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Bewerbungsarten – Vielfalt der Möglichkeiten

Bewerbungsarten

© fotogestoeber

Eine Bewerbung hat, insbesondere in Deutschland, immer eine gewisse Norm. Es gibt Richtlinien wie die Einhaltung eines chronologischen Werdeganges im Lebenslauf oder die Vollständigkeit aller Unterlagen und persönlichen Angaben. Dennoch gibt es verschiedene Bewerbungsarten, welche vom jeweiligen Unternehmen, oder auch den Vorlieben des Bewerbers, abhängen können. Sind Sie auf der Suche nach dem richtigen Weg? Folgende Bewerbungsarten haben sich über die Jahre bewährt.

Die Online-Bewerbung

Heutzutage läuft alles über das Internet. Nicht nur bei Teenagern, auch im Berufsleben. Daten und Nachrichten müssen schnellst möglich übermittelt werden. Die Zeit für Entscheidungen ist knapp. Insbesondere in globalen Unternehmen. Dort befindet sich der nächste Ansprechpartner schon mal am anderen Ende der Welt. Persönliche Absprachen geraten dabei ins Hintertreffen. Die Mailbox ersetzt das Meeting und den direkten Kontakt, der von vielen kleinen Betrieben so geschätzt wird.

Diesen Wandel bekommen aktuell auch Jobsuchende zu spüren. Wer sich bei einem führenden Unternehmen bewerben will, endet in den meisten Fällen auf einem Kontaktformular im Internet. Die Bewerbung wird direkt versendet, ohne im direkten Kontakt zum Arbeitgeber gestanden zu haben. Ordnungsgemäß umgewandelt, auf der Datenautobahn verschickt und schnell für jeden Personaler einzusehen. An ihrem Inhalt und ihrer Gliederung ändert sich nichts.

Tipps und wichtige Aspekte rund um die Online-Bewerbung

  • Umwandlung der Bewerbungsmappe in Pdf
  • Hinzufügen einer kenntlichen Signatur
  • Einhaltung des Datenvolumens der Anhänge
  • Ordnung und Beschriftung der Dateien

Die obligatorische Bewerbungsmappe fällt in diesem Fall natürlich weg und wird durch die Formatierung der Bewerbungsunterlagen in das Pdf-Format auf dem Computer ersetzt. Diese Prozedur schließt aus, dass die Bewerbungsunterlagen durch die Verwendung eines unterschiedlichen Schreibprogrammes verschoben werden oder chaotisch beim Empfänger ankommen. Die Signatur des Bewerbers sollte außerdem leserlich unter die jeweiligen Schriftstücke gesetzt werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Anhang das Datenvolumen von 20 Megabyte nicht überschreitet, da dies das Maximum vieler Online-Nachrichtendienste ist.

Die Dateien der Bewerbungsunterlagen sollten abschließend korrekt benannt und chronologisch im Anhang angeordnet seien. Andernfalls könnte sich beim Personaler, dank des Durcheinanders und der anfallenden Entwirrung der Dateien, ein schlechter erster Eindruck über den Bewerber einstellen. Weshalb jedoch spätestens beim Vorstellungsgespräch eine handfeste Bewerbungsmappe gefordert ist und warum eine Online-Bewerbung diese nicht automatisch ersetzt, behandelt der folgende Abschnitt.

Die schriftliche Bewerbung

Schriftliche Bewerbungen jeglicher Art geraten immer mehr aus der Mode. Viele Personaler haben heutzutage keine Zeit mehr sich durch die aufwendig erstellten Bewerbungsschreiben zu blättern. Daher bitten die meisten Unternehmen um eine Online-Bewerbung, welche nicht selten direkt über die firmeninterne Homepage vorgenommen werden kann. Doch wann ist eine schriftliche Bewerbung überhaupt noch angebracht bzw. notwendig? Eins ist klar, ausgestorben und einfach wegzudenken ist diese Bewerbungsart, selbst im Zeitalter des Internets, noch lange nicht.

Tipps und wichtige Aspekte rund um die schriftliche Bewerbung

  • die Vollständigkeit der Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, etc.)
  • die passende Bewerbungsmappe (Verpackung, Hefter, etc.)
  • die Einhaltung einer angebrachten Formatierung (Schriftgröße, Aufbau, etc.)
  • ein professioneller Druck (gutes Papier)
  • die persönliche Übergabe der Bewerbung (sofern möglich)

Vor allem die kleinen Unternehmen und Familienbetriebe legen einen großen Wert auf die persönliche Note und nehmen sich daher häufig die Zeit, um Bewerbungen genau zu prüfen. Das Interesse an dem Charakter des Bewerbers ist groß, da er hundertprozentig in den Betrieb, sowie zu dem ausgeschriebenen Job passen soll. Neben dem natürlich elementaren Inhalt der Bewerbungsmappe gibt es ein paar grundlegende Tipps und Aspekte, die jeder Jobsuchende beachten sollte und die jedem Personaler als Erstes ins Auge springen.

Die Vollständigkeit der Bewerbungsmappe sollte stets gewährleistet sein. Sie besteht in der Regel aus einem Anschreiben, einem Deckblatt, einem Lebenslauf und verschiedenen Arten von Zeugnissen. Außerdem ist die passende Verpackung der Bewerbung nicht ganz unbedeutend. Manche Mappen verdecken bei ihrer Öffnung zum Beispiel das Bewerbungsfoto und sind somit eher ungeeignet. Mit einem Hefter, der über einen Klarsichtdeckel verfügt, würde dieses Problem entfallen.

gluehbirne

Tipps zu Bewerbungsarten: Viele Bewerbungsarten können einen Bewerber zum Vorstellungsgespräch bringen. Es ist jedoch zu beachten, dass sich manche Unternehmen auf bestimmte Formen der Bewerbung einstellen bzw. diese voraussetzen. Generell sollte ein Bewerber es einem Unternehmen so leicht wie möglich machen, die Bewerbung entgegen zu nehmen. Wer in seiner Karriere nicht stolpern will, sollte also wachsam bleiben.

Die Einhaltung einer angebrachten Formatierung ist nicht nur bei einer Online-Bewerbung wichtig. Auch der Aufbau einer schriftlichen Bewerbung sollte stets übersichtlich und korrekt aufgeführt werden. Jeder Baustein hat seinen Platz. Ein gutes Beispiel ist erneut das Bewerbungsfoto, welches mittig auf das Deckblatt oder auch oben rechts auf den Lebenslauf gehört. Ein professioneller Druck verschafft jeder Bewerbung einen hochwertigeren Look. Dafür reicht im Normalfall gutes Drucker-Papier, welches in jedem Schreibwarengeschäft erhältlich ist. Das persönliche Einreichen der Bewerbung beim Arbeitgeber ist, sofern das Unternehmen nicht auf eine andere Art und Weise besteht, eine gute Möglichkeit einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Es deutet nicht nur auf die vorhandene Eigeninitiative des Bewerbers hin, sondern zeugt von einem großen Engagement für die Stelle und den Betrieb des Arbeitgebers.

Außerdem sollte jeder Aspirant stets eine Bewerbungsmappe bei jedem anstehenden Bewerbungsgespräch mit sich führen, selbst wenn ihr eine Online-Bewerbung vorausgegangen ist. Der Personaler wird die Bewerbung of nicht persönlich ausdruckt haben und über die Möglichkeit dankbar sind, während des Gesprächs einen weiteren Blick auf die Bewerbungsunterlagen werfen zu können. Bei einer schriftlichen Bewerbung zählen eben auch die kleinen Dinge.

Die telefonische Bewerbung

Die Bewerbung per Telefon ist größtenteils den Studenten und Schülern dieser Welt vorenthalten. Manche Arbeitgeber überspringen die Einsicht in die Bewerbungsschreiben und stellen dem Bewerber ihre Fragen über seine bisherige Karriere und die Pläne über seine weitere berufliche Laufbahn direkt am Telefon. Der Bewerber erfährt somit ohne Umwege, ob er für die Stelle geeignet ist und zu einem Bewerbungsgespräch gebeten wird oder nicht in das Bild des Arbeitgebers passt. Diese Methode wird jedoch eher selten genutzt und meistens von jungen Unternehmen, bei Teilzeitjobs oder auch Anbietern von Nebentätigkeiten gewählt.

Ein selbstbewusster Auftritt am Telefon ist in diesem Fall nicht nur ein guter Tipp. Jobsuchende sollten sich auch vor anderweitigen Telefonaten mit vermeintlich neuen Arbeitgebern vergewissern, dass sie sich ihres Standpunktes bewusst sind und sich während des Gespräches nicht von Fragen oder Aussagen des Arbeitgebers verunsichern lassen. Nervosität ist jedoch normal und sollte nicht zu stark überspielt werden. Schließlich zeigt sie, dass einem der Job wichtig ist und nicht nur gezwungener Maßen angestrebt wird. Zu coole Typen laufen auch bei professionellen Personalern schnell auf.

Die Initiativbewerbung

Bei einer Initiativbewerbung handelt es sich mehr um eine gewisse Ausführung als eine eigene Art und Weise der Bewerbung. Sie wird erstellt, falls der Traumjob eines Bewerbers nicht in Form einer Stellenausschreibung vorliegt, aber der Aspirant die Gelegenheit ergreifen will, um sich initiativ für die Stelle zu bewerben. Die Bewerbung wird dabei zwar ohne Orientierung auf die genaue Tätigkeit angepasst, aber trotzdem auf die Stelle zugeschnitten. Ein Beispiel dafür wäre ein Bewerber, welcher sich für eine unausgeschriebene Stelle als Postbeamter bewerben will.

Angesichts der Tatsache, dass keine Anforderungen des Unternehmens bekannt sind, tun sich für den Aspiranten viele Fragen auf. Da ihm jedoch durch existierende Stellenanzeigen bekannt ist, welche Anforderungen andere Betriebe an ihre Postbeamten stellen und er der Unternehmensseite entnehmen kann worauf die Poststelle „ABC“ wert legt, kann der Bewerber diese Informationen mit den Grundsätzen der Poststelle in Verbindung setzen und seine Bewerbung somit spezifisch auf das Unternehmen anpassen. Viele Jobsuchende begehen den Fehler und verwechseln eine Initiativbewerbung häufig mit einer Bewerbung, welche auf beliebig viele Stellen anzeigen im gleichen Berufsfeld angewendet werden kann.

Dies ist jedoch ein Trugschluss. Die Gestaltung einer Initiativbewerbung zeugt von einer großen Eigeninitiative und muss durch ein aussagekräftiges Anschreiben, welches eine enge Verbindung vom Bewerber zum Unternehmen nach außen trägt, untermauert werden. Da neue Arbeitskräfte in diesem Fall nicht zwingend gesucht werden, muss die Bewerbung sehr spezifisch geschrieben werden und ist daher nicht für mehrere Stellen ausgelegt.

Die Kreativbewerbung

Eine Kreativbewerbung zeichnet sich besonders durch den Einfallsreichtum des Bewerbers aus. Die Grundlagen für eine Kreativbewerbung kann dabei sowohl eine schriftliche Bewerbung als auch eine Online-Bewerbung sein. Die Effektivität liegt dabei auf dem Überraschungseffekt und dem ersten Eindruck, den sie vermittelt.

Besondere Beispiele für eine Kreativbewerbung sind:

  • die „Pizzaschachtel-Bewerbung“
  • die „Amazon-Bewerbung“

Die Pizzaschachtel-Bewerbung ist ein besonderes Beispiel für die kreative Präsentation einer schriftlichen Bewerbung. Die gesamte Bewerbung wird dabei in eine Pizzaschachtel gelegt und dem Personaler quasi per Lieferdienst zugesandt.

Die Amazon-Bewerbung ist hingegen ein gutes Exemplar für eine ausgefallene Darstellung einer Online-Bewerbung. Ein Bewerber überwältigte diese Hürde in dem er seine Online-Bewerbung wie eine Produktseite des amerikanischen E-Commerce Versandhauses Amazon gestaltete.

Der Kreativität des Bewerbers sind in beiden Fällen keine Grenzen gesetzt. Eine Kreativbewerbung birgt jedoch ein permanentes Risiko, an dessen Ende nicht immer ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch steht und sollte daher nur mit Bedacht verwendet werden.

Die Kurzbewerbung

Kurzbewerbungen sind die Visitenkarten unter den Bewerbungsarten. Sie bestehen lediglich aus einem Anschreiben und einem tabellarischen Lebenslauf inklusive Bewerbungsfoto. Man könnte sagen, dass sie nahe mit einer Initiativbewerbung verwandt sind und darüber hinaus oft als solche benutzt werden. Sie gelten gewissermaßen als Teaser der Bewerbungen und werden an Personalleiter versendet, um ihr Interesse zu wecken. Als Zusatz wird oft hinzugefügt, dass die weiteren Unterlagen auf Nachfrage ebenfalls eingereicht werden.

Kurzbewerbungen werden häufig per E-mail verschickt und sind momentan auf dem Sprung, sich als weitgehend anerkannte Bewerbungsart zu etablieren. Viele Firmen binden sie bereits mit in ihre Internetpräsenz und die darauf befindlichen Kontaktformulare ein, um den nächsten Schritt in Richtung Zukunft der Bewerbungen zu wagen.

 

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