegen Ende des Anschreibens erneut an. Daraus können wir ableiten, dass der Personalentscheider dem Anfang und dem Ende den größten Teil seiner Aufmerksamkeit schenkt. Ergo spielen Einstiegssatz und Schlusssatz eine bedeutende Rolle, obwohl sich der eigentliche Inhalt des Bewerbungsschreibens in der Mitte abspielt.

„Wären Sie so freundlich ..?“

Bewerber und Konjunktiv sind zwei ungleiche Freunde. Mit seiner Bewerbung BITTET der Bewerber nicht um einen Job, sondern preist seine Notwendigkeit für das Unternehmen an. WÄRE, WÜRDE und HÄTTE haben in ihr nichts verloren. Der Bewerber ist von sich selbst überzeugt und findet keine Verwendung für unsichere Floskeln.

Die folgenden Abstufungen des letzten Satzes zeigen wieso:

1.: überzogen: „Wenn es Ihnen nichts ausmacht, würde ich Sie vielleicht gerne bitten dürfen, mich eventuell irgendwann einmal zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen. Darüber würde ich mich dann, für denn Fall, dass Sie das machen sollten, sehr freuen.“

2.: standard: „Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen.“

3.: abgeschwächt: „Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch würde ich mich freuen.“

Die korrekte Version dieses relativ schlichten letzten Satzes lautet:

„Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr“.

Der Konjunktiv ist ein No-Go, dass am besten durch klare Worte vermieden wird. Wer glaubt, dass diese Vorgehensweise zu rabiat klingt, der sollte die folgende Faustregel beachten: Ein Bewerber bittet nicht um ein Vorstellungsgespräch – er meldet sich für eins an!

Auf Augenhöhe mit dem Chef

Die Frage nach der Ausgangsposition des Bewerbers kann folgendermaßen beantwortet werden:

Am besten fährt ein Bewerber, wenn er sich mit dem Personalentscheider auf Augenhöhe sieht. Beide Parteien suchen den Mehrwert. Der Bewerber sucht eine Einstellung. Der Personalentscheider sucht einen Angestellten. Daher sollte der Bewerber während der Verhandlung keine Unsicherheit zeigen, einen dennoch angemessenen Umgangston pflegen und klare Worte im letzten Satz finden. Selbstverständlich kann der Bewerber jedoch auch eine Emotion einbauen und seine Freude über eine mögliche Einladung vermitteln. Wer sich bewirbt und eingeladen wird, kommt schließlich auch gerne zum Vorstellungsgespräch.