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Schriftart in der Bewerbung

Tipps für die richtige Wahl

Die Schriftart in der Bewerbung sollte zweitrangig bei der Entscheidung für oder gegen Sie als Bewerber sein. Allerdings tragen die gewählten Schriftarten von Bewerbern maßgeblich zum ersten Eindruck bei. Sie entscheiden somit über ein „Das schau ich mir an!“ oder „Oh je … Oh nein„.

Damit Ihre Bewerbung nicht zu der letztgenannten Reaktion führt, haben wir für Sie in diesem Beitrag die passenden Tipps zusammengestellt! Bevor es ans sprichwörtliche „Eingemachte“ hinsichtlich der möglichen Schriftarten geht, wenden wir uns allgemeinen Tipps sowie der möglichen Schriftgröße zu.

Schriftart in der Bewerbung – allgemeine Tipps

Bevor Sie sich daran machen, die richtige Schriftart für Ihre Bewerbung auszusuchen, sollten Sie sich über Folgendes im Klaren sein:

  • Nutzen Sie nicht zu viele verschiedene Schriftarten! Führen Sie sich vor Augen, dass Sie in Ihrer Bewerbung einen begrenzten Platz zur Verfügung haben, den Sie übersichtlich gestalten sollten. Viele verschiedene Schriftarten führen bereits zu Beginn zu einem ersten chaotischen Eindruck. Verwenden Sie daher maximal 2 verschiedene Schriftarten in der Bewerbung!
  • Greifen Sie bei Ihrer Wahl auf gut lesbare und seriöse Schriften zurück. Dies schließt im Fall der Bewerbung die Folgenden bereits aus: Vivaldi, Bradly Hand, Edwardian Script, Chiller, Comic Sans oder auch Lucida Handwriting.
  • Bleiben Sie einheitlich in Ihrer Bewerbung! Ändern Sie nicht nach Lust und Laune zwischen Anschreiben, Deckblatt und Lebenslauf die Schriftarten.
  • Wählen Sie am besten erst mit der Fertigstellung Ihrer Unterlagen eine Schrift sowohl für die Überschrift als auch für den Fließtext aus. So können Sie direkt anhand des fertigen Dokumentes feststellen, welcher Gesamteindruck für einen Leser entsteht.
  • Sie sind ideenlos, welche Schrift Sie für Ihre Bewerbungsunterlagen wählen wollen? Sie können sich beispielsweise beim Schriftbild an der Schrift der angestrebten Unternehmen orientieren.

Bewerbungstipp
Unser Tipp: Natürlich wollen Sie, dass ein Personaler sich Ihre Bewerbungsunterlagen (im Fall einer Onlinebewerbung) ansieht und diese dann auch lesen kann. Schließlich ist es möglich, dass Ihr potenzieller künftiger Arbeitgeber ein anderes Betriebssystem verwendet, eine andere Version Ihres Schreibprogrammes hat oder Sie sich eine Schrift aus dem Internet heruntergeladen haben. In diesem Fall findet jeder Personalentscheider lediglich ein chaotisches Format mit (im schlimmsten Fall) einer Anhäufung von Symbolen vor. Wandeln Sie daher unbedingt Ihre Bewerbung vor dem Versand in ein PDF um!

Schriftart in der Bewerbung – die richtige Größe

Heute schreibe ich meine Bewerbung einfach einmal in Schriftgröße 16 pt. So ist die gut leserlich!

Was für Sie nach einem klugen Plan klingt, ist jedoch weit ab von einer gelungenen Idee. Verfassen Sie Ihre Bewerbung in einer ähnlichen Größe, so nehmen Sie sich zum einen selbst viel Platz für wichtige Informationen. Zum anderen wirkt es, als würden Sie die Informationen herausschreien wollen.

Dennoch sollten Sie niemals mit Ihrer Schriftgröße unter 10 pt gehen. Nicht nur das Ihre Bewerbungsunterlagen in diesem Fall eher schlecht als recht zu lesen sind – Sie wirken zudem mit dieser Schriftgröße äußerst kleinlaut.

Für die Schriftart in der Bewerbung gibt es die folgenden zwei goldenen Regeln. Entweder Sie orientieren sich an einer 11 – 13 – 15 oder an einer 12 – 14 – 16 Staffelung. Diese Staffelung ergibt sich wie folgt:

→ 11 oder 12: Wird für den Fließtext des Anschreibens sowie für die Aufzählung im Lebenslauf verwendet
→ 13 oder 14: Nutzen Sie diese Größe für Zwischenüberschriften, das Datum, den Adressaten und den Absender
→ 15 oder 16: In dieser Schriftgröße können Sie Ihren Namen in der Kopfzeile sowie Ihre Überschriften schreiben

Die Wahl der Schriftgröße ist immer abhängig von der Schriftart in der Bewerbung. Es gibt Schriftarten wie beispielsweise Vivaldi, die mit 11 pt wesentlich kleiner und unleserlicher ist als Times New Roman.

Schriftart in der Bewerbung – Serifen ja oder nein?

Nicht jede Schriftart ist dazu geeignet, in der Bewerbung eingesetzt zu werden. Einige der von Microsoft oder Apple angebotenen Schriftarten eignen sich eher für (Kinder-) Geburtstagseinladungen als für einen professionellen Eindruck in der Bewerbungsphase. Sie müssen sich vorab dazu entscheiden, ob Sie eine Schrift mit oder ohne Serifen verwenden wollen.

Schriften mit Serifen haben an den Enden der Buchstaben kleine Striche, die die Lesbarkeit eines Fließtextes vereinfachen sollen. Das bekannteste Beispiel ist die Schrift Times New Roman. Andere Beispiele für eine Serifenschrift sind: Batang, Bell, Courier, Garamond oder auch Georgia.

Serifenlose Schriften wie Arial, Calibri, Candara, Corbel, Tahoma oder auch Verdana haben am Ende der Buchstaben keine kleinen Striche. Sie eignen sich besonders für klein geschriebene Textabschnitte, da diese Schriftarten durch ihre Gradlinigkeit gut lesbar sind.

Darstellung von Schriftarten mit Serifen

Obgleich serifenlose Schrifttypen sehr gradlinig sind, wird ihnen häufig eine starre sowie kalte Wirkung zugesprochen. Die Alternative, eine Schrift mit Serifen zu wählen, kann auf der anderen Seite dazu führen, dass Sie schnell als konservativ angesehen werden.

Schriftart in der Bewerbung – welche soll ich nehmen?

Sie wollen mit Ihrem Anschreiben, dem Deckblatt und dem Lebenslauf natürlich den perfekten Eindruck hinterlassen und zwar bei allen Bewerbungen. Wie sich aus den vorstehenden Punkten ergibt, wirken Schriften mit Serifen bereits anders, als serifenlose Schriften. Die Wirkung von Schriften hängt jedoch von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie eine Studie von Henderson, Giese und Cote zeigt. Folgend die Ergebnisse dieser Studie zur Wirkung verschiedener Schriftbilder (es handelt sich dabei um Standardschriften von Windows und Apple):

SchriftartCharakteristikEffektGeeignet für
ArialFreundlich:

Interessant:

Vertrauenswürdig:

Vertraut:

Mittel

Gering

Sehr hoch

Hoch

Klassische Berufsgruppen in traditioneller Unternehmenskultur

Praktisch orientierte Berufsgruppen

Times New RomanFreundlich:

Interessant:

Vertrauenswürdig:

Vertraut:

Mittel

Gering

Sehr hoch

Gering

Klassische Berufsgruppen in traditioneller Unternehmenskultur

Praktisch orientierte Berufsgruppen

CalibriFreundlich:

Interessant:

Vertrauenswürdig:

Vertraut:

Mittel

Mittel

Sehr hoch

Mittel

Klassische Berufsgruppen in traditioneller Unternehmenskultur

Praktisch orientierte Berufsgruppen

CorbelFreundlich:

Interessant:

Vertrauenswürdig:

Vertraut:

Mittel

Hoch

Sehr hoch

Gering

Klassische Berufsgruppen in offener Unternehmenskultur

Kreative Berufsgruppen

Forschende Berufsgruppen

VerdanaFreundlich:

Interessant:

Vertrauenswürdig:

Vertraut:

Hoch

Mittel

Hoch

Mittel

Sozial orientierte Berufsgruppen
Trebuchet MSFreundlich:

Interessant:

Vertrauenswürdig:

Vertraut:

Mittel

Hoch

Hoch

Sehr hoch

Unternehmerische Berufsgruppen

Kreative Berufsgrupen

Forschene Berufsgruppen

Century GothicFreundlich:

Interessant:

Vertrauenswürdig:

Vertraut:

Mittel

Hoch

Hoch

Gering

Kreaitve und forschende Berufsgruppen
CandaraFreundlich:

Interessant:

Vertrauenswürdig:

Vertraut:

Hoch

Sehr hoch

Mittel

Gering

Kreative sowie sozial orientierte Berufsgruppen

 

Anhand des Effektes und der Berufe, können Sie für sich selbst eine Einstufung vornehemen, für welche Schriftart in der Bewerbung Sie sich entscheiden wollen. Sollte unter den sogenannten „Standardschriften“ für Sie und Ihr Design der Bewerbung nichts passendes vorhanden sein, so können Sie ebenfalls auf Schriften aus dem Internet zurückgreifen. Beispielsweise über MyFonts oder Font Squirrel.

Für welche Schrift Sie sich auch entscheiden, Die Bewerbungsschreiber wünschen Ihnen viel Erfolg!

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