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Welche Anlagen gehören in eine Bewerbung?

Welche Anlagen in eine Bewerbung gehörenNachdem man sein Bewerbungsschreiben fertig verfasst hat, stellt sich meist die Frage: „Welche Schulzeugnisse, Zertifikate und Arbeitszeugnisse hänge ich an meine Bewerbungsmappe an?“ Damit man nicht einfach unsystematisch an dieses Thema herangeht, haben wir hier kurz zusammengefasst, was dabei beachtet werden sollte und geben Ihnen gerne hilfreiche Tipps.

Der Anhang besteht nicht nur aus Schulzeugnissen!

Dass ein Schüler in seiner Bewerbungsmappe nur seine Schulzeugnisse beilegen kann, ist fast schon selbstverständlich! Besser machen sich die Bewerbungsunterlagen natürlich dann, wenn die Anlagen aussagekräftig sind und dem zukünftigen Arbeitgeber wichtige und relevante Informationen über den Bewerber geben. Deshalb sind Arbeitszeugnisse, Zertifikate und Referenzen gerne gesehen, da diese die Kompetenz des Bewerbers belegen bzw. deutlich zum Vorschein bringen. Dies gilt selbstverständlich sowohl für klassische Bewerbungen als auch für Online-Bewerbungen, die in der Regel per E-Mail versendet werden. Anlagen in der Bewerbung können ein entscheidender Faktor sein, ob ein Bewerber zum Vorstellungsgespräch oder zu einem Assessment Center eingeladen wird und im Anschluss daran den gewünschten Job erhält.

Allgemein gilt: In der Kürze liegt die Würze

Wenn man viele Berufserfahrungen, Praktika oder andere diverse Referenzen angeben kann, dann ist es von Vorteil, mit prägnanten und aussagekräftigen Unterlagen die Bewerbung anzusteuern. Das hängt im Endeffekt nicht nur von der Stelle ab, sondern auch vom Bewerber und dessen Berufssituation, als auch vom Unternehmen, für welches dieser sich bewirbt. Hier gilt es den zukünftigen Arbeitgeber nicht mit Informationen, Zeugnissen und Zertifikaten zu überfluten, sondern von sich zu überzeugen. Das schafft man nicht nur mit Übersichtlichkeit, sondern besonders mit einem

aussagekräftigen und relevanten Inhalt. Deshalb ist es sinnvoller, wenn man sich nur mit solchen Arbeitszeugnissen und Referenzen bewirbt, die für die zukünftige Stelle vorteilhaft sind bzw. sein könnten. Derjenige, welcher 10 verschiedene Arbeitszeugnisse vorweisen kann, sollte also nicht alle mitanhängen, sondern die auswählen, welche seine Eigenschaften, gemachten Erfahrungen und seine wesentlichen Aufgabengebiete deutlich hervorheben und welche in Zusammenhang mit der neuen Tätigkeit gebraucht werden können.

Praktikum, Berufseinstieg, Jobwechsel

Die Unterlagen im Anhang unterscheiden sich von der Art der Tätigkeit:

Dass ein Bewerber, welcher bereits 20 Jahre Berufserfahrung und einen umfangreichen Lebenslauf  hat, andere Unterlagen für seine Bewerbung benutzt als ein Schüler aus der 9. Klasse für sein Praktikum, ist selbstredend. Ein Schüler kann bei seinem ersten Praktikum meist nur sein Schulzeugnis vorweisen oder eventuell auch Arbeitszeugnisse von Aushilfstätigkeiten oder Schulnebenjobs.

Diese können dann auf jeden Fall in die Bewerbungsmappe gelegt werden, auch wenn sie nichts mit der Art der Tätigkeit zu tun haben. Der Arbeitgeber sieht schließlich gerne, dass der Schüler neben der Schule anderweitig beschäftigt ist und sich gewisse Fähigkeiten aneignet und ausbaut. Das zeigt nicht nur, dass er erste Berufserfahrungen gesammelt hat, sondern auch mit gewissen Situationen und Problemen, die sich daraus ergeben können, schon einmal konfrontiert worden ist.

Hier kann sich die Bewerbungsmappe unterscheiden, vor allem die beigelegten Unterlagen können für einen Absolventen ausschlaggebend für den Erfolg seiner Bewerbung sein. Wer im Durchschnitt 3-5 Jahre Studium hinter sich hat, kann in den meisten Fällen einige Praktika oder andere Tätigkeiten vorweisen. Da jedoch ein Anhang von 20 Seiten nicht sehr vorteilhaft ist, ist es in diesem Fall wichtiger, die richtige Wahl der Unterlagen zu treffen.

Von Vorteil sind dann nur solche Arbeitszeugnisse und Zertifikate, die für die Stelle von Relevanz sind und dieser zu Gute kommen. War der Absolvent ein halbes Jahr in einem großen Unternehmen als Praktikant tätig, dann erwähnt man das eher als eine Aushilfstätigkeit im Einzelhandel. Ist der Lebenslauf des Absolventen aber rar und er kann sehr wenig an Berufserfahrung vorzeigen, dann können solche Neben- oder Aushilfstätigkeiten erwähnt werden. Ebenso Praktika, die in anderen Berufsfeldern stattgefunden haben können der Bewerbung angehängt werden. Vermeiden sollte man aber dann Zeugnisse aus allen Schulen, die man besucht hat. Nur der höchste Abschluss ist relevant.

In diesem Fall sind geringere Abschlüsse nicht mehr relevant und müssen nicht mitangehangen werden. Wer 1-2 Jahre in einem einzigen Beruf tätig sein konnte, kann selbstverständlich nicht mit langjähriger Berufserfahrung glänzen. Deshalb kann es hier von Vorteil sein, Praktika und Berufstätigkeiten zu erwähnen, selbst wenn diese nichts mit dem neuen Beruf zu tun haben.

All die Praktika und Tätigkeiten in diesem Falle wegzulassen, wäre nicht sehr vorteilhaft. Deshalb unterscheidet sich diese Bewerbungsmappe nicht viel mehr als die des Studium-Absolventen, außer dass in diesem Fall länger andauernde Erfahrungen im Beruf gemacht werden konnten.

Wer mehrere Jahre Berufserfahrung aufzeigen kann, sollte davon ausgehen, dass andere Referenzen und Zeugnisse in die Bewerbungsmappe kommen müssen bzw. sollten. Wurden Berufe ausgeübt, die in der gleichen Branche und mit den gleichen Fachrichtungen miteinander verknüpft werden können, dann ist es von Vorteil, nur die herausragenden Arbeitszeugnisse der Bewerbungsmappe beizulegen.

Zeugnisse und Referenzen, die bedeutende Aufgaben und Eigenschaften des Bewerbers darstellen und aus denen ersichtlich ist, wie kompetent derjenige ist und welche herausragende Arbeiten dieser verrichtet, machen dann schon mehr Sinn. Kurze Tätigkeiten und belanglose Aufgabenbereiche müssen dann nicht mehr beigefügt werden. Auch hier gilt es wieder zu beachten, dass nur der höchste Schulabschluss beigefügt wird.

Bewirbt man sich als Berufserfahrener für eine ganz andere Branche oder Berufstätigkeit, dann sind diejenigen Unterlagen wichtig, die für diese Stelle relevant sind bzw. sein könnten. Der Beruf der Erzieherin hat schließlich nichts mit dem Umgang von EDV oder Marketingprogrammen zu tun.

Viel wichtiger ist in solchen Fällen im Bewerbungsanschreiben zu erklären, warum man das Berufsfeld wechseln möchte und mit welchen Eigenschaften, Erfahrungen und Fähigkeiten man diesen Beruf ausfüllen kann. Deswegen können hier Unterlagen wichtig sein, die sich nicht speziell auf das alte Berufsfeld beziehen, sondern allgemeine Kompetenzen darstellen, welche der neuen Arbeit eher zu Gute kommen.

Entscheidend ist in erster Linie das Bewerbungsschreiben

Damit der Leser dem Anhang überhaupt Beachtung schenkt, muss er durch das Deckblatt und vor allem durch Anschreiben, und eventuell auch Motivationsschreiben, überzeugt werden. Er widmet sich erst den Arbeitszeugnissen und Referenzen, wenn er der Meinung ist, dass es sich bei diesem Bewerber lohnt und das eigene Interesse geweckt werden konnte.

Individualität ist In!

Um das Unternehmen von sich überzeugen zu können, bedarf es nicht nur einer strukturierten und vollständigen Bewerbungsmappe, sondern einem inhaltlich einwandfreien und starken Text. Dies schafft man nur, wenn man sich mit voller Konzentration und dem nötigen Zeitaufwand an die eigene Bewerbung setzt und sich ausreichend Gedanken darüber macht. Man sollte keine Bewerbungsmuster und Vorlagen dazu heranziehen und diese 1:1 übernehmen. Findet der Arbeitgeber Ihre Bewerbung in Suchmaschinen, dann haben Sie sich selbst aus dem Bewerberkreis ausgeschlossen! Damit man nicht in solche Situationen kommt, sollte man Bewerbungsmuster und Vorlagen nur heranziehen, um sich Anregungen und Tipps für die eigene Ideenfindung zu holen.

 

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