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Bewerbungshomepage – Online im Blickpunkt

bewerbungshomepage

© fotogestoeber – Fotolia.com

Die Erstellung von Bewerbungen ist mittlerweile unumstritten im Zeitalter des technologischen Fortschritts angekommen. Bewerbungstrends und ein wachsender Zugriff auf die Online-Bewerbungsportale der Unternehmen zeigen, dass der Weg zum Jobangebot frei für alternative Herangehensweisen ist. Eine davon ist die Bewerbungshomepage.

Tipps zum Erstellen der eigenen Bewerbungshomepage, warum sie ein Eyecatcher sein und die Chance auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhöhen kann, hält der folgende Artikel bereit.

Für wen ist eine Bewerbungshomepage sinnvoll?

Prinzipiell kann eine eigene Homepage in jeder Bewerbung vorteilhaft für die Karriere sein. Die IT-Branche oder Berufe, welche sich verstärkt mit Medien rund um den Computer auseinandersetzen, bilden in diesem Fall nicht die einzige Zielgruppe. Für jeden Arbeitgeber ist es erfreulich zu sehen, dass sich die Talente des Bewerbers am Computer über die üblichen EDV-Kenntnisse hinausgehen, die quasi zu den Standardinformationen in jeder Bewerbung gehören.

Struktur der Bewerbungshomepage

Wie die meisten Internetseiten, besteht eine Bewerbungshomepage aus mehreren Schichten. Gemeint sind damit die Startseite und enthaltene Unterseiten. Die Startseite der Bewerbungshomepage sollte ein Foto des Bewerbers und zusätzlich eine kurze einleitende Vorstellung der Person bereithalten. Ziel: Ein Besucher soll dazu animiert werden, sich die anderen Seiten anzusehen, wo die weiteren Inhalte warten. Auf diesen Unterseiten sollten die Elemente Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Informationen

über Projekte oder Weiterbildungen enthalten sein. Klickt ein Besucher der Homepage auf eine bestimmte Rubrik, öffnet sich deren zugehörige Unterseite inklusive der auf ihr befindlichen Informationen. Ist auf dieser Unterseite eine weitere Verlinkung enthalten, kann der Besucher über die Verlinkung eine dritte Ebene der Website betreten. Aus wie vielen Ebenen die eigene Bewerbungshomepage letztendlich besteht, entscheidet jeder Bewerber oder Homepageinhaber für sich selbst.

Ordnung ist das oberste Gebot

Besonders bei der ersten Erstellung der eigenen Bewerbungshomepage ist es wichtig, der Website eine sehr einfache Struktur zu verleihen. Der Besucher, im Idealfall ein Recruiter oder Personalleiter, muss auf unkomplizierte Weise auf alle enthaltenen Informationen und Elemente zugreifen können. Sollte er sich während seines Besuchs im Wirrwarr der Bewerbungshomepage verlieren, zeugt dies nicht von einem gekonnten Umgang mit dem Medium Computer.

Eine Bewerbungshomepage sollte sich daher zunächst auf genau zwei Ebenen beschränken. Eine für die Startseite und eine für Rubriken, wie das Bewerbungsschreiben, den Lebenslauf und die Anlagen der Bewerbung.

Besser schlicht als kunterbunt

Eine schlichte Homepage wirkt langweilig. Das dürften sich vor allem jüngere Bewerber denken und versuchen, ihrer Website durch Animationen oder bunte Grafiken etwas mehr Pepp zu verleihen. Doch hier sollte jeder motivierte Schöpfer einer Bewerbungshomepage Vorsicht walten lassen. In einer Bewerbung geht es schließlich ums Wesentliche. Besondere Effekte, große Bilder und Videos auf der Website erhöhen vor allem die Ladezeit der Seite und sind außerdem Fundgruben für Pannen und unerwünschte Fehler. Wird der Besucher der Bewerbungshomepage vor zu überbrückende technische Fehler gestellt, hinterlässt dies zwar eventuell auch einen bleibenden Eindruck – aber eben keinen guten. Ebenfalls sollte der Bewerber für die Homepage auf eine eher konservative Standardschriftart setzen.

Inhalt einer Bewerbungshomepage

Der Inhalt einer Bewerbungshomepage umfasst im Prinzip die grundlegenden Dokumente, welche ebenfalls in schriftlicher Form in der Bewerbungsmappe zu finden sind.

Dabei handelt es sich um folgende Schriftstücke:

    • Bewerbungsschreiben (für die Homepage allgemeiner gehalten)
    • Lebenslauf
    • Kurzprofil
    • Foto des Bewerbers
    • Kontaktdaten des Bewerbers
    • Portfolio (Arbeitsproben, optional)

Detaillierte Informationen für einen spezifischen Adressaten können innerhalb der Elemente und insbesondere beim Bewerbungsschreiben entfallen. Die Bewerbungshomepage richtet sich in erster Linie nie an ein bestimmtes Unternehmen und wird inhaltlich höchstens an eine bestimmte Branche angepasst.

Des Weiteren sollten die auf der Bewerbungshomepage integrierten Dokumente zum Download bereit stehen – entweder im Umfeld des jeweiligen Dokuments oder in einem separaten Download-Bereich.

Eine eigene Unterseite für die persönlichen Kontaktdaten (Impressum) sollte ebenfalls eingerichtet werden, um den Kontakt zum Bewerber zu ermöglichen.

Gefahren auf der Bewerbungshomepage

Im Zuge der Erstellung kann sich auf einer Bewerbungshomepage so mancher Fehler einnisten, der zukünftige Bewerbungen und somit auch die Karriere negativ beeinflussen kann. Viele von diesen Fehlerquellen scheinen zunächst nichtig, müssen jedoch ausgeschlossen werden, bevor die Bewerbungshomepage online geht, also bevor sie veröffentlicht wird.

    • Der Name:

Die Wirkung des Namens bzw. der Adresse der Homepage (URL) ist vergleichbar mit der Wirkung der E-Mail-Adresse des Bewerbers im Bewerbungsprozess. Sie sollte stets den eigenen Namen tragen (Beispiel: www.max-mustermann.de). Wie auch die E-Mail-Adresse sollte die URL keine Fantasiebegriffe enthalten. Ansonsten wirkt ein Link zur eigenen Bewerbungshomepage nicht nur verwirrend, sondern oftmals auch unseriös.

    • Die Öffentlichkeit:

Ein Bewerber, der auf die Wirkung einer Bewerbungshomepage setzt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die veröffentlichte Seite inklusive der dort enthaltenen Informationen für jedermann im Internet zugänglich ist. Wirkt die eigene Homepage nicht wie ein gelungenes Projekt, kann die gewünschte Selbstdarstellung auf dem Online-Arbeitsmarkt schnell nach hinten losgehen.

    • Keine Alternative:

Obwohl eine Bewerbungshomepage einer klassischen Bewerbung inhaltlich in nichts nachsteht, ist diese kein Ersatz für eine schriftliche Bewerbung. Wie bereits erwähnt, sind die Inhalte der Homepage an kein bestimmtes Unternehmen gerichtet. Daher wird eine Bewerbungshomepage von vielen Menschen lediglich als Teaser oder Plattform für die Darstellung des persönlichen Portfolios genutzt.
Eine schriftliche Bewerbung ist immer notwendig, um die spezifischen Informationen für den Wunscharbeitgeber einzubinden.

    • Bewerbungshomepage als Pluspunkt – oder nicht?:

Eine Bewerbungshomepage kann ein Pluspunkt in jeder Bewerbung sein – muss sie aber nicht. Wer nicht gut mit seinem Computer umgehen kann und eher über grundlegende EDV-Kenntnisse verfügt, sollte sich gründlich überlegen, ob eine Bewerbungshomepage einen tatsächlichen Mehrwert bieten kann. Eine schlecht erstellte Bewerbungshomepage kann sich eben auch schnell zu einem dicken Minuspunkt wandeln, den Glanz der restlichen Bewerbungsunterlagen trüben und sogar einen negativen Einfluss auf die eigene Bewerbung haben. Daher gilt die einfache Faustregel: Eine Bewerbungshomepage ist etwas für Bewerber, welche die eventuell auftretenden Hürden einer Homepageerstellung bewältigen können.

Arbeitgeber “googeln” ihre Bewerber immer häufiger im Internet. Daher ist eine Bewerbungshomepage eine interessante Alternative für Bewerber. Um einen Besucher von sich zu überzeugen und zur Kontaktaufnahme zu bewegen, muss eine sauber erstellte und übersichtliche Bewerbungshomepage mit qualitativ hochwertigen Inhalten vorliegen.

 

Hier zwei erfolgreiche Beispiele:

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