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Arbeitgeber-Check: Ich habe heute leider keine Bewerbung für Sie

Ein Arbeitgeber-Check ist mittlerweile auf vielen verschiedenen Portalen möglich. Führend ist dabei das Bewertungsportal kununu.de. Doch inwiefern lohnen sich Arbeitgeber-Checks vor dem Absenden der eigenen Bewerbung?

Als Bewerber haben Sie die verschiedensten Möglichkeiten sich über Firmen zu informieren. Beliebte Bewertungsportale in Deutschland sind kununu.de, jobvoting.de, glassdoor.de, meinchef.de, bizzwatch.de, companize.com, staufenbiel.de oder auch xing.com. Derzeitige sowie ehemalige Mitarbeiter haben die Möglichkeit, ihren Arbeitgeber auf verschiedene Kriterien hin zu bewerten. Bei Unternehmen mit mehreren Standorten kann für eine differenzierte Betrachtung eben dieser angegeben werden.

Wie stark beeinflussen diese Portale?

Arbeitgeber-Check - Person die an Ihrem Schreibtisch wichtige Notizen anfertigt und markiert
© William Iven

Ein Zwischenfazit der letzten Umfrage von bewerbung.net zeigt, dass ein Arbeitgeber-Check die Bewerber aktuell nicht davon abhält, sich bei einem Unternehmen zu bewerben – auch wenn dieser Job nur als eine Zwischenlösung dient. Lediglich ein kleiner Teil der Befragten gab an, sich bei schlechten Bewertungen auf keinen Fall bei einem Unternehmen zu bewerben (17 %). Eine komplette Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt noch.

Anhand dieser Umfrageergebnisse zeigt sich, dass sich Bewerber durchaus bei der Wahl des Arbeitgebers beeinflussen lassen. Woran diese Reaktion auf einen Check liegt bzw. wie diese mediale Beeinflussung zustande kommt, hat verschiedene Ursachen. Grundsätzlich sprechen Wissenschaftler zum Beispiel von dem Third-Person-Effect. Weitere Effekte, die bei der Betrachtung von Bewertungsportalen mit einfließen, sind: Hostile-Media-Effect, Looking-Glass Effect, Pluralistic Ignorance oder auch die Optimistic Bias.

Arbeitgeber-Check: Einfach die Ergebnisse akzeptieren?

Bewertungen sollten grundsätzlich nicht einfach so akzeptiert werden. Wenn Sie sich anhand der verschiedenen Arbeitgeber-Checks für ein Unternehmen entscheiden, so gilt es verschiedene Portale sowie die Bewertungen selbst zu prüfen. Viele Unternehmen nutzen jedoch diese Portale, um das eigene Image aufzupolieren:

Kurzerhand stellen Firmen Mitarbeiter (oder Praktikanten) ab, um positive Bewertungen zu fälschen. So wird das Arbeitsumfeld schnell familiär, der Chef zu einem bewundernswerten, gerechten Vorbild und die Kollegen sind sowieso die besten. Selbst der Bewerbungsprozess verläuft reibungslos – nach dem Vorstellungsgespräch erfolgt eine direkte Rückmeldung und der Personaler selbst war total nett.

Ganz zufällig hat jemand aus dem Bereich Unternehmenskommunikation oder aus der Personalabteilung keine zehn Minuten später einen Kommentar zu dieser Bewertung abgegeben. Dort wird sich an das herausragende Anschreiben sowie den vorbildlichen Lebenslauf erinnert – alles natürlich nicht zur vergleichen mit der Freude über den neuen Mitarbeiter.

Natürlich möchten Sie als Bewerber einem solchen Unternehmen schnellstmöglich Ihre Bewerbungsunterlagen in die Hand drücken – selbstverständlich in der Hoffnung, dass Anschreiben und Lebenslauf ebenfalls genau in dem Maße überzeugen.

Sobald Sie feststellen, dass ein Großteil der Bewertungen viel zu identisch ist, können Sie davon ausgehen, dass es sich dabei um Fälschungen handelt und Ihnen der sprichwörtliche „Blick hinter die Kulissen“ verschleiert wird.

Wesentlich realistischer ist ein Arbeitgeber-Check, bei dem jede Bewertung von den anderen abweicht. Schließlich bewertet jede Person nach ihrem persönlichen Empfinden und dieses kann nur schwerlich 1:1 mit dem anderer Personen übereinstimmen. Negative Bewertungen runden das Gesamtbild ab, sodass Sie als Bewerber einen „Rundum-Blick“ erhalten.

Zusätzlich haben Sie folgende Möglichkeiten:

Arbeitgeber-Check: Mann vergleicht im Internt
© kaboompics.com

Informieren Sie sich auf mehreren Portalen. Gerade größere Konzerne werden auf vielen verschiedenen Webseiten bewertet. Es gilt zwischen zielgruppengerechten Bewertungsportalen sowie eher allgemein gehaltenen Portalen zu unterscheiden. Begutachten Sie, von welchen Personen die Bewertungen abgegeben werden und in welcher Situation die Bewerter steckten. Behalten Sie dabei im Hinterkopf, welche Aspekte Ihnen auf der gegebenen Bewertungsskala wichtig sind (kollegiales Umfeld, Umgang mit älteren Kollegen, Gehalt, Verhalten von Vorgesetzten etc.) und wie hoch Sie selbst diese Aspekte bewerten würden.

Eine andere Option ist es, sich direkt bei den Mitarbeitern privat zu erkundigen. Dies geht natürlich nur, wenn Sie über verschiedene Eckpunkte einen dortigen Angestellten kennen. Selbst da müssen Sie jedoch darauf achten, in welcher Abteilung diese Person arbeitet. Schließlich kann in den unterschiedlichen Teams in den verschiedenen Abteilungen das Arbeitsklima variieren.

Fazit

Ein Arbeitgeber-Check ist für Sie und Ihre Karriere prinzipiell nicht nachteilig, insofern die Ergebnisse nicht offensichtlich verfälscht wurden. Vergleichen Sie dabei die Ergebnisse auf verschiedenen Bewertungsplattformen für ein übersichtliches Gesamtergebnis. Profitieren Sie von diesem Input sowohl für Ihre Bewerbung als auch für das spätere Vorstellungsgespräch. Letztgenanntes können Sie darüber hinaus für Nachfragen zu den Bewertungen nutzen.

Wir wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Bewerbung – ob mit vorherigem Arbeitgebervergleich oder ohne! Wenn Sie Fragen zu Ihrer Bewerbung haben, so können Sie uns gerne kontaktieren!

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