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Englische Berufsbezeichnungen für Bewerber

Englische Berufsbezeichnungen für Bewerber

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Die Sprache Englisch beeinflusst uns, sowohl im Alltag als auch im Berufsleben. Täglich begegnen uns neue englische Begriffe, welche wir bewusst und unbewusst in unseren Wortschatz aufnehmen. Ob durch die Werbung, TV und Film, oder Printmedien, überall sind wir der neuen Welle von Anglizismen ausgesetzt – selbst im Beruf. Sie klingen frischer, knackiger und ersetzen altbackene deutsche Ausdrücke, welche schon lange an Attraktivität verloren haben.

Ein gutes Beispiel dafür sind Berufsbezeichnungen. Doch verstehen wir, was Sie wirklich bedeuten? Bewerber haben dazu eine klare Meinung.


 

Denglisch als Bewerbermagnet

Englisch peppt deutsche Stellenausschreibungen ordentlich auf. Das geschieht vor allem durch die Modernisierung altbackener Berufsbezeichnungen. Diese bahnbrechende Erkenntnis vieler Unternehmen spiegelt sich derweil in vielen Inseraten wieder. Und Recht haben sie! Denn wer wäre nicht lieber ein Revenue Protection Officer, als den einfachen Beruf eines Fahrkartenkontrolleurs auszuüben? Unterm Strich bleibt alles beim Alten. Eine viel wichtigere Frage ist jedoch: Hätten Sie es gewusst?

Einem Job einen coolen Namen zu geben ist eben eine Sache, diesen in einer Stellenausschreibung deuten zu können jedoch eine andere. Somit kommt mit dem Hype die Angst vor dem Unbekannten. Wer bewirbt sich schon für einen Job mit undefinierbarem Namen? Jugendliche sind eine Zielgruppe, die heutzutage quasi mit Anglizismen aufwächst, aber eine ebenso geringe Bereitschaft zeigt, der lockenden Masche Vertrauen zu schenken. Daher bewegt sich der Rummel um die Einbindung englischer Bezeichnungen auf einem Abwärtstrend.


 

Klartext statt Redeblume

Ein Bewerber soll mit seiner Bewerbung Klartext liefern – aber fordert diesen auch vom Arbeitgeber! Dabei geht es nicht nur um die Berufsbezeichnungen. Die gesamte Stellenausschreibung muss Sinn ergeben. Der Bewerber will sich mit dem Beruf identifizieren und das kann er nur mit vollem Verständnis des Jobangebotes. Selbst bei den Aufgaben, die mit dem offenen Posten einhergehen, wird auf Englisch gesetzt. International tätige Unternehmen sind auf multilinguale Stellenausschreibungen angewiesen, doch sollten sich über die Wirkung auf deutsche Bewerber im Klaren sein. Anglizismen sind in diesem Sinne ein echter Motivationskiller und drängen engagierte Bewerber in die Defensive.

Auch Kunden lehnen, nach der Erfahrung vieler Experten, den Gebrauch von Anglizismen in Geschäftsbriefen oder dem Service von Unternehmen ab. Hier gilt Ähnliches: Wer kauft schon die Katze im Sack? Diese Denkweise verfolgen viele Kunden besonders, wenn es um wichtige Geschäfte geht. Verständnis und Klarheit sind dort alles. Daher ziehen auch Kunden eine deutsche Kommunikation im Alltag vor, ob es sich um das Wahrnehmen eines Angebotes oder das Lesen einer Stellenausschreibung handelt.


 

Die Lösung heißt: Attacke!

Die Wahrheit ist: Anglizismen werden uns weiterhin begleiten. Sie sind nicht aus unserem Alltag und Berufsleben wegzudenken. Daher sollte sich jeder mit den englischen Bezeichnungen arrangieren und vor allem eines beachten. Hinter ihnen verbirgt sich meistens weniger, als sie darzustellen zu versuchen. Das heißt, dass sich niemand von hochtrabenden und mysteriösen Floskeln aus der Fassung bringen lassen sollte. Vor allem im Bewerbungsalltag ist dies eine Faustregel. Wer sich dennoch einschüchtern lässt, sollte in die Offensive umschalten und den Spieß umdrehen. Ein einfacher Anruf beim neuen Arbeitgeber sollte genug Licht ins Dunkel bringen, um sich vollends über das Jobangebot im Klaren zu sein:

  • Was bedeutet die englische Berufsbezeichnung?
  • Welche Arbeiten fallen in meinen Zuständigkeitsbereich?

Sollte die Stelle nach einem ausgiebigen Gespräch und diesen Fragen immer noch ein Mysterium sein, dann ist das Jobangebot nur mit Vorsicht zu genießen. Viele Arbeitgeber stellen außerdem unverhältnismäßig hohe Erwartungen an ihre Bewerber, wenn es um die Expertise der englischen Sprache geht. Englisch fließend in Wort und Schrift zu meistern ist eine Voraussetzung, welche nur wenige Bewerber erfüllen. Zusätzlich ist dieser Wunsch häufig überzogen, da selbst in internationalen Unternehmen tätige Angestellte selten von ihren englischen Sprachkenntnissen Gebrauch machen müssen.


 

 

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