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Bewerbung nachfragen - Wann und wie gehe ich richtig vor?

Sie haben eine Bewerbung versendet und nun heißt es warten. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, um bezüglich der eingegangenen Bewerbung nachzuhaken? Und wie gehen Sie dies am besten an? In diesem Artikel erläutern wir gängiges Vorgehen und geben Ihnen außerdem hilfreiche Formulierungen und Tipps an die Hand. 

Jan Werk - SEO-Manager

Über den Autor

Seit 2018 bin ich SEO-Manager bei den Bewerbungsschreibern und immer auf der Suche nach den neuesten Bewerbungstrends. Basierend auf meiner Recherche und im direkten Austausch mit unseren Bewerbungsexpert*innen erstelle, lektoriere und optimiere ich Beiträge wie diesen hier. Darüber hinaus stelle ich sicher, dass all unsere Webseiteninhalte optimal für Sie dargestellt werden und nutzbar sind.

Jan Werk - SEO-Manager

Keine Rückmeldung erhalten - Wann nachfragen?

Nachdem Sie Ihre Bewerbung versendet haben, müssen Sie sich in Geduld üben. Da Unternehmen üblicherweise nicht nur Ihre, sondern eine Vielzahl von Bewerbungen sichten, ist es vollkommen normal, dass zwei bis drei Wochen – bei Konzernen sogar mehr – vergehen, bevor Sie eine Rückmeldung erhalten. Die Länge der Wartezeit während der Bearbeitung hängt demnach von unterschiedlichen Faktoren wie der Anzahl an Bewerbungen und der Größe des Unternehmens ab.


Es gibt keine feste Frist, nach der es angebracht ist, sich bezüglich der Bewerbung zu erkundigen. Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Punkte ist eine erste Nachfrage zu Ihrer Bewerbung jedoch erst nach ca. drei Wochen sinnvoll. Wenn Sie Ihre Bewerbung per E-Mail versendet und nach längerer Wartezeit keine Eingangsbestätigung, Empfangsbestätigung oder andere Rückmeldung erhalten haben, sollten Sie nachhaken, ob Ihre E-Mail überhaupt bei der zuständigen Person angekommen ist.


Generell können Sie durch das proaktive Nachfragen bezüglich des Zwischenstands Ihrer Bewerbung Ihre Motivation und Ihr Interesse an der Stelle und dem Unternehmen verdeutlichen und sich so noch mal ins Gedächtnis rufen. Stellen Sie jedoch sicher, dass Sie die Rückmeldung nicht übersehen haben, weil sie beispielsweise im Spam-Ordner gelandet ist. Ansonsten kann das Nachfassen einen negativen Eindruck hinterlassen.

Wenn Ihnen das Unternehmen einen ungefähren Zeitraum genannt hat, innerhalb dessen es eine Entscheidung fällt, sollten Sie auf keinen Fall vorher nachfragen. Manchmal finden Sie auch einen Zeitrahmen direkt in der Stellenanzeige, innerhalb dessen das Unternehmen sich vornimmt, die Antworten zu versenden. Halten Sie sich an die Frist, um keinen negativen Eindruck zu hinterlassen. 

Vor- und Nachteile des Nachfassens

Wenn Sie nach dem Status Ihrer Bewerbung bei einem Unternehmen nachfragen, kann das sowohl Vor- als auch Nachteile haben. Hier sind einige mögliche Auswirkungen.


Vorteile:

  • Interesse und Engagement: Eine Nachfrage kann dem Arbeitgeber signalisieren, dass Sie wirklich an der Position interessiert und motiviert sind, im Unternehmen zu arbeiten.

  • Klarheit erhalten: Wenn Sie lange keine Rückmeldung erhalten haben, gibt Ihnen die Nachfrage eine klare Vorstellung davon, wo Sie im Bewerbungsprozess stehen.

  • In Erinnerung bleiben: Es kann vorkommen, dass Bewerbungen verloren gehen oder übersehen werden. Eine höfliche Nachfrage kann sicherstellen, dass Ihre Bewerbung nicht übersehen wird und Sie im Gedächtnis der*des Personalverantwortlichen bleiben.

  • Möglichkeit für Feedback: In einigen Fällen, besonders wenn Sie abgelehnt werden, kann eine Nachfrage Ihnen wertvolles Feedback darüber geben, wie Sie Ihre Bewerbung oder Ihre Interview-Fähigkeiten in Zukunft verbessern können.

Nachteile:

  • Risiko des negativen Eindrucks: Wenn Sie zu oft oder zu früh nachfragen, könnte das als Ungeduld oder mangelnde Professionalität interpretiert werden und aufdringlich wirken.

  • Zusätzlicher Arbeitsaufwand für den Personalbereich: Besonders in großen Unternehmen mit vielen Bewerbungen kann Ihre Nachfrage zusätzlichen Aufwand für das HR-Team bedeuten.

  • Risiko der Ablehnung: Es kann vorkommen, dass ein Unternehmen sich noch nicht entschieden hat, sich durch die Nachfrage schneller zu einer Entscheidung gedrängt fühlt und diese dann negativ ausfällt.

Gründe - Warum habe ich keine Antwort erhalten?

Das Ausbleiben einer Rückmeldung auf Ihre Bewerbung kann verschiedenste Gründe haben. Dies können sowohl interne als auch externe Gründe sein. Es bedeutet nicht unbedingt, dass Ihr Bewerbungsschreiben oder Ihre weiteren Bewerbungsunterlagen nicht überzeugend waren. Manchmal verzögert sich der gesamte Prozess durch unvorhergesehene Ereignisse.


Hier finden Sie eine Liste mit zehn möglichen Gründen für das Ausbleiben der Rückmeldung:

  • Es liegt eine große Anzahl an Bewerbungen vor.

  • Es handelt sich um ein großes Unternehmen mit vielen internen Prozessen, die eine Antwort verzögern.

  • Urlaub oder Krankheit innerhalb der Personalabteilung verhinderte eine Sichtung der Unterlagen.

  • Der Bewerbungsschluss wurde noch nicht erreicht.

  • Die Stelle wurde intern besetzt.

  • Die Bewerbung ist nie bei den Personalverantwortlichen angekommen.

  • Ein*e andere*r Bewerber*in wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen und Sie befinden sich noch auf der Warteliste, falls es zu keiner Einstellung kommt.

  • Es wurde vergessen, die Stellenanzeige aus Jobbörsen oder von der Website zu löschen, obwohl die Stelle bereits besetzt wurde.

  • Die Entscheidung fiel aufgrund fehlender Qualifikation oder unzureichender Qualität der Unterlagen auf eine*n andere*n Bewerber*in und es wurde keine Absage versendet.

  • Keine echte Vakanz – Die Stelle war nur zu Imagegründen ausgeschrieben.
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Wie sollte ich wegen meiner Bewerbung nachfragen?

Wenn genügend Zeit zwischen dem Eintreffen Ihrer Bewerbung und Ihrer Kontaktaufnahme vergangen ist, können Sie bei der zuständigen Person nachfragen. Sie haben bereits im Rahmen der Bewerbung die nötigen Kontaktinformationen erhalten bzw. recherchiert. Demnach haben Sie in den meisten Fällen die Optionen, sich telefonisch oder per E-Mail an das Unternehmen zu wenden. In seltenen Fällen bieten auch Social-Media-Kanäle eine Möglichkeit, direkt in Kontakt mit dem Arbeitgeber zu treten. 

Nachfragen per Telefon

Sollten Sie sich telefonisch bei der Personalabteilung beziehungsweise der zuständigen Person nach dem Bewerbungsstand erkundigen, können Sie im direkten Austausch auf das Gesagte reagieren und sich eventuell noch mal positiv in Erinnerung rufen. Dabei ist es wichtig, dass Sie Verständnis zeigen, falls der*die Personaler*in zum Zeitpunkt Ihres Anrufs keine Kapazitäten für ein ausführliches Gespräch hat oder aus Datenschutzgründen am Telefon keine Auskunft geben darf.


Wenn Sie sich dazu entscheiden, im Rahmen eines Telefonats nachzufragen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass auch spontan einige Rückfragen zu Ihrer Bewerbung gestellt werden könnten oder sogar ein kurzes Telefoninterview daraus entsteht. Bereiten Sie sich also vor und haben Sie idealerweise Ihren Lebenslauf und Ihr Anschreiben parat, um für inhaltliche Fragen gewappnet zu sein.


Beim telefonischen Nachfassen sollten Sie sich mit Ihrem vollen Namen vorstellen, erklären, wann und auf welche Stelle Sie sich beworben haben und erläutern, dass Sie sich erkundigen möchten, ob Ihre Bewerbung an der richtigen Stelle angekommen ist und dass Ihr Interesse an dem Unternehmen und der Stelle weiterhin besteht. 

Nachfragen per E-Mail

Die zweite Option, sich nach dem aktuellen Status Ihrer Bewerbung zu informieren, ist der schriftliche Weg per E-Mail. Dabei ist es wichtig, dass Ihre E-Mail einen professionellen Eindruck vermittelt. Das beginnt bei der Wahl des passenden Betreffs. Bereits in der Betreffzeile sollte erkenntlich werden, dass sich diese E-Mail auf eine vorher eingegangene Bewerbung bezieht. Im Idealfall können Sie die dazugehörige Kennnummer ebenfalls nennen, sodass Personalverantwortliche Ihre E-Mail ohne Probleme zuordnen können.


Ihre E-Mail sollte sich dann an dieselbe Person / Abteilung richten wie die zuvor eingegangene Bewerbung. Starten Sie also mit einer höflichen Anrede und dem Namen des Ansprechpartners bzw. der Ansprechpartnerin. Danach folgt der eigentliche Inhalt Ihrer E-Mail. Diese sollte kurz und präzise formuliert sein. Sie sollten Ihr Anliegen deutlich machen und Ihr andauerndes Interesse bekunden und darauf eingehen, dass Sie für ein persönliches Gespräch zur Verfügung stehen.


Beispielformulierung für eine solche E-Mail:


„Sehr geehrte Frau Beispiel,


Am [Datum der Bewerbung] habe ich meine Bewerbung für die Position [genaue Bezeichnung der Position] eingereicht. Da ich bisher noch keine Rückmeldung erhalten habe, möchte ich mich hiermit nach dem aktuellen Stand meiner Bewerbung erkundigen.


Ich bin weiterhin sehr interessiert und freue mich auf die Möglichkeit, in einem Gespräch mehr über die Aufgaben und das Team zu erfahren.


Ich verstehe natürlich, dass der Auswahlprozess Zeit in Anspruch nehmen kann. Wenn es zusätzliche Dokumente oder Informationen gibt, die Sie von mir benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Ich freue mich, bald von Ihnen zu hören.


Mit freundlichen Grüßen

[Ihr Vor- und Nachname]“

Typische Fehler beim Nachfassen

Wenn Sie sich aufgrund der ausbleibenden Rückmeldung bei dem Unternehmen melden, sollten Sie in jedem Fall darauf verzichten, Druck auf die Personalverantwortlichen auszuüben und ungeduldig zu sein. Außerdem sollten Sie Ihren Nachfassversuch höflich und zurückhaltend formulieren und auf Vorwürfe in Richtung der Personalverantwortlichen verzichten. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt bei dem Unternehmen nachhaken – ein Beispiel dafür wäre unmittelbar nach Ablauf der Bewerbungsfrist.


Bleiben Sie zudem sachlich und versuchen Sie nicht durch „Erpressung“ dem Ganzen mehr Ausdruck zu verleihen. Sehen Sie also davon ab, zu erwähnen, dass Sie andere offene Jobangebote haben, nur um den Druck auf die Personaler*innen zu erhöhen. Dies wird Ihre Chancen auf den Job keineswegs verbessern, stattdessen hinterlassen Sie einen negativen Eindruck und Ihre Mühe während der Bewerbungsphase war umsonst. 

Nachfragen nach dem Vorstellungsgespräch

In einem ersten Schritt haben Sie die Möglichkeit, sich erneut positiv ins Gedächtnis zu rufen, wenn Sie am Tag nach dem Vorstellungsgespräch ein Dankschreiben versenden. In diesem bedanken Sie sich für die Zeit und das Bewerbungsgespräch und können gleichzeitig erneut Ihr Interesse bekunden.


Aber auch abseits des Dankschreibens haben Sie die Möglichkeit, mit etwas Abstand zum Vorstellungsgespräch erneut nachzuhaken, wenn die Rückmeldung ausbleibt. In manchen Fällen nennt Ihnen Ihr Gesprächspartner bzw. Ihre Gesprächspartnerin einen zeitlichen Rahmen, in dem das Unternehmen eine Entscheidung fällt und sich zurückmeldet. Dann sollten Sie diese Frist unbedingt verstreichen lassen, bevor Sie erneut Kontakt aufnehmen.


Wenn dies nicht der Fall ist, können Sie sich in der Regel nach ein bis zwei Wochen bezüglich einer Entscheidung erkundigen. Wichtig ist aber auch nach dem Vorstellungsgespräch, dass Sie keinen Druck ausüben und höflich nachfragen. Dies können Sie entweder telefonisch erledigen oder Sie versenden eine E-Mail. Im Telefongespräch ergibt sich die Konversation durch gegenseitige Reaktion, den E-Mail-Text können Sie sich hingegen in Ruhe im Vorhinein überlegen und auch der*die Personaler*in kann sich dem Anliegen annehmen, wenn es zeitlich passt.


Ein Muster für den E-Mail-Text sieht wie folgt aus:


„Sehr geehrter Herr Beispiel,


ich möchte mich bei Ihnen für Ihre Zeit und das angenehme Gespräch bedanken. Hiermit möchte ich noch mal mein großes Interesse an der Stelle zum Ausdruck bringen.


Deshalb möchte ich erfragen, ob es schon Neuigkeiten zum Stand des Bewerbungsprozesses gibt. Können Sie schon abschätzen, wann ich ungefähr mit einer Entscheidung rechnen kann?


Wenn Sie noch weitere Informationen benötigen, stehe ich Ihnen jederzeit unter folgender Telefonnummer [Nummer] zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

[Ihr Vor- und Nachname]“


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