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Fehleinschätzungen im Bewerbungsprozess

Bewerbungsprozess

© Matthias Enter - Fotolia

Im Internet gibt es viele Themen, die heiß diskutiert werden. Immer ganz vorne dabei: Die Bewerbung. Foren sind voll von engagierten Helfern, die Bewerbern mit Ratschlägen, Tipps und persönlichen Meinungen zur Seite stehen. Allerdings bietet das World Wide Web noch keine Schutzfunktion vor gefährlichem Halbwissen. So kann es passieren, dass sich Bewerber auf Dr. Google verlassen und die falschen Symptome diagnostiziert bekommen.

Um Sie für die Hinterfragung von Ratschlägen zu sensibilisieren, entlarven wir jetzt 5 der größten Fehleinschätzungen im Bewerbungsprozess.

Nr. 1 – Initiativbewerbungen sind nicht effektiv

So oder so ähnlich denken manche Menschen von einer der nützlichsten Arten der Bewerbung. Was für ein Frevel – da der ein oder anderen Karriere ohne Initiativbewerbung wohl ein Meilenstein verwährt geblieben ist. Initiativbewerbungen werden an Unternehmen geschickt, die keine offenen Stellen ausgeschrieben haben. Aus diesem Grund wird oft behauptet, dass die Initiativbewerbung eine Zeitverschwendung sei. Doch das Gegenteil ist der Fall: Rund 80% aller Einstellungen erfolgen ohne vorangegangene Ausschreibung. Daher ist Sie das Risiko einer Absage wert! Denn so bleiben Sie zusätzlich im Gedächtnis des Unternehmens, falls mal eine neue Stelle frei wird und es wieder Zeit ist sich zu bewerben.

Nr. 2 – Cool ins Bewerbungsgespräch

Bekommen wirklich nur die Coolsten den Job? Im Bewerbungsgespräch ist Selbstbewusstsein gefragt. Wer jedoch zu viel Wert auf Coolness legt, gerät beim Personaler schnell aufs Glatteis. Besonders unerfahrene Kandidaten, wie Schüler und Studenten, gehen bereits mit der falschen Einstellung ins Jobinterview. Doch auch Berufserfahrene tappen in die selbe Falle.

Richtig ist: Selbstbewusstsein gehört zu den besten Charakterzügen eines Bewerbers. Es signalisiert dem Arbeitgeber, dass der Aspirant auch in schwierigen Situationen bzw. während der Konfrontation mit kniffligen Fragen, einen kühlen Kopf behalten wird und sich nicht vor Verantwortung scheut.

Wichtig ist: Die richtige Dosierung. Denn Arbeitgeber können auch ein klein wenig Nervosität etwas Positives abgewinnen. Sehen sie Aspiranten die Aufregung an, dann scheint Ihnen der Job nicht egal zu sein. Kommen Sie allerdings zu unterkühlt rüber, könnte Ihr Gegenüber dieses Verhalten als Gleichgültigkeit deuten.

Nr. 3 – Das Wartezimmer der Karriere

Hat die Personalabteilung schon lange nichts von sich hören lassen? Viele warten sehnlichst auf den Kontakt des Betriebs und sehen darin bereits das Anzeichen für eine Absage. Nicht zwangsläufig, sagen wir!

Die Meisten vergessen, dass eine Bewerbungsfrist besteht. Bevor die nicht offiziell ausgelaufen ist, fällen Personaler auch keine Entscheidung. Schließlich kommen immer wieder Bewerbungen auf den letzten Drücker rein. Auswahlverfahren können in vereinzelten Fällen sogar mehrere Monate dauern – das kommt ganz auf das Unternehmen an.

Das Warten nach dem Versand der Bewerbung gehört zum Bewerbungsprozess. Das macht jedoch neugierig und wird für manche sogar zu einer richtigen Tortur. Wieso dauert das denn so lange? Wurde ich vielleicht schon abgelehnt oder gar vergessen? Diese Fragen sind quälend. Doch es gibt gute Nachrichten. 2 Wochen nach dem Einsendeschluss für Bewerbungen ist es völlig legitim, den Kontakt zum Betrieb aufzunehmen und zu fragen, ob die Bewerbung eingegangen und wie momentan die Lage ist.

gluehbirne

Tipps für Wartende: Das Warten nach dem Versand der Bewerbung gehört zum Bewerbungsprozess. Das macht jedoch neugierig und wird für manche sogar zu einer richtigen Tortur. Wieso dauert das denn so lange? Wurde ich vielleicht schon abgelehnt oder gar vergessen? Diese Fragen sind quälend. Doch es gibt gute Nachrichten. 2 Wochen nach dem Einsendeschluss für Bewerbungen ist es völlig legitim, den Kontakt zum Betrieb aufzunehmen und zu fragen, ob die Bewerbung eingegangen und wie momentan die Lage ist.

Nr. 4 – Leger zum Einstellungstest

Im Einstellungstest sollen sich die besten Kandidaten für das Bewerbungsgespräch qualifizieren oder ihre Eignung anschließend unter Beweis stellen. Obwohl diese Leistungsüberprüfung nur ein Treppchen auf dem Weg zum klärenden Jobinterview ausmacht, verkennen sie viele etwas zu sehr. Ankommen, den Test schreiben und dann wieder abreisen – klingt eigentlich ganz gemütlich, oder?

Alltagskleidung ist hier jedoch fehl am Platz. Wer zum Einstellungstest erscheint, sollte genauso viel Wert auf sein Outfit legen, wie beim anschließenden Vorstellungsgespräch.

Jogginghose und Sweater sollten daher im Kleiderschrank bleiben. Zudem können Sie bereits an diesem Punkt unter Beobachtung von Personalverantwortlichen stehen. Daher sollten Sie sich auch während des Tests von Ihrer besten Seite zeigen.

Nr. 5 – Die eigenen Fähigkeiten

Die größten Fehleinschätzungen begehen Bewerber bei der Selbstreflexion. Ob in der Bewerbung oder im Vorstellungsgespräch, sich selbst zu beurteilen ist immer schwierig. Die meisten trauen es sich nicht zu, selbst ein Urteil zu fällen, obwohl sie sich selbst sehr gut einschätzen würden. Um diese Zweifel zu bekämpfen, raten wir Ihnen sich 5 bis 10 Minuten zu nehmen, um sich selbst kurz und knapp zu charakterisieren. Mit dieser Einschätzung können Sie sich dann an die Familie und Freunde wenden, um zu überprüfen, ob Sie von Ihnen ähnlich eingeschätzt werden.

Dabei gilt es die jeweiligen Umstände zu beachten. Berufserfahrene Anwärter, die sich beispielsweise für Führungspositionen bewerben, können häufig eine gefestigte Karriere vorweisen. Viele Kompetenzen werden von ihren Arbeitgebern schlichtweg vorausgesetzt und sind daher nicht einmal mehr erwähnenswert. Im Gegensatz dazu stehen Berufseinsteiger, wie Schüler und Studenten, die jeden plausiblen Arbeitsnachweis in ihrer Bewerbung darlegen sollten, den sie von der Schulzeit an sammeln konnten.