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Anschreiben mit Struktur – You, Me, We!

Aufbau des Bewerbungsschreiben

© Karin & Uwe Annas - Fotolia.com

Bewerbungsunterlagen haben eine bestimmte Struktur. Gerade bei der Bewerbung um einen Studienplatz oder ein Stipendium stolpern Bewerber bei der Suche nach Tipps zum Aufbau des Motivationsschreibens immer wieder über die sogenannte „You, Me, We-Struktur“. Aber auch bei der Bewerbung um einen Arbeitsplatz lässt sich dieses Prinzip in leicht veränderter Form im Anschreiben anwenden. Insbesondere bei Initiativbewerbungen ist dies ein gutes Mittel, um ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben zu verfassen, da es ja keine Stellenausschreibung gibt, auf die der Bewerber sich beziehen kann.

Aufbau:

Das „You“

Im ersten Teil („You“) sollte ein direkter Bezug zum Unternehmen und der angestrebten Stelle hergestellt werden. Dieser sollte jedoch nich bereits nach der Anrede verloren gehen. Es ist zu beachten, dass möglichst konkrete Aussagen gegenüber dem Ansprechpartner getroffen werden. „Ich möchte gern für ein großes, erfolgreiches Unternehmen arbeiten“ ist keine geeignete Begründung. Folgende Fragen gilt es im Anschreiben der Bewerbung zu beantworten:

  • Was unterscheidet genau dieses große, erfolgreiche Unternehmen von den anderen? (z.B. Marktführer, innovative Ideen, besonders gute Sozialleistungen, etc.)
  • Was bringt mir eine Anstellung bei diesem Arbeitgeber? (z.B. fachliche und persönliche Weiterentwicklung, hohe Verantwortung, etc.)

Das „Me“

Der nächste Abschnitt („Me“) widmet sich dem Bewerber selbst. Hier sollten die eigenen Stärken, auf fachlicher und persönlicher Ebene, angesprochen und möglichst durch Beispiele belegt werden. Dabei sollten allerdings nicht einfach die Informationen aus dem Lebenslauf bzw. anderen Bewerbungsunterlagen übernommen werden. Besser ist es, konkrete Angaben zu machen, die sich mit den Aufgaben im Rahmen der angestrebten Stelle decken. Wichtige Fragen sind hierbei:

  • Warum sollte der Arbeitgeber gerade mich einstellen?
  • Was unterscheidet mich von anderen Bewerbern?
  • Welche meiner Qualifikationen passen besonders gut zur Stelle?
  • Habe ich besondere Erfolge oder Meilensteine vorzuweisen?

Das „We“

Im letzten Teil des Anschreibens („We“) wird ein Blick in die Zukunft geworfen. Hier sollte klar werden, dass beide Seiten profitieren, die Anstellung also eine Win-win-Situation darstellt. Einerseits wird dabei auf die eigenen beruflichen Ziele eingegangen, gleichzeitig sollte aber auch klar werden, welchen Teil der Bewerber selbst zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen kann. Ein besonderes Augenmerk im Anschreiben gilt hier:

  • Der eigenen Entwicklung in fachlicher und persönlicher Hinsicht. „Wo möchte ich hin?“
  • Wie kann ich meine Kompetenzen nutzenbringend für das Unternehmen einsetzen?
  • Der Hinweis auf die freudige Erwartung einer Einladung zum Vorstellungsgespräch zählt ebenfalls zum „We“-Abschnitt.

Die einzelnen Abschnitte des Anschreibens sollten klar gegliedert sein. Wer möchte, kann zusätzlich Zwischenüberschriften verwenden, um die Struktur der Informationen zu verdeutlichen. Im Gegensatz zu einem Motivationsschreiben für eine Universität sollte allerdings beachtet werden, dass das Anschreiben nicht länger als eine Din-A4-Seite wird.

Alles in allem ist die You-Me-We-Struktur eine sehr gute Möglichkeit, sich vom „klassischen“ Anschreiben der Bewerbung und von den anderen Bewerbern abzusetzen.