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Absage der Bewerbung – der Umgang mit dem Scheitern

Absage der Bewerbung

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Wer an seine ersten Bewerbungsversuche denkt oder grade mitten drin steckt, wird sich an einen Rat erinnern, welcher intuitiv für ein missmutiges Seufzen gesorgt haben dürfte. „Schreibe so viele Bewerbungen, wie möglich!“, hieß es schon immer von den Eltern. Ist die mühselige Erarbeitung einer Bewerbung denn nicht schon Strafe genug? Letztendlich wird hinter diesem Rat jedoch immer ein großes Stück Wahrheit und Berechtigung stecken, da die Bewerbung vor allem eine Geduldsprobe ist und viel Zeit sowie Interesse des Bewerbers erfordert.

Wer heutzutage als Berufsanfänger oder auch erfahrene Fachkraft einen neuen Job ins Visier nimmt, muss in einer Zeit des stetigen Wandels, welche Unternehmen weltweit ein schnelles Auswahlverfahren abverlangt, stets mit einer Absage seiner Bewerbung rechnen. Doch was sagt eine Absage wirklich aus?

Eine Absage der Bewerbung annehmen und verarbeiten

Das Wort Absage verbindet jeder Mensch mit unterschiedlichen Dingen. Oft sind oder waren sie weniger erfreulich und sorgen durch die schriftliche Abfuhr eines Arbeitgebers nicht selten (unterbewusst) für Verärgerung, wie auch zu anderen schlechten Gefühlen. Eine entstehende Enttäuschung ist etwas mehr als normales – vor allem nach einer langen Zeit des Wartens. Dennoch sollte sich der gescheiterte Bewerber nicht in Absagen hineinsteigern und die schlechte Erfahrung als mahnendes Vorzeichen für seinen nächsten Versuch deuten.

Der beste Weg sich mit der Absage seiner Bewerbung abzufinden, ist sich selbst vor Augen zu führen, weshalb der Arbeitgeber trotz der mühevoll erarbeiteten Bewerbung einem anderen Kandidaten den Vorzug gewährt hat, obwohl die persönliche Qualifizierung mehr als ausreichend ist. Letztendlich gibt es zwei Gründe, welche dem Bewerber im Rennen um eine ersehnte Stelle das Ruder ganz aus der Hand nehmen können und seine Bewerbung einem beliebigen Urteil überlassen:

  • Die Anzahl der Bewerber
  • Die Willkür des Personalleiters

Im Falle von großen Unternehmen kann es sein, dass auf ein Stellenangebot gleich mehrere hundert Bewerbungen folgen. Oftmals hat ein hoher Anteil von ihnen ähnlich gute Voraussetzungen. Nicht nur, dass eben diese enorme Anzahl die Chance, dass die eigene Bewerbung entsprechend genau wahrgenommen wird, extrem mindert, sie führt zu einem weiteren Faktor, welcher das Urteilsvermögen des Personalleiters häufig entscheidend beeinflusst.

Es ist die pure Willkür. Im Angesicht des riesigen Stapels an Unterlagen können am Ende oberflächliche Gesichtspunkte wie das Bewerbungsfoto ausschlaggebend sein. Abschließend handelt es sich also um Faktoren, welche vom Bewerber gar nicht erst in Betracht gezogen werden können und daher nicht seine „Schuld“ sind. Das wichtigste ist sich weiter zu bewerben und den Rückschlag als neutral im Hinterkopf zu behalten.

Der Personaler ist (nicht) immer schuld!

Bewerber die eine Absage erhalten sind oftmals eines: Wütend! Dabei wünschen sie sich nichts als ein Gespräch, um eine Stelle. Mit dem Auslöser für diese Wut ist häufig zugleich ein Schuldiger gefunden, welcher sich perfekt in diese Rolle eingliedert. Der Arbeitgeber hat es schließlich gewagt einen anderen Bewerber für das Vorstellungsgespräch vorzuziehen und damit einen folgenschweren Fehler begangen.

Fakt ist jedoch, dass es nun mal zum Beruf gehört den passenden Bewerber für das Unternehmen zu finden und sich jeder Personaler irgendwie mit der Flut an Bewerbungen auseinandersetzen muss. Eine wirkliche „Schuld“ hat in diesem Fall höchstens das Unternehmen bzw. die Wirtschaft, welche es nicht möglich macht weitere Arbeitsplätze in Aussicht zu stellen.

Die Intention einer Absage

Hinter der schriftlichen Absage eines Unternehmens verbirgt sich oft nichts weiter als heiße Luft. Die enorme Anzahl an Mitkandidaten führt im Nachhinein zu einer ebenso großen Menge an Absagen, welche nicht individuell gestaltet werden, sondern aus Textbausteinen bestehen und demnach an die Kontaktdaten jedes einzelnen Bewerbers angepasst zu werden. Daher sollte sich kein Bewerber den tatsächlichen Inhalt zu sehr zu Herzen nehmen und ihn schnellst möglich hinter sich lassen, sofern er nicht selbst einen positiven Zweck aus ihm ziehen kann.

Individuelle Absagen: Über Marketing und Hintergedanken

Manche Unternehmen schwenken mittlerweile doch auf eine vielfältige Gestaltung um, da sich Bewerber mehr Interesse der Personaler wünschen. Dies trägt ferner den Hintergedanken, dass die Marke sowohl bei den Bewerbern als auch ihren Angehörigen nicht in Verruf gerät und weiterhin gekauft wird. Oft ist dies nur ein schwacher Trost, doch die nächste Chance sich auf ein Vorstellungsgespräch zu bewerben kommt immer!

 

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