Das Layout des Bewerbungsschreibens
Das Layout bezeichnet die optische Aufbereitung eines Schriftstückes. Es vermittelt einen ersten Eindruck von Ihnen, noch bevor überhaupt eine Zeile gelesen wurde. Ein gutes Layout soll also vermeiden, dass ein Bewerbungsschreiben mit hervorragendem Inhalt ungelesen aussortiert wird, nur weil es den Leser optisch nicht anspricht.
Die offensichtlichsten Merkmale des Layouts sind Schriftart und -größe. Hierbei existieren grundsätzlich zwei unterschiedliche Formen von Schriftarten und es gibt, entgegen vieler Behauptungen, keine ideale oder vorgeschriebene Schriftart für Bewerbungen. Anders verhält es sich bei der Schriftgröße. Diese bewegt sich, je nach Ausgangsgröße der gewählten Schriftart, zwischen 10 und 12. So sollten Sie z.B. für die Schriftart „Times New Roman” die Größe 12 und für die insgesamt etwas größere Schriftart „Arial” die Größe 11 wählen.
Schriftarten unterschieden sich darin, ob es solche mit Serifen oder solche ohne sind. Serifen sind kleine Striche an den Buchstaben, welche diese am oberen bzw. unteren Rand und in der Mitte ein wenig verlängern. Dies verbessert, besonders in langen Texten, die Lesbarkeit, da die Augen nicht so schnell „in der Zeile verrutschen”. In kurzen Texten mit vielen Absätzen, wie z.B. einem Bewerbungsschreiben, fällt dies aber kaum ins Gewicht. Die bekannteste der Serifen-Schriftarten ist ohne Zweifel „Times New Roman”, wohingegen „Arial” ein prominenter Vertreter der serifenlosen Schriftarten ist. Diese zeichnen sich wiederum dadurch aus, dass sie optisch weniger „altbacken” wirken. Welche Schriftart Sie letztendlich für Ihre Bewerbung verwenden bleibt also ihnen überlassen. Wichtig ist nur, dass diese nicht zu ausgefallen und gut lesbar ist.
Auch vom Aufbau her sind noch einige Punkte zu beachten. So beginnt jedes Bewerbungsschreiben mit einem Briefkopf. Als formale Vorgabe wird hierfür häufig die DIN 5008 angeführt, welche den Standard für Geschäftsbriefe definiert. Diese können Sie als Richtlinie durchaus verwenden. Allerdings wird kein Personalchef das Lineal anlegen und exakte Abstände vermessen oder Leerzeilen zählen. Wichtiger ist, dass alle entscheidenden Informationen in der richtigen Reihenfolge enthalten sind. In der entsprechenden Abfolge sind dies: Ihre Personalien, das Adressfeld, Datum und Betreffzeile.
Bei der optischen Gestaltung Ihrer Personalien sind Sie relativ frei von Richtlinien. Es müssen aber zwingend Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse enthalten sein. Linksbündig darunter fügen Sie die Empfängeradresse ein, gefolgt von Datum (rechtsbündig) und Betreffzeile. Zu beachten ist, dass die Betreffzeile heutzutage nicht mehr, wie früher üblich, mit „Betreff:” eingeleitet wird. Der hier beschriebene Aufbau ist auch bei postalischem Versand in fensterlosen Umschlägen oder bei Bewerbungen per E-Mail zwingend erforderlich, obwohl dort das Adressfeld eigentlich keinen Zweck erfüllt.
Für eine gute Lesbarkeit sind außerdem Absätze notwendig, welche die Sinnabschnitte trennen. Eine Hilfe zur Einteilung der Abschnitte bietet Ihnen die Rubrik Aufbau. Die Größe der Absätze, sowie auch die aller anderen Elemente des Layouts (Zeilenabstand, etc.), ist variabel und sollte sich nur am Grundsatz der Lesbarkeit orientieren. In Verbindung damit ist zu beachten, dass ein Bewerbungsschreiben nie länger als eine Seite sein sollte, was mitunter ein geschicktes Formatieren erfordert.