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Social Media – Zeitverschwendung oder Nutzen für Bewerber?

Social Media Bewerbung

© PureSolution - Fotolia.com

Social Media ist bisher wohl DAS Trendthema des 21. Jahrhunderts. Zu Beginn hauptsächlich für den privaten Austausch mit Freunden und Bekannten aus aller Welt genutzt, entdeckten nach und nach auch Unternehmen die Potenziale der Netzwerke und begannen diese für sich zu nutzen.

Der jüngste Zweig im Bereich professioneller Social Media-Nutzung, das sogenannte Social Media-Recruiting, erlebte ab Ende 2009/Anfang 2010 einen unglaublichen Aufschwung. Zu Beginn von vielen als schnell vorübergehender Hype abgetan, hat sich mittlerweile ein zum Teil hoch-professionalisierter Markt rund um die Nutzung von Social Networks im Rahmen des Employer Branding, Personalmarketing und der Mitarbeiterrekrutierung gebildet. Es existieren unzählige Agenturen, die Unternehmen ihre Unterstützung beim Auf- und Ausbau einer eigenen (individuellen) Social Media-Strategie anbieten und teilweise sogar die komplette Pflege der verschiedenen Kanäle übernehmen.

Social Media im Web 2.0

Die Blogosphäre wird überschwemmt von Einträgen, die Unternehmen die „neuesten“ Tipps und Tricks zur Nutzung von Social Media im Rahmen ihres Personalmarketing-Konzeptes liefern und die Kompetenz des jeweiligen Social Media Managers verdeutlichen sollen. Weit weniger im Fokus stehen Hinweise, wie sich Jobsuchende die verschiedenen Netzwerke und die Bemühungen der Arbeitgeber für ihre Bewerbung zu Nutze machen und einen Mehrwert aus den teilweise doch sehr umfangreichen Aktivitäten ziehen können. Kurz gesagt bieten Social Media Bewerbern die Möglichkeit …

… sich schnell und unverbindlich ein umfassenderes und im Idealfall authentischeres Bild von Unternehmen und deren Unternehmenskultur zu machen, als dies in Zeiten vor „Web 2.0“ möglich war. Im umgekehrten Fall können auch Jobsuchende die verschiedenen Medien nutzen, um potenziellen Arbeitgebern umfangreiche Informationen über ihre Person und ihre spezifischen Kompetenzen zugänglich zu machen. Eine dritte Option Social Media bei der Jobsuche zu verwenden, ist die Aktivierung des persönlichen Netzwerks und die zusätzliche Nutzung von viralen Effekten innerhalb der Social Networks.

Diese Social Media unterstützen Sie bei Ihrer Bewerbung:

Facebook

Immer mehr Arbeitgeber setzen per Facebook auf eine speziell für Personalmarketingzwecke angelegte Karriereseite. Die Anzahl solcher Seiten ist im deutschsprachigen Raum inzwischen auf ca. 260 angewachsen. Best-Practice Beispiele zeigen wie man das Potenzial von Facebook nutzen kann, um mit vergleichsweise wenig Aufwand eine große Anzahl potenzieller Bewerber zu erreichen. Als solcher kann man sich die Online-Auftritte der Arbeitgeber zu Nutze machen, im Optimalfall mit wenigen Klicks einen Einblick in den Berufsalltag gewinnen oder mittels Kommentarfunktion …

… in weitgehend ungezwungener, informeller Umgebung seine Fragen zu einzelnen Abläufen oder Betriebsklima stellen. Facebook ist definitiv eine Option, um bei der Jobsuche in die Offensive zu gehen. Dennoch sollten Bewerber aufpassen, dass sie sich nicht, durch ihr eigenes [unansehnliches] Profil, ins berufliche Abseits stellen und sich die Chancen auf einen Job ruinieren. Eine genaue Begutachtung des eigenen Facebook-Profils ist vor der Bewerbung generell Pflicht, da Arbeitgeber ihr Augenmerk auch auf dieses legen.

XING

Das Business-Netzwerk XING bietet auf den ersten Blick hauptsächlich Vorteile bei der passiven Jobsuche. Ein aussagekräftiges, professionell gestaltetes Profil dient Personalentscheidern als erste Informationsgrundlage über potenziell geeignete Kandidaten. Durch Verwendung prägnanter Schlagwörter zu Interessen, Qualifikationen und Erfahrungen wird das Profil über die Suchfunktion leicht auffindbar und ermöglicht einen Abgleich mit den Stellenanforderungen des Unternehmens. Darüber hinaus bietet XING Bewerbern weitere Möglichkeiten, um bei der Jobsuche einerseits auf sich aufmerksam zu machen und andererseits direkten Kontakt zu Unternehmensvertretern herzustellen. In zahlreichen fachbezogenen XING-Gruppen kann man sich über die Forenfunktion an Diskussionen zu seinem Spezialgebiet beteiligen und so andere Gruppenmitglieder von seiner Expertise überzeugen.

gluehbirne

Tipps für Ihre Bewerbung per Social Media: Twitter und Facebook dienen zum Netzwerken auf privater Ebene. Wer sich hingegen bei seiner Bewerbung auf Karrierenetzwerke, wie XING oder Linkedin, stützt, der kann sich auf dem Arbeitsmarkt einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Ein gelungener Internetauftritt kommt jedoch nur durch ein kompetentes Profil zustande. Beachten Sie dazu unsere hilfreichen Tipps zum Thema Profil-Optimierung!

 

Steht das Wunschunternehmen bereits fest, kann der Interessent über die Mitarbeiterliste des Unternehmens nach einem Ansprechpartner aus der relevanten Abteilung suchen und diesen direkt über XING kontaktieren, um schon im Vorfeld eventuell auftretende Fragen „auf dem kurzen Dienstweg“ klären zu können. Findet man direkt auf der plattformeigenen Jobbörse ein interessantes Stellenangebot, bietet einem die Funktion „Wen kennen Sie in dieser Firma?“ die Möglichkeit, persönliche Kontakte ersten und zweiten Grades ausfindig zu machen, welche im betreffenden Unternehmen beschäftigt sind. Auf diese Weise wird es ermöglicht, vom allseits beliebten und nicht zu unterschätzenden „Vitamin B“ Gebrauch zu machen.

Corporate Blogs

Immer weitere Verbreitung finden auch sogenannte Corporate Blogs, welche den Fokus auf das Thema Karriere legen. Auf diesen berichten Unternehmen bzw. im Idealfall auch einzelne Mitarbeiter über verschiedene Themen aus dem Unternehmensalltag, ihre Erfahrungen im Bewerbungsprozess oder auch über besondere Events, welche die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber unterstreichen sollen. Über Blogs kann man also als Bewerber an Informationen aus erster Hand gelangen, welche Außenstehenden üblicherweise verborgen bleiben. Man sollte sich jedoch auch immer …

… bewusst machen, dass Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation eine Auswahl der veröffentlichten Blogeinträge treffen können, um mögliche, allzu negative Kritik zu vermeiden. Skeptisch werden sollte man immer, wenn Mitarbeiter in jeglichen „Erfahrungsberichten“ die reinste Werbesprache verwenden, von den spannendsten Aufgaben und nettesten Kollegen der Welt berichten und dabei jegliche Art von Kritik vermissen lassen. Dahingehend, kann man davon ausgehen, dass in Unternehmen, die ihren Mitarbeitern das Bloggen ermöglichen, eine eher offene Unternehmenskultur herrscht.

Die Erfahrung zeigt, dass Social Media in den letzten Jahren Informationsverhalten und –geschwindigkeit massiv verändert haben. Achten sie daher darauf, durch Social Media, die bestmögliche Vorarbeit für Ihre Bewerbung zu leisten.