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Jobsuche vs. Facebook – 5 Karrierekiller im Profil

Jobsuche Facebook

© Ogerepus - Fotolia

Chefs lieben Facebook! Das ist mittlerweile weit und breit bekannt. Kommt eine neue Bewerbung rein, ist der obligatorische Blick in das Profil des Bewerbers, bereits mit in das übliche Verfahren eingeplant. Über die Hälfte der Unternehmen haben dieses Jahr bereits Bewerber aufgrund ihrer mangelhaften Social-Media Präsenz abgelehnt. Dies ging aus einer Studie der Personalmanagementagentur CareerBuilder hervor. Obwohl selbst Arbeitgeber über Kuriositäten im Netz schmunzeln können, gehören die Klassiker unter ihnen zu den Top Absagegründen.

Ob fair oder nicht, die Einsicht in das persönliche Facebook-Profil ist und bleibt ein beliebtes Bewertungskriterium von Deutschlands Chefs. Wer sich gerade auf Jobsuche befindet, sollte zum Wohle seiner Karriere einen Frühjahrsputz auf seinem Profil durchführen und sich schweren Herzens von folgenden Karrierekillern verabschieden:

Killer #1 – sprachliches Niveau

Eine gute Ausdrucksweise sollte man nicht nur in seiner Bewerbung vorweisen können, sondern ebenso auf seinem Facebook-Profil. Abkürzungen werden nicht negativ bewertet, da sie auch im stressigen Berufsalltag Verwendung finden. Selbst Szenewörter sind kein Grund für einen schlechten Eindruck – erst recht nicht, wenn sie berufsspezifisch sind.

Bei grammatikalischen Fehlern werden Arbeitgeber jedoch hellhörig bzw. hellsichtig. Wenige Tippfehler sind gewiss kein Ausschlusskriterium, eine allgemein, schlechte Schreibe jedoch schon. Redakteure und andere Schreibgelehrte des beruflichen Tagesgeschäftes sollten ihre Internetpräsenzen somit sauber halten.

Killer #2 – Partylaune

War die WG-Party am Wochenende der Hammer? Und bescherte die letzte Betriebsfeier, ohne den Chef, in einem Klub in der City, unvergessliche Momente? Dann ist eines gewiss: Wer noch einmal in Erinnerungen schwelgen möchte, ist lediglich einen Klick von ihnen entfernt. Partyfotos auf dem Facebook-Profil sind die ungeschlagene Nummer 1 der Karrierekiller.

Wer mit einem Schlips um den Kopf und einem bunten Cocktail in der Hand online vom umworbenen Chef erwischt wird, der gibt damit keinen Leistungsnachweis einer kompetenten Fachkraft ab. Bewerber sollten demnach für eine Weile auf ihre Stelle als Partylöwe verzichten oder sich von Paparazzi fernhalten.

Killer #3 – falsche Freunde

Schon im Kindesalter erfährt man von seinen Eltern, wer ein guter Umgang ist und von wem man sich lieber fernhalten sollte. „So langsam reicht es doch wohl!“ – würden viele an diesem Punkt gerne laut ausrufen. „Schließlich gehört mein Leben immer noch mir und nicht dem Unternehmen und mit wem ich befreundet bin, das geht nur mich etwas an.“ In dieser Aussage mag viel Wahrheit stecken. Leider spielt dies im digitalen Zeitalter jedoch keine Rolle.

gluehbirne

Tipps für eine lupenreine Bewerbung: Nicht nur Facebook und andere Social Media können einem einen Strich durch die Bewerbung machen. Wer auf der Suche nach einem Job ist, sollte sich auch über die Offline-Gefahren im Klaren sein. In unserem Blog finden Sie weitere passende Themen sowie Tipps unter: Die größten Bewerbungsfehler und Fehleinschätzungen im Bewerbungsprozess.

 

Als schlechten Umgang könnten Chefs zum Beispiel Freunde ansehen, welche bei der Konkurrenz arbeiten oder sich politisch zu extrem engagieren. Falsche Freunde sind immer relativ. Auf diesen Faktor kann sich ein Bewerber kaum einstellen. Solange sich der Freundeskreis nicht zu grenzwertigen Gruppierungen, wie zum Beispiel der NPD, hingezogen fühlt, die in unserer Gesellschaft einen schlechten Stand haben, sollte ein Bewerber die Würfel so nehmen, wie sie fallen und zu seinen Freunden halten.

Killer #4 – Schandmaul

Irgendwie ist der Chef doch immer der Buhmann. „Haben Sie das schon erledigt? Das machen Sie noch einmal! Und glauben Sie ja nicht, dass Sie heute pünktlich gehen werden!“, ist nur eine der typischen Standpauken, die ein Angestellter schon einmal einstecken muss. Nach so einem Tag macht sich jeder mal Luft.

Da es das größte Publikum dafür bei Facebook gibt, scheut sich manch einer nicht dort einmal kräftig über den Chef abzuledern. Dies kann sich jedoch nicht nur zu einem klaren Kündigungsgrund wandeln. Über den Ex-Chef gelästert zu haben, kann sich ebenso negativ auf die darauf folgende Jobsuche auswirken.

Killer #5 – Provokation

Unter die Kategorie Provokationen können gewaltverherrlichende, eklige oder auch Posts mit besonders schwarzem Humor fallen. Der Definition nach werden diese Posts veröffentlicht, um Aufmerksamkeit durch unangebrachte Abbildungen oder Texte zu erregen und können dem umbuhlten Unternehmen übel aufstoßen. Für viele Menschen ist das Facebook-Profil ein Stück Privatsphäre. Obwohl Facebook, aufgrund seiner Einstellung zur Verwaltung seiner User-Daten, schon lange in der Kritik steht, gehört es zum Wohlfühlbereich vieler Nutzer im Internet.

Abschließend gilt für Bewerber: Steht eine vermeintliche Besichtigung eines umworbenen Arbeitgebers ins Haus, sollte sich ein Bewerber um die Beseitigung der genannten Karrierekiller kümmern. Ferner können Privatsphäreeinstellungen bewirken, dass eure Daten, insgesamt oder nur zum Teil, ausschließlich von Freunden eingesehen werden können. Wer sein Profil jedoch für jedermann zur Verfügung stellt, gibt alle Rechte an seiner Privatsphäre aus der Hand.

Im Zuge einer Bewerbung sollte sich ein Arbeitssuchender daher lieber auf die Pflege seiner Einträge bei Karrierenetzwerken, wie Xing, konzentrieren als seine Jobsuche und Karriere durch berüchtigte Social Media, wie Facebook, zu gefährden.