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Krankheiten in der Bewerbung: Wie Sie Erkrankungen richtig erwähnen!

Krankheiten in der Bewerbung einzubauen ist für viele Bewerber ein kritisches Thema. Eigentlich geht es Ihren künftigen Arbeitgeber nichts an, was Sie für Krankheiten haben/hatten. Auf der anderen Seite kommen Sie im Hinblick auf den Lebenslauf schnell ins Straucheln. Es entstehen unliebsame Lücken, für deren Erklärung das Anschreiben nicht genügt.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie sich Krankheiten in der Bewerbung für Sie gestalten können:

  1. Sie leiden akut unter einer (chronischen) Krankheit, wie zum Beispiel Diabetes, Rheuma, Bandscheibenerkrankung
  2. Sie haben soeben eine lange Krankheitsphase erfolgreich überstanden

Der Umgang mit Ihrer Krankheit in Ihren Unterlagen ist abhängig davon, auf welche Stelle Sie sich bewerben und von welcher Diagnose Sie betroffen sind. Eine pauschale Erklärung, ob Sie Ihren konkreten Befund benennen müssen oder nicht, kann nicht gegeben werden.

Wie also handhaben Sie Krankheiten in der Bewerbung?

Variante 1: Sie leiden akut unter einer (chronischen) Krankheit

Eine chronische Krankheit, die Sie weder in der Vergangenheit bei Ihrer Arbeit beeinträchtigt hat, noch langfristig beeinträchtigen wird, müssen Sie nicht in Ihrer Bewerbung ausführen. Sie haben in diesem Fall sogar die Wahl, ob Sie Ihren Arbeitgeber darüber in Kenntnis setzen wollen, oder nicht.

Sobald sich Ihr gesundheitlicher Zustand verändert und dadurch Ihre Arbeit beeinträchtigt wird, muss Ihr Chef darüber informiert werden!

Insofern Sie durch Ihre chronische Erkrankung während Ihrer täglichen Arbeit beeinträchtigt werden, müssen Sie diese Information an Ihren Arbeitgeber weitergeben. Sollte erst zu einem späteren Zeitraum festgestellt werden, dass Sie aufgrund Ihres Krankheitsbildes den jeweiligen Beruf nicht ausüben können, kann Ihr Arbeitgeber den bestehenden Vertrag anfechten und Sie kündigen.

Entsprechend sollten Sie sich überlegen, ob Sie sich nicht besser für einen Beruf bewerben, der für Sie sowie für Ihre Diagnose unproblematisch ist.

In diesem Fall ist es ratsam, insofern ein Arbeitsausfall durch Ihren gesundheitlichen Zustand vorhanden ist, dass Sie diesen in Ihrem Lebenslauf aufführen. In Ihrem Anschreiben, insofern Sie eine Karriere als Quereinsteiger anstreben, sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie Ihre Erkrankung als Grund für den Jobwechsel nennen.

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© Ryan Mc Giure

Tipp: Wenn Sie Ihre Krankheit offen in Ihrem Anschreiben erwähnen laufen Sie Gefahr, dass der Personaler direkt denkt, Ihre chronische Krankheit sei die einzige Motivation für einen Jobwechsel. Das heißt, Sie müssen folglich während des Bewerbungsschreibens betonen, dass andere Gründe Sie wesentlich mehr motivieren. Die Frage bleibt dann, ob Ihnen dies gelingt und inwiefern Sie das Risiko eingehen möchten. Bleiben Sie folglich besser bei der Strategie, diese Angabe erst im Vorstellungsgespräch zu machen.

Variante 2: Sie haben soeben eine längere Krankheitsphase überstanden

Es kann ebenso vorkommen, dass Sie aufgrund einer akuten Erkrankung Ihr Arbeitsverhältnis, oder Ihre Ausbildung, niederlegen mussten. Nun gilt es, dass Sie sich dem neuen Arbeitgeber als kurierten Arbeitnehmer präsentieren, während Sie gleichzeitig diese Lücke im Lebenslauf erklären müssen. Schließlich wissen Sie als Bewerber, dass sich ein lückenhafter Lebenslauf nicht positiv auf Ihre Chancen für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch auswirkt.

Wichtig ist in jedem Fall: Geben Sie den Zeitraum Ihrer Erkrankung genau an! Es bringt Ihnen nichts, wenn Sie in Ihrem Lebenslauf lediglich Jahreszahlen angeben, um dadurch vermeintliche Lücken zu kaschieren. Eben diese Strategie wird schnell von einem Personaler durchschaut, sodass Sie damit die Chance auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch minimieren. Lügen durch falsche Angaben wie „Persönliche Weiterbildung in …“ ist für Sie ebenfalls wenig sinnvoll.

Die Zeit Ihrer Erkrankung können Sie wie folgt im Lebenslauf angeben:

Monat/Jahr – Monat/Jahr: Erkrankung und vollständige Genesung

Insofern Sie diese Angabe machen wollen, können Sie vor Erkrankung noch darlegen, ob diese psychischer oder physischer Natur ist. Sie sind nicht dazu verpflichtet, genaue Angaben zu dem Thema Krankheit in der Bewerbung zu machen!

Die meisten dieser Tipps beziehen sich auf die Angabe einer Erkrankung im Lebenslauf selbst. Sie können jedoch ebenfalls in Ihrem Anschreiben versuchen, damit zu arbeiten. Nicht, indem Sie gezielt auf Ihre Krankheit eingehen, sondern durch die Betonung positiver Aspekte – selbst wenn das in diesem Zusammenhang nicht unbedingt leicht ist.

Folgende Kriterien können zum Beispiel dann ausschlaggebend sein:

  • Neue Motivation: Durch Ihre Krankheitsphase sind Sie eine gewisse Zeitspanne nicht berufstätig gewesen und konnten sich nicht mit vielen anderen Dingen beschäftigen. Schließlich waren Sie krank und nicht im Urlaub. Da kommt genug Motivation zusammen, um wieder frisch ans Werk zu gehen!
  • Neue Ziele: Die Zeit, in der Sie gesundheitlich nicht dazu in der Lage waren, sich beruflich zu betätigen, haben Sie dazu genutzt, sich für Ihre beruflichen Tätigkeiten neue Ziele zu stecken. Dadurch stellen Sie sich Ihrem künftigen Chef direkt als ambitionierten Mitarbeiter vor.

Kleiner Tipp noch für das anschließende Vorstellungsgespräch:

Sie sind grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, Ihrem künftigen Arbeitgeber physische oder psychische Krankheiten offen darzulegen.
Ausnahme: Sobald Ihre Diagnose Sie während der Ausübung Ihrer Tätigkeit durch einen erhöhten Arbeitsausfall oder durch die Gefahrt einer Infektion anderer Mitarbeitert beeinträchtigt, sind Sie dazu verpflichtet, dies Ihrem Arbeitgeber mitzuteilen.

Wenn Sie selbst unsicher sind, wie Sie Ihre Situation in der Bewerbung am besten darstellen, kontaktieren Sie uns! Wir unterstützen Sie professionell mit einer Optimierung oder einer Erstellung Ihrer individuellen Unterlagen!