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Kündigung schreiben: Die wichtigsten Tipps für Sie!

Die Kündigung zu schreiben, um das bestehende Arbeitsverhältnis beim Arbeitgeber aufzulösen, birgt einige zunächst ungeahnte Risiken. Bereits kleine Formfehler können juristische Konsequenzen nach sich ziehen, die Sie tragen müssen. Wir haben für Sie daher die passenden Tipps zusammengestellt!

Sie haben es mit Ihrer Bewerbung zu einem neuen Job geschafft. Jetzt müssen Sie nur noch innerhalb der Kündigungsfrist das aktuelle Arbeitsverhältnis beenden und einen für Sie optimalen Übergang zwischen dem alten und dem künftigen Job schaffen.

Per Definition handelt es sich bei einer Kündigung um ein …

„… empfangsbedürftiges einseitiges Rechtsgeschäft, durch das die Beendigung eines regelmäßig dauerhaft laufenden Rechtsverhältnisses (Dauerschuldverhältnis – u. a. Arbeitsverhältnis), meist nach Ablauf einer Frist, herbeigeführt werden soll.“

Im Prinzip bedeutet dies, dass Sie als kündigende Partei sicher sein müssen, dass Ihre Kündigung fristgerecht eingereicht sowie empfangen wird und Sie auf Ihrer Kündigung das richtige Enddatum des Arbeitsvertrages angeben.

Hinsichtlich Ihrer Kündigungsfrist können in Ihrem Fall verschiedene Möglichkeiten greifen:

  1. Gesetzliche Kündigungsfrist

    Laut § 622 BGB Abs. 1 verhält es sich wie folgt mit der gesetzlichen Kündigungsfrist:
    „Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmer) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.“

  2. Kündigungszeit im Arbeitsvertrag:

    Insofern in Ihrem Arbeitsvertrag seitens des Arbeitgebers eine bestimmte Frist vorgegeben wurde, so ist diese einzuhalten.

  3. Tarifvertrag:

    Sobald Sie nach einem bestimmten Tarifvertrag beschäftigt werden und beabsichtigen zu kündigen, gelten die dort vorgeschriebenen Kündigungsfristen.

  4. Probezeit:

    Die Probezeit bei einem Unternehmen beläuft sich in der Regel auf maximal sechs Monate. Da der Arbeitszeitraum bei dem entsprechenden Unternehmen relativ kurz ist, verringert sich entsprechend die Kündigungsfrist auf 2 Wochen.

Die Kündigungsfrist ist folglich zum einen an das Arbeitsrecht gekoppelt, kann jedoch auch von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren – abhängig von vertraglichen Vereinbarungen, die sich an die gesetzlichen Vorgaben halten müssen. Die Ausnahme hierbei ist die außerordentliche Kündigung, welcher zufolge beider Parteien (Arbeitnehmer und –geber) ein Fortsetzen des Arbeitsverhältnisses nicht zuzumuten ist.

Zusätzlich zu der Kündigungsfrist gilt es jedoch, weitere Aspekte nicht außer Acht zu lassen. Es handelt sich dabei um Punkte, die gezielt auf die Form des Kündigungsschreibens anspielen.

Formvorschriften für Ihr Kündigungsschreiben

Die folgend genannten Punkte müssen in Ihrer Kündigung genannt werden, damit Ihr Schreiben auch rechtswirksam ist. Eine Missachtung dieser Vorschriften wird im schlimmsten Fall zu juristischen Konsequenzen führen, welche weder förderlich für Ihre Karriere noch für die restliche Zeit am Arbeitsplatz sind.

Die Kündigung - Beispielbild eines Kündigungsschreibens

  • Der Briefkopf

    In Ihrem Kündigungsschreiben müssen Sie die vollständige Adresse von Ihnen und Ihrem Arbeitgeber einfügen. In dem Fall, dass Sie eine Personalnummer haben, sollte auch diese für eine eindeutige Zuordnung eingefügt werden.

  • Das Datum

    Sie müssen in Ihrer Kündigung zwei Daten eintragen. Zum einen das Datum, an dem Sie das Kündigungsschreiben aufgesetzt haben und zum anderen das Datum des letzten Tages Ihrer Arbeit. Beide Daten müssen mit der in Ihrem Fall zutreffenden Kündigungsfrist übereinstimmen!

  • Der Betreff

    Wenn Sie als Arbeitnehmer kündigen, ist der Betreff kurz und knackig anzugeben. Es genügt bereits das Wort „Kündigung“. Für eine eindeutige Zuordnung können Sie gegebenenfalls noch das Datum Ihres Arbeitsvertrages angeben.

  • Die Anrede

    Das Kündigungsschreiben und das Anschreiben haben eine Gemeinsamkeit: Sie müssen den richtigen Ansprechpartner samt der akademischen Titel nennen. Erfragen Sie im Unternehmen selbst, ob sich die Personalabteilung, der Vorgesetzte oder Ihr Chef um die Kündigungen kümmert. Richten Sie Ihr Schreiben direkt an diese Person.

  • Die Unterschrift

    Ihre Kündigung muss handschriftlich von Ihnen als Arbeitnehmer unterzeichnet werden. Andernfalls kann die Gültigkeit angezweifelt werden.

 

Wichtige Formalitäten für Ihre Kündigung

  1. Der Kündigungsgrund

    Natürlich haben Sie für Ihre Kündigung einen Grund, der Sie zum Jobwechsel motiviert hat. Diesen müssen Sie in Ihrem Kündigungsschreiben jedoch nicht benennen! Es sei denn, es handelt sich um eine außerordentliche Kündigung (§ 626 Abs. 1 BGB). In diesem Fall muss ein Grund genannt werden. Gerechtfertigt werden in dem Fall die folgenden Argumente:

    →Störungen im betrieblichen Bereich sowie im Leistungs-, Vertrauens- und Unternehmensbereich
    →in seltenen Fällen betriebsbedingte Gründe
    personenbedingte Kündigung
    verhaltensbedingte Kündigung

  2. Schriftlich oder mündlich kündigen?

    In jedem Fall muss seit dem 01.05.2000 gemäß § 623 BGB die Kündigung schriftlich erfolgen, um wirksam zu sein. Wenn Sie folglich in einem hitzigen Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten dem eigenen Eifer erliegen, so ist ein: „Sie können mich mal, ich kündige!nicht wirksam.

  3. Versehentlich gekündigt?

    Eine Kündigung ist endgültig. Folglich kann diese nicht zurückgenommen werden. Insofern Sie aufgrund einer neuen Anstellung das Arbeitsverhältnis beenden, sollten Sie bereits den neuen Arbeitsvertrag unterschrieben haben. Andernfalls kann es schnell passieren, dass Sie ungewollt ohne Anstellung sind.

  4. Empfang bestätigen?

    Der Eingang bzw. der Empfang von Kündigungsschreiben muss nicht bestätigt werden. Sie haben als Arbeitnehmer die Möglichkeit, um eine Empfangsbestätigung zu bitten, dieser Bitte muss aber nicht stattgegeben werden. Um sicherzugehen, können Sie die Kündigung persönlich bei Ihrem Arbeitgeber, gegebenenfalls mit Zeugen, abgeben. Eine andere Möglichkeit ist, dass Sie Ihre Kündigung als Einschreiben an Ihren Arbeitgeber senden.

  5. Wie ist es mit dem Arbeitszeugnis?

    Sie können bereits in Ihrer Kündigung um die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses bitten, um dieses entweder bei Ihrem neuen Arbeitgeber vorzulegen oder sich damit neu zu bewerben.

Wenn Sie diese Tipps befolgen, so steht einer ordentlichen Kündigung nichts mehr im Wege!

Sie haben gekündigt, sind aber mit Ihrem Arbeitszeugnis nicht zufrieden oder haben Fragen zu dem Ergebnis des Zeugnisses? Die Bewerbungsschreiber übernehmen gerne die Überprüfung oder Erstellung eines professionellen Arbeitszeugnisses. Stellen Sie einfach eine unverbindliche Kontaktanfrage!

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