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Mut zur Gehaltsvorstellung – wie viel darf es sein?

Mut zur Gehaltsvorstellung

© Sabine Naumann - Fotolia.com

Das Gehalt ist für viele ein pikantes Thema ihrer Karriere – besonders bei der Jobsuche. Wird eine Gehaltsvorstellung im Stellenangebot gefordert, sind Sie am Zug. Insbesondere für unerfahrene Kandidaten gleicht die geforderte Selbsteinschätzung eher einem Spaziergang durch ein Minenfeld als einem Kinderspiel. Welche Summe gehört in meine Bewerbung? Wie spekuliert der Arbeitgeber, wenn es um Gehaltsvorstellungen geht?

Erst ist es zu viel, dann ist es zu wenig. Diese Konfrontation löst bei Bewerbern eine starke Unsicherheit aus. Genau auf diese haben es Unternehmen jedoch mit der Gehaltsvorstellung abgesehen. Denn sie ist lediglich das Vorspiel zum Vorstellungsgespräch mit dem erwartungsvollen Arbeitgeber.

Zeigen Sie Mut zur Entscheidung und treffen Sie in Ihrer Bewerbung die richtige Entscheidung. Ihr Gehalt ist reine Einstellungssache.

Die Aussage zählt: Brutto, pro Jahr, wie denn jetzt?

Manche Jobs erfordern sehr detaillierte Angaben. lassen bei denen jedoch etwas Grundlegendes aus den Augen. Fordert ein Unternehmen die Angabe einer Gehaltsvorstellung in der Bewerbung, geht es dem zuständigen Personaler letztendlich nicht ausschließlich um die Summe. Wie das Wort „Gehaltsvorstellung“ vermuten lässt, handelt es sich in erster Linie um eine Selbsteinschätzung des Bewerbers.

Grundsätzlich stellt sich der Personaler die Frage, ob der Bewerber in der Lage ist, sich selbst realistisch zu bewerten. Es ist daher prinzipiell besser, das Gehalt als Festsumme (30.000 Euro [pro Jahr]) im Anschreiben festzuhalten, um eine genaue Vorstellung vor Augen zu haben.

gluehbirne

Tipps zur Gehaltsvorstellung: Erfordert der neue Job eine Gehaltsvorstellung? Diese findet im Anschreiben sicherlich noch Platz (bloß nicht im Lebenslauf, auch nicht per Mail). Ferner spielt das Gehalt nicht in jeder Bewerbung eine Rolle. Verlangt das Unternehmen ausdrücklich eine Angabe, dann sollten Sie dieser Aufforderung nachkommen. Ist die Gehaltsvorstellung keine Notwendigkeit für den Job, müssen Sie diese nicht in Ihre Bewerbung einfließen lassen. Manche Arbeitgeber würden dies sogar als etwas forsch empfinden.

Rechtfertigung von Gehaltsvorstellungen

Natürlich sollte die Gehaltsvorstellung nicht nur aus dem Bauch getroffen werden. Gespräche mit Angestellten im spezifischen Berufsfeld, dem Professor des Vertrauens an der Uni oder eine kurze Internetrecherche können eine Hilfestellung sein. Der Personaler ist außerdem darauf gefasst, dass der Bewerber seine eigenen Vorstellungen überbieten könnte.

Eine stimmige Rechtfertigung des Bewerbers im Vorstellungsgespräch ist hierbei entscheidend. Wird ein Kandidat für eine Stelle mit einem Gehalt von 20.000 Euro bis 30.000 Euro gesucht, wäre eine Angabe von 50.000 Euro jedoch mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Ausschlusskriterium.

Gehalt in der Bewerbung

Dass das Unternehmen am längeren Hebel sitzt, ist ein Vorurteil. Der Bewerber sollte sich stets über seinen Wert im Klaren sein und seine Gehaltsvorstellung nicht von seiner Unsicherheit beherrschen lassen. Ein weiterer Grund für die Angabe eines möglichst angemessenen Gehaltes sind die späteren Verhandlungen im Vorstellungsgespräch. Bei den Gehaltsvorstellungen handelt es sich nämlich in den seltensten Fällen um das wirkliche Endresultat. Wer einen zu niedrigen Preis angibt, wird diesen nur schwer wieder steigern können. Wer jedoch ein für ihn angemesses Gehalt in der Bewerbung angibt und dieses auch begründen kann, hat es leichter dieses beim neuen Arbeitgeber durchzusetzen.