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Bullet Points im Anschreiben – eine gute Idee?!

Blick auf eine Bewerbung mit Brille und Kuli im Bild

© Butch

Bullet Points im Anschreiben sollen Ihre Bewerbung zu einem besonderen Eyecatcher machen. Die Aufzählungszeichen gehören zu einem steten Trend, der sich jedoch noch nicht ganz durchgesetzt hat. Was alles hinter dieser Methodik steckt und was sie Ihrer Bewerbung bringt, erfahren Sie in diesem Beitrag!

Einige Bewerbungstrainer setzen auf Bullet Points im Anschreiben. Sie sehen darin viele Vorteile für Bewerber sowie für die Arbeit der Personaler. Andere Bewerbungstrainer sehen diese Herangehensweise beim Verfassen der Stärken sowie dem Matching mit der Stellenanzeige eher kritisch.

Bullet Points im Anschreiben haben die folgenden Vorteile:

Verringern der Komplexität

Aufgrund der Aufzählungszeichen wird die Menge des eigentlichen Fließtextes verringert. Es gibt jeweils einen kurzen Absatz zur Einleitung sowie zum Schluss. Der komplette Mitteilteil wird durch die Bullet Points ersetzt, sodass kurz und knapp alle wichtigen Informationen vorhanden sind. Dadurch gibt es keinen komplexen Fließtext mehr und auf einen Blick sind alle Informationen vorhanden. Dadurch wird die Zeit, die sich ein Personaler für die Durchsicht der Unterlagen nehmen muss, verringert.

Strukturierung des Anschreibens

Über die Bullet Points im Anschreiben gibt es, wie im vorherigen Absatz beschrieben, eine veränderte Strukturierung des Bewerbungsschreibens – zumindest rein äußerlich. Es bleibt inhaltlich teils bei der bekannten You-Me-We-Struktur. Sie beginnen noch immer damit, im ersten Absatz Ihr Interesse an dem Unternehmen darzulegen. In der Mitte (das Me) untergliedern Sie Ihre Aufzählungszeichen in verschiedene Abschnitte: Hard Skills (Qualifikation, Stärken, Erfahrungen) und Soft Skills (Motivation / Leidenschaft / persönliche Eigenschaften). Dadurch wird direkt auf einen Blick deutlich, was Sie dem Unternehmen anzubieten haben.

Hierarchisierung des Textes

Neben der Strukturierung sowie einem Verringern der Komplexität ermöglichen Bullet Points im Anschreiben eine Hierarchisierung innerhalb des Textes. Sie können zuoberst die wichtigsten Punkte nennen, sodass mit einem Blick Ihre Eignung für den Job deutlich wird.

Für diese Vorgehensweise bei dem Bewerbungsschreiben wird empfohlen, mit Reizwörten bzw. sogenannten Keyfacts zu arbeiten, um die bisherige Karriere darzustellen. Das heißt, dass für diese Aufzählungszeichen im Prinzip die gleiche Vorgehensweise zu verwenden, wie es im Lebenslauf für die Tätigkeitsbeschreibung üblich ist.

Laut der Bewerbungsexperten, die sich für diese Methode entscheiden, sollen potenzielle Arbeitgeber durch diese schnelle Übersicht wesentlich leichter die eingegangenen Bewerbungen durchsehen können. Dadurch wird dann ebenfalls de Auswahl der Kandidaten für ein Vorstellungsgespräch leichter, so zumindest die Experten.

Es bleibt dann allerdings die Frage, wie sinnvoll die Wahl dieser Vorgehensweise für die eigenen Bewerbungen ist. Es gibt letztlich erhebliche Nachteile, die es bei der Wahl der eigenen Bewerbung zu bedenken gilt.

Die fogenden Nachteile ergeben sich über Bullet Points im Anschreiben:

  1. Persönlichkeit des Autors

    Ein Bewerbungsschreiben spiegelt immer auch einen Teil Ihrer Persönlichkeit wider. Dies ist zum Beispiel auch ein Grund, warum unsere Schreiber immer den Kontakt zu dem einzelnen Kunden suchen. Bullet Points verraten jedoch wenig über Ihre Schreibweise und damit auch wenig über Sie als Person.

  2. Schnell die falschen Aufzählungszeichen gewählt

    Kurz und prägnant alle Informationen auf einen Blick – der Plan kann schnell schief gehen. In diesen Punkt spielen mehrere Faktoren hinein:

    Sie können schnell in die Versuchung gelangen, passende Anforderungen aus der Stellenanzeige 1:1 zu kopieren – zumindest, sobald Ihre Qualifikation genau den Anforderungen der Anzeige entsprechen. Schließlich können Sie so direkt zeigen, was Sie an fachlicher Qualifikation zu bieten haben. Das Problem dabei ist nur, dass Sie damit zugleich Ihre mangelnde Kreativität unter Beweis stellen.

    Sie laufen Gefahr, den eigenen Lebenslauf 1:1 in das Anschreiben zu kopieren. Je nachdem, welches Dokument sich ein Arbeitgeber als Erstes ansieht, langweilen Sie damit den Arbeitgeber. Es wirkt schnell so, als hätten nicht viel von sich selbst zu erzählen.

    Sie entscheiden sich für die falschen Argumente in der Aufzählung. Dadurch verlieren Sie bei der Überzeugung des Personalers schnell an Boden, wodurch die Entscheidung zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch nicht unbedingt zu Ihren Gunsten ausfällt.

  3. Die Strukturierung wird gestört

    Damit einher geht die Störung des Leseflusses. Statt sich ebenfalls auf wichtige Informationen wie Ihre aktuelle Position, Ihre Gehaltsvorstellung oder auch das Einstiegsdatum zu konzentrieren, wird der Blick umgelenkt. Wesentliche Informationen gehen verloren, da der Fokus auf eben diese Bullet Points im Anschreiben gelegt wird – statt im Schreiben alle Informationen von oben nach unten durchzulesen.

  4. Vielleicht sind Sie zu faul zum Schreiben?

    Und wenn Sie schon zu faul zum Schreiben sind, wie motiviert sind Sie dann bei der Arbeit? Was nach einer fiesen Unterstellung klingt, kann schnell von einem Personaler angenommen werden – vor allem, wenn dieser ein vollständig geschriebenes Anschreiben von Ihnen erwartet.

  5. Sie können nichts belegen

    Bullet Points im Anschreiben meinen wirklich nur einzelne Stichpunkte von 1 bis maximal 2 Wörtern. Entsprechend schwierig wird es dann für Sie bei dem Beweis Ihrer Qualifikationen. Somit bleiben Ihre Aussagen bloße Annahmen zu Ihrem vermeintlichen Können.

Bullet Points im Anschreiben zu verwenden ist folglich keine Idee, der Sie bedenkenlos gegenübertreten sollten. Aus den genannten Gründen finden Sie u. a. in den Designs in unserer Premium Galerie und auch letztlich in unseren Anschreiben keine Bullet Points.

Sie haben Probleme bei der Erstellung Ihres Anschreibens? Kontaktieren Sie uns einfach ganz unverbindlich über das Kontaktformular! Die Bewerbungsschreiber helfen Ihnen gerne weiter!

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