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Lücken im Lebenslauf – Schlaglöcher im Werdegang

Lücken im Lebenslauf

© AKS - Fotolia.com

Zu jeder Bewerbung gehört ein ordentlicher Lebenslauf. Auf der beruflichen Laufbahn trifft jedoch jeder in seinem Leben auf Hindernisse. Es gibt Hürden, wie Abschlussprüfungen oder wichtige Projekte und es gibt Schlaglöcher, wie Arbeitslosigkeit oder Krankheitsfälle. Besonders Letztere erschweren uns die Karriere erheblich und verfolgen uns oft noch im Nachhinein. Der Lebenslauf ist ein gutes Beispiel. Personalleiter erwarten ihn, inklusive der restlichen Bewerbung, tadellos. Doch das ist er selten. Wie rechtfertige ich also größere Lücken? Bedeuten sie schon das Ende? Oder habe ich dennoch eine Chance? Mut zur Lücke ist der einzige Ausweg.

Die Wahrheit ist die beste Füllung

„Alles, was du sagst, sollte wahr sein, aber nicht alles, was wahr ist, solltest du auch sagen.“ Das ist ein Zitat des französischen Autors Voltaire. Als er diese Worte niederschrieb dachte er wohl kaum an die Lücken heutiger Lebensläufe. Seine Überzeugung passt trotzdem.

Für das Füllen von freien Stellen, zwischen Job und Job, gibt es keine Muster und Vorlagen. Selbst die wohlverdiente Auszeit, vor dem Beginn von Ausbildung oder Studium, ist für manche knifflig zu verpacken. Viele wissen sich an diesem Punkt nur durch Lügen zu helfen. Doch Lügen schließen keine Löcher im eigenen Lebenslauf. Die Wahrheit tut es. Wer glaubt, den neuen Arbeitgeber durch erflunkerte Stationen im Werdegang überzeugen zu können, liegt meilenweit daneben.

Geschulte Personalleiter erkennen notdürftig geflickte Lebensläufe bereits beim ersten Lesen. Selbst wenn der Lebenslauf trotzdem überzeugt, sind Kandidaten dieser Art zum Scheitern verurteilt. Denn wie man es dreht und wendet, die Endstation heißt in jedem Fall: das Vorstellungsgespräch. Spätestens hier folgt die Erklärungsnot auf knallharte Fragen. Ergo lassen sich die kurzen Beine eines trügerischen Bewerbers nicht einfach im Jobinterview unter dem Schreibtisch verstecken.

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Tipps zum Anschreiben: Nicht nur im Lebenslauf können sich Löcher auftuen. Auch im Anschreiben der Bewerbung ist dies möglich. Der Lebenslauf sollte bekanntlich nicht im Anschreiben vorweggenommen werden, sondern lediglich die bedeutensten Stationen enthalten. Achten Sie dennoch darauf, dass alle wichtigen Informationen enthalten sind und in einer logischen zeitlichen Abfolge dargestellt werden. Mehr Tipps zum Aufbau des Anschreibens!

 

Ein wahrheitsgetreuer Lebenslauf ist das Maß aller Dinge. Das bedeutet jedoch nicht, dass Lücken, welche zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit oder einen Studienabbruch entstanden sind, nicht in ein rechtes Licht gerückt werden können und sollten. Leider kann kein Trick eine Lücke im Lebenslauf verschwinden lassen. Hier gilt: gekonnt Schadensbegrenzung betreiben!

Aufwertung von Lücken im Lebenslauf

Freie Stellen im Lebenslauf sind nicht grundlos ein Sorgenkind vieler Arbeitgeber. Sie werfen Fragen auf und machen es dem Leser schwer den Aspiranten zu durchschauen. Und genau da liegt das Problem. Personalleiter wollen ein genaues Bild des Bewerbers haben. Dafür ist eine Bewerbung eben da. Eine größere Lücke ist ein Risiko für jeden Arbeitgeber, da ihr Auslöser unbekannt ist. Dies macht einen verdächtigen Eindruck. Und verdächtige Bewerber werden nicht eingestellt. Daher stehen sie in der Pflicht, sich zu rechtfertigen.

Doch bitte mit Gefühl!

Lügenmärchen sind ein Tabu. Die Lücken eines Bewerbers sollten jedoch auch nicht ins Scheinwerferlicht gerückt werden. Die Aufwertung von Lücken im Lebenslauf hat ein Ziel: das Verständnis des Arbeitgebers zu erlangen. Es geht nicht um Mitleid und auch nicht um Bewunderung. Eine souveräne Verpackung der Lücken muss her, welche die Bewerbung nahezu unauffällig abrundet.

Erfahrungen und Fähigkeiten sind perfekt geeignet, um diese zu schaffen. Ob es eine kurzfristige Arbeitslosigkeit, einen Studienabbruch oder häufigen Jobwechsel betrifft, in die Lücke kommt, was der Bewerber aus dieser Misere mitnehmen konnte. Gemeint sind zum Beispiel:

  • selbst erlerntes Fachwissen (Bücher/ Magazine)
  • erweiterte Computerkenntnisse (Lernsoftware)
  • Teilnahme an Lehrveranstaltungen (Schulungen)
  • gesammelte Arbeitserfahrung (Praktika/ Nebenjobs)

Eine gesunde Selbsteinschätzung ist dabei genauso wichtig, wie die Authentizität der angegebenen Kompetenzen. Nur wenn diese auch dem Bewerber logisch erscheinen, kann sie letztendlich den Arbeitgeber überzeugen.

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Tipps zum Vorstellungsgespräch: Das Vorstellungsgespräch ist der beste Ort, um Lücken im Lebenslauf seiner Bewerbung zu rechtfertigen. Haben Sie es bis hierhin geschafft und kommt der Personaler im Jobinterview auf ihren Lebenslauf zu sprechen, dann sollten Sie vorbereitet sein. Machen Sie sich also dafür bereit, die Angaben Ihres Lebenslaufess detailliert erklären zu können. Erfahren Sie hier außerdem, wie Sie vergangene und aktuelle Tätigkeiten bestmöglich in Ihrem Lebenslauf angeben.

 

In Krankheitsfällen sowie Pflegefällen in der Familie kann es vorkommen, dass nur noch die Wahrheit übrig bleibt. Und das ist absolut in Ordnung, da man in solchen Fällen ein Grundverständnis von Personalleitern erwarten sollte. Häufige Krankheitsfälle erwecken wiederum schwer zu verdrängendes Misstrauen, da sich dem neuen Arbeitgeber die Frage aufdrängen wird, wann wohl der nächste Krankenschein fällig ist.

Fazit

Selbst eine größere Lücke im Lebenslauf ist nicht gleichbedeutend mit einer grauenhaften Bewerbung oder gar dem Ende der Karriere. Grenzwertige Fälle sind nicht immer leicht zu verpacken, aber noch lange kein Grund, die berufliche Laufbahn an den Nagel zu hängen. Das Wichtigste beim Aufwerten von Lücken im Lebenslauf ist, sie durch eine plausible Nutzung der Zeit füllen zu können und zu wissen, wie man diese bestmöglich verkauft.

Dabei sind drei wichtige Punkte zu beachten:

  • Lügen haben kurze Beine
  • .. Übertreiber auch!
  • Eine gesunde Selbsteinschätzung