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Zukunft Personal 2016

Worüber Personalentscheider sprechen

Die Fachmesse Zukunft Personal hat ihre Pforten bereits wieder geschlossen. Wir waren in dieser Woche für Sie vor Ort und konnten von Vertretern der Personalmanagement-Branche erfahren, wie sich aktuelle Themen und kommende Trends im vielerorts beschriebenen War for Talents – dem Kampf um gute Fachkräfte – gestalten. Was sind die aktuellen Themen und Trends im Recruiting und was bringt die Zukunft? Unsere Impressionen haben wir in unserem Artikel für Sie zusammengefasst.

Was ist die Zukunft Personal?

Zukunft Personal Messegelände Köln

Die Zukunft Personal ist Europas größte Personalfachmesse und öffnet bereits seit 1999 jährlich ihre Pforten in der Messestadt Köln. Dieses Jahr präsentierten sich mehr als 650 Aussteller mit ihren Produkten und Dienstleistungen rund um und für das Personalwesen. Zahlreiche Fachvorträge und Podiumsdiskussionen informierten die Besucher der Messe über aktuelle Themen.

Bei der diesjährigen ZP16 oder auch #ZP16 stand alles im Zeichen von digitalen Lösungen, wie die offiziellen Abkürzungen der Fachmesse bereits vermuten lassen.

Unter dem Oberthema „Employee Experience: Neue Perspektiven für die Arbeitswelt“ diskutierten Unternehmer und Personalentscheider über neue Wege und Ansätze für das Bewerbermanagement und die Rekrutierung von Fachkräften.

Was passierte um die Zukunft Personal herum?

Der Deutsche Personalwirtschaftspreis

Auch abseits des Messegeländes stand in Köln vieles im Zeichen der Personalgewinnung. Apropos Gewinn: Zum Ende des zweiten Messetags luden die Fachzeitschrift Personalwirtschaft und die Zukunft Personal zum HR SKYdinner in die 28. Etage des KölnSKY, um den diesjährigen Deutschen Personalwirtschaftspreis zu verleihen. Aus zahlreichen Nominierungen wählte eine Jury drei Finalisten, die ihr HR-Konzept auf dem HR SKYdinner präsentieren konnten. Die Wahl des Gewinners lag dann bei den Messebesuchern der Zukunft Personal, welche direkt auf der Verleihungsfeier abstimmten. Aufgrund vorbildlicher Personalarbeit ging der Deutsche Personalwirtschaftspreis 2016 im Rahmen der #ZP16 an den Technologiekonzern Heraeus (13.000 Mitarbeiter), welcher sich mit seinem HR-Konzept hinsichtlich des Umbaus und der Digitalisierung der gesamten HR-Organisation gegen die anderen beiden Nominierten (Deutsche Telekom und Postbank) durchsetzen konnte.

Der HR Innovation Award

Neu auf der Zukunft Personal war in diesem Jahr die Verleihung des HR Innovation Award, welcher während der offiziellen Veranstaltungsfeier bereits am Eröffnungstag der Personalfachmesse vergeben wurde. Mit dem HR Innovation Award werden neuartige Produkte und Dienstleistungen für die Arbeitswelt von morgen ausgezeichnet. Gefragt sind dabei vor allem Lösungen, die eine wirkliche Neu- oder signifikante Weiterentwicklung der bisherigen Angebote darstellen. Die Innovationskraft steht hier also klar im Mittelpunkt, wobei weitere Aspekte wie Kreativität, Alleinstellungsmerkmal, Marktreife, Implementierungszeit, Preis-Leistungsverhältnis und wissenschaftliche Fundierung in dem Wettbewerb eine entscheidende Rolle spielen. In diesem Jahr haben sich 117 Unternehmen in den Kategorien „Soft- und Hardware“, „Dienstleistung und Recruiting“, „Weiterbildung und E-Learning“ sowie der Sonderkategorie „Start-up“ beworben. Anders als beim Deutschen Personalwirtschaftspreis urteilt hier ausschließlich eine Jury, bestehend aus Wissenschaftlern, Journalisten, Personalverantwortlichen und Verbandsvertretern, über die Teilnehmer. Die Sieger der unterschiedlichen Kategorien des HR Innovation Award sind der Bewerber-Suchalgorithmus Talentwunder, die Matching-Plattform für Arbeitgeber und Bewerber Talents Connect, das Business-School-Programm GMP+ sowie die Essenszuschuss-App Lunchit.

Das Rahmenprogramm bot zudem unter anderem Impulsvorträge von Anette Kramme (parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales) und Frank Riemensperger (Bitkom Hauptvorstand und Vorsitzender der Geschäftsführung Accenture GmbH).

Personalmanagement stellt Weichen für die Zukunft – Fachkräfte stehen im Mittelpunkt

Zukunft Personal - Die Weichen werden gestellt

In den Hallen am Messeplatz konnten die Besucher über die drei Messetage verteilt an den Standflächen mit Ausstellern ins Gespräch kommen und sich vor den großen und kleinen Bühnen einfinden, auf denen die Fachvorträge gehalten und Podiumsdiskussionen geführt wurden. Aus Bewerbersicht dürfte unter anderem der Vortrag von Helena Kortmann interessant sein, die für StepStone Deutschland als Marketing Managerin tätig ist.

In Ihrem Vortrag sprach die Arbeitsmarkt-Expertin über Big Data im Zusammenhang mit der Personalrekrutierung und stellte Ergebnisse einer aktuellen Studie vor, aus denen die Recruiting Trends 2016 abgeleitet wurden. Dazu zählten beispielsweise Mobile Recruiting, 1-Click-Bewerbungen, Employer Branding und Snapchat. Selbst die Marke Pokémon war auf der Leinwand als Recruiting Trend wiederzufinden.

Auch wenn viele der Trends bekannt sind und sich ein Wandel im Personalmanagement und der Rekrutierung von Fachkräften bereits seit einiger Zeit andeutet, zeigte der Vortrag doch klar, dass sich die Prozesse in Bezug auf Bewerbermanagement und Stellenbesetzung in Unternehmen verändern müssen. Durch die angesprochene Studie wurde nochmal deutlich, dass für Fachkräfte bedeutendere Faktoren als das Gehalt existieren, wenn es um die Auswahl eines passenden Arbeitgebers geht. So nannten 79% der Fachkräfte das Image des Unternehmens als wichtigstes Kriterium, 71% wünschen sich eine gute Arbeitsatmosphäre und wollen dies bereits im Vorfeld erkennen können.

In Zukunft passiert was – erste Schritte sind bereits getan

Hieraus lässt sich ableiten, dass es für Unternehmen künftig immer wichtiger sein wird, mehr Persönlichkeit zu zeigen. Aktuell liefern 70% der Stellenanzeigen keinerlei Informationen zur Arbeitsatmosphäre. Bilder von Mitarbeitern, Szenen aus dem Arbeitsalltag und Storytelling sind Mangelware. Unternehmen müssen auf smartes Employer Branding setzen, bestehende Inhalte auf den eigenen Karriereseiten optimieren und dies nicht nur unter inhaltlichem Gesichtspunkt: Immerhin 50% der Unternehmenswebsites sind nicht für die Ansicht auf mobilen Endgeräten geeignet. Bestehende Prozesse müssten schlanker gemacht, neue Wege und Kanäle müssten genutzt werden, um für Fachkräfte attraktiv zu sein – so das Fazit des Vortrags. Die Tatsache, dass nur 29% der Unternehmen Bewerbern nach einer Woche ein Feedback zu deren Bewerbung geben und es bei den restlichen 71% eher bis zu vier Wochen dauert oder ein Feedback generell ausbleibt, nutzte die Arbeitsmarkt-Expertin, um ein neues Produkt vorzustellen: Der StepStone Job Messenger ist eine klassische Messenger-App zum Versenden von Textnachrichten.

Unternehmen können sich ab sofort und ohne zusätzliche Kosten dazu entscheiden, einen Link zur App in StepStone-Stellenanzeigen einzubinden. Die App kann dann zur Kontaktaufnahme mit dem für die jeweilige Anzeige zuständigen Recruiter genutzt werden.

Ob und wie erfolgreich dieser neue Ansatz des Mobile Recruiting sein wird, bleibt vorerst noch abzuwarten. Allerdings ist es gut zu sehen, dass nicht zuletzt aufgrund der sich bereits veränderten Mediennutzung der jüngeren Generation erkannt wurde, dass in Zukunft kein Weg an smarten mobilen Lösungen vorbeiführt, wenn es um die Rekrutierung gut ausgebildeten Personals geht.